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26202 Sprüche gefunden

Was wäre denn die Liebe, Wär' sie nicht treu und wach In Freuden wie in Leiden, In Ehren und in Schmach?

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Was ist denn Liebe anders als verstehen und sich darüber freuen, daß ein andrer in andrer und entgegengesetzter Weise als wir lebt, wirkt und empfindet? Damit die Liebe die Gegensätze durch Freude überbrücke, darf sie dieselben nicht aufheben, nicht leugnen. – Sogar die Selbstliebe enthält die unvermischbare Zweiheit (oder Vielheit) in einer Person als Voraussetzung.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Wenn du dein Herz an einen Menschen verlierst, findest du es immer wieder.

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Wenn du mich anblickst, werde ich schön.

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Liebe ohne Eifersucht ist wie Gulasch ohne Paprika.

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Den edelsten der Triebe Veredle mit Bedachtung: Zu jedem Kilo Liebe Nimm ein Gran Selbstverachtung!

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Frühjahr 1882

Nach der Liebe verlangt doch jede und die braucht doch jedes Weib, das eines bleiben will.

Anzengruber, Der Schandfleck, 1877

Er hielt sie fest und drückte sie an sich. Erst auf einem Rasenabhang ließ er sie nieder, nicht ohne Bewegung und Verwirrung.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 1. Teil, 12. Kap.

Nacht ist es: nun reden lauter alle springenden Brunnen. Und auch meine Seele ist ein springender Brunnen. Nacht ist es: nun erst erwachen alle Lieder der Liebenden. Und auch meine Seele ist das Lied eines Liebenden.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Nachtlied

Wir sind dankbar für jeden Tag, den du uns gabst. Für deine Liebe, die du uns schenktest. Zu verstehen, daß du nicht mehr bei uns bist, ist schwer. Dennoch wissen wir, daß Gott uns gesegnet hat, weil wir von dir geliebt wurden.

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Sie haben wegen der Trunkenheit Sie haben wegen der Trunkenheit Vielfältig uns verklagt Und haben von unsrer Trunkenheit Lange nicht genug gesagt. Gewöhnlich der Betrunkenheit Erliegt man, bis es tagt; Doch hat mich meine Betrunkenheit In der Nacht umhergejagt. Es ist die Liebestrunkenheit, Die mich erbärmlich plagt, Von Tag zu Nacht, von Nacht zu Tag In meinem Herzen zagt. Dem Herzen, das in Trunkenheit Der Lieder schwillt und ragt, Daß keine nüchterne Trunkenheit Sich gleich zu heben wagt. Lieb-, Lied- und Weinestrunkenheit, Ob's nachtet oder tagt, Die göttlichste Betrunkenheit, Die mich entzückt und plagt.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan, entst. 1814-1819, Erstdruck Cotta, Stuttgart u. Tübingen 1819. Das Schenkenbuch

Bei einer Linde Seh ich dich wieder, du geliebter Baum, In dessen junge Triebe Ich einst in jenes Frühlings schönstem Traum Den Namen schnitt von meiner ersten Liebe? Wie anders ist seitdem der Äste Bug, Verwachsen und verschwunden Im härtren Stamm der vielgeliebte Zug, Wie ihre Liebe und die schönen Stunden! Auch ich seitdem wuchs stille fort, wie du, Und nichts an mir wollt weilen, Doch meine Wunde wuchs – und wuchs nicht zu, Und wird wohl niemals mehr hienieden heilen.

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Stille Ergebenheit! Vertrauen auf das Herz, auf den Sieg des Wahren und Besten, dem wir uns hingeben. Und wir könnten untergehen?

Gontard, Briefe. An Friedrich Hölderlin, Dezember 1798

Wenn jemand das Glück überall, nur nicht in der Liebe sucht, sucht er gleichsam im Finstern nach einem Weg.

Tolstoi, Tagebücher. 1900

Wenn niemand uns liebt, hören wir auf, uns selbst zu lieben.

Staël, Über Deutschland (De l'Allemagne), 1813. Deutsch von Friedrich Buchholz u. a., Reutlingen 1815

Nein, kein Gott ist die Liebe, verblendet ist, wen sie ergriffen.

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Offenbare mir, was du wahrhaftig liebst, was du mit deinem ganzen Sehnen suchest und anstrebest, wenn du den wahren Genuss deiner selbst zu finden hoffest – und du hast mir dadurch dein Leben gedeutet.

Fichte, Die Anweisung zum seligen Leben, oder auch die Religionslehre (Vorlesungen), 1806. 1. Vorlesung

Zu sehn, zu hören dich und nicht zu lieben, ist keines Menschen Sache.

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Die Liebe ist eine gewaltige Kraft; sie ist die einzige unüberwindliche Kraft dieser Welt.

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Wo Liebe neu geboren wird, wird das Leben neu geboren.

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Was ist alles, was in Jahrtausenden die Menschen taten und dachten, gegen Einen Augenblick der Liebe? Es ist aber auch das Gelungenste, Göttlichschönste in der Natur! dahin führen alle Stufen auf der Schwelle des Lebens. Daher kommen wir, dahin gehn wir.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Erster Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin