Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Denn gegen die Liebe ist kein Kraut gewachsen, gegen sie hilft kein Trank, keine Speise, nichts, was in Zaubersprüchen gemurmelt wird, sondern nur Kuß und Umarmung und nackt beieinanderzuliegen.

Longos von Lesbos, Daphnis und Chloe, 2. oder 3. Jhdt. n. Chr

O Gott, geb du eym jden Das jm sein Eva werd!

Internet

Verbunden sind wir stark und unwandelbar im Schönen und im Guten, über alle Gedanken hinaus im Glauben und im Hoffen.

Gontard, Briefe. An Friedrich Hölderlin, Anfang März 1799

Zu leben, ohne zu lieben, ist kein richtiges Leben. Nimm dem Leben die Liebe, und du nimmst ihm sein Vergnügen.

Internet

Schöpfungslied Wenn zwei Herzen zueinander drängen, Einend sich im Sehnsuchtsschrei, Wenn vier Lippen aneinander hängen, Fragend scheuen Zagens frei, Wenn der Welten zwei zusammenschlagen Jäh und heiß im fernen All, Ihre Gluten ineinander tragen – Gleiches Lied, nur andrer Schall.

Internet

Und mag mein Strom der Liebe in Unwegsames stürzen! Wie sollte ein Strom nicht endlich den Weg zum Meere finden! Wohl ist ein See in mir, ein einsiedlerischer, selbstgenugsamer; aber mein Strom der Liebe reißt ihn mit sich hinab – zum Meere!

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Zweiter Teil, 1883. Das Kind mit dem Spiegel

Lied Kalt und schneidend Weht der Wind, Und mein Herz ist bang und leidend Deinetwegen, schönes Kind! Deinetwegen, Süße Macht, Ist mein Tagwerk ohne Segen Und ist schlaflos meine Nacht. Stürme tosen Winterlich, Aber blühten auch schon Rosen, Was sind Rosen ohne dich?

Internet

O Kind, des Lenzes Fächeln O Kind, des Lenzes Fächeln Ruft schon die Erde wach; Du weilst mit stillem Lächeln Noch träumend im Gemach. Dein liebes Antlitz siehst du Im Spiegel sanft und klar, Die kleinen Blumen ziehst du So zierlich durch dein Haar. Des Taues frische Welle, Bedeckt die Knospe ganz; Dein Auge, sonst so helle, Umflort ein feuchter Glanz. Am Zweig die jungen Triebe Entfalten sich zur Zeit, Dir nahet schon die Liebe, Dir nahet schon das Leid.

Internet

Ohne Liebe kehrt kein Frühling wieder, Ohne Liebe preist kein Wesen Gott!

Schiller, F., Gedichte. Anthologie auf das Jahr 1782. Aus: Phantasie an Laura

1901 Schließ auf das Tor; laß seine Flügel springen; zünd deine Leuchte an in allen Landen! Mir ist, als hörte ich den Ruf erklingen, es sei der Tod zum Leben auferstanden. Breit deine Fluren aus und deine Pfade; laß deine Wasser klar und freundlich fließen, und von dem Himmel möge sich die Gnade auf Alles, was die Erde trägt, ergießen. Schließ auf das Tor; es tritt die Menschheit ein; o, laß ihr diesen Schritt gesegnet sein! Schließ auf den Schrein, vor dem wir betend knien, dem wir die Liebe, die Verehrung zollen, die wir auf seinen Inhalt doch beziehen und nicht dem Menschenwerke widmen sollen! Laß uns erkennen, was wir nicht erkannten, uns der Geist die Seele stets verhehlte; laß uns verstehen, was wir nicht verstanden, weil uns die wahre Liebe nicht beseelte. Schließ auf den Schrein, und zeig, was er enthält, daß mit dem Schleier auch der Irrtum fällt! Schließ auf die Herzen; nirgends stehn sie offen, denn jedes will nur für sich selbst empfinden, und doch ist es ihr eignes, schönstes Hoffen, daß sie in Liebe sich zusammenfinden! Laß diese Liebe endlich doch erwachen und aus dem Ich heraus ins Leben steigen, die Menschen zur gesamten Menschheit machen und sich als Seele dieses Leibes zeigen. Schließ auf die Herzen; lehre sie verstehn, daß alle Pulse nur als einer gehn! Schließ auf das Paradies; gib es uns wieder! Wir wollen heim; wir wollen Frieden halten. Der Vater ist das Haupt; wir sind die Glieder; nur seine Güte soll im Hause walten. Sei du die Zeit, die uns um ihn versammelt, zeig uns der Worte köstlichstes auf Erden, das unsre Bitte um Versöhnung stammelt, dann wirst du eine Zeit des Edens werden. Schließ auf das Paradies, das Gottesland, und sei uns zur Erleuchtung zugesandt!

