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26202 Sprüche gefunden

Mein Herz ist wie ein singender Vogel Mein Herz ist wie ein singender Vogel, das Nest gebaut an rauschendes Wehr. Mein Herz ist wie ein Apfelbaum mit Ästen hangend von Früchten schwer. Mein Herz ist wie eine schimmernde Muschel, friedlich treibend durch stilles Meer. Mein Herz ist nimmermehr beklommen, denn mein Liebster ist gekommen.

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An eine Rose Du kleine Rose, glaube mir, Du sollst Lucindens Busen schmücken. Ich selber will dich ihr Itzt auf den vollen Busen drücken. Dann sag ich: "Mädchen, küsse mich, Sieh, dies hat Flora dir geweihet. Sieh, wie die Rose sich Schon über ihre Stelle freuet." Doch untersteht ein Jüngling sich Dich von dem Busen abzubrechen: Dann, Rose, räche mich, Dann mußt du ihn gewaltsam stechen. Doch wenn in meines Mädchens Brust Nach mir sich zarte Wünsche regen – O die geliebte Brust! Dann hauch ihr süßen Duft entgegen.

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Die Liebe ist die angenehmste Herzkrankheit.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Liebe ist die Geschichte des Lebens einer Frau; die Episode im Leben eines Mannes.

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Liebe ist: Erfüllung, Last und Medizin.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Die Frau spricht (I), in: Die Weltbühne, 13.08.1929, Nr. 33 (Theobald Tiger), wieder in: Lerne lachen ohne zu weinen, 1931

Den Menschen Liebe und den Göttern Ehrfurcht.

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Eines ist an Gräbern immer schmerzhaft spürbar: daß man zu wenig geliebt hat, immer zu wenig.

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Ein Mädchen über seinen Freund: "Das Dumme ist, er liebt mich genau so, wie ich bin – ledig".

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Wer liebte je und nicht beim ersten Blick?

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Der Liebe geht's wie der Philosophie. Sie ist und soll allen alles und jedes sein. Liebe ist also das Ich, das Ideal jeder Bestrebung.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Bruchstücke psychologischer Enzyklopädistik

Die Liebe wirkt magisch.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Magische Philosophie

Alle Romane, wo wahre Liebe vorkommt, sind Märchen – magische Begebenheiten.

Novalis, Schriften, 4 Bde., hg. von Paul Kluckhohn und Richard Samuel, Leipzig 1929

Was man liebt, findet man überall und sieht überall Ähnlichkeiten.

Novalis, Fragmente. Erste, vollständig geordnete Ausgabe hg. von Ernst Kamnitzer, Dresden 1929. Staatslehre

Liebe ist kein Ziel; sie ist nur ein Reisen.

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Blick einem Weibe, das dich liebt, Ins Auge, und dein Gram zerstiebt [...].

Lenau, Faust. Ein Gedicht. Drama, entstanden 1836. Der Jugendfreund. Isenburg

Die Liebe ist das Band, das Vermittlungsprinzip zwischen dem Vollkommnen und Unvollkommnen, dem sündlosen und sündhaften Wesen, dem Allgemeinen und Individuellen, dem Gesetz und dem Herzen, dem Göttlichen und Menschlichen. [...] Die Liebe stärket das Schwache und schwächt das Starke, erniedrigt das Hohe und erhöhet das