Internet

Glaube Ich scheide, sprach der Knabe, Doch sei dir, liebe Maid, Herzinnige Treu geschworen In alle Ewigkeit. Nun er in fernen Landen Um blut'gen Lorbeer wirbt, Dem ungetreuen Manne Die Lieb' im Herzen stirbt. Doch immer, immer naget In seiner Brust der Wurm, Er hört die süße Stimme Durch Schlachtengraus und Sturm. Er sieht das klare Auge, Er schlafet oder wacht, Aufleuchtend, aufgeblättert In grabesschwarzer Nacht. Was frommt nur alle Reue? Ruft er in wildem Zorn, Es ist ja doch im Herzen Versiegt der Liebe Born, Das ausgebrannte Feuer, Kein Wille bringt's zurück, So muß ich denn zertreten All ihres Lebens Glück! Ermorden und zertreten ? Du unglückselig Weib! Doch eh' die Seel' ich morde, Mord' ich den zarten Leib. Er lenkt, wie sonst, die Tritte Nach seines Liebchens Haus, Sie streckt, wie sonst, die Arme Nach dem Geliebten aus. Liebst du mich denn noch immer Im tiefsten Herzensgrund? So ruft sie. Stumm und stille Küßt er den süßen Mund. Die Linke hat umschlungen Einst seines Lebens Lust, Die Rechte zuckt am Messer, Durchbohrt die treue Brust. Kind, es geschieht aus Liebe, Der bleiche Mörder spricht. Ich glaub' es, spricht sie leise, Das treue Auge bricht.

Internet

So viele fingen mit der Liebe an, mit der sie wirken wollten, und mußten aufhören mit der Furcht, die sie gaben.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Mai 1799

Liebe und Freundschaft schließen sich gegenseitig aus.

Internet

Denn Liebe verlieren: das ist dein Tod.

Internet

Nur in die erste Liebe mischt sich keine Eigenliebe.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Die Liebe wirft den Jüngling aus seinem Ich hinaus unter andre Ich, das Mädchen aber aus fremden in das ihrige hinein.

Jean Paul, Die unsichtbare Loge, 2. verbesserte Auflage 1822 (EA: 1793). Zweiter Teil. 37. Sektor

Wie endet die Liebe? Die war's nicht der's geschieht.

Internet

Wenn man nicht zuviel liebt, liebt man zu wenig.

Internet

Mag der Herbst das welke Laub zerstreu'n Mag der Sturm die Blüthen dir entführen, Was du liebst, das bleibt auf ewig dein, Nimmer kann das Herz sich selbst verlieren.

Schulze, Poetisches Tagebuch, vom 29sten Junius 1814 bis 17ten Februar 1817

Das ist also euer großartiges Wunder der Zivilisation! Aus der Liebe habt Ihr ein ganz gewöhnliches Geschäft gemacht.

Internet

Die Liebe ist ein Fall des Ehrgeizes; deswegen löscht der Erfolg sie aus.

Jouffroy, Das grüne Heft (Le cahier vert), entstanden 1822-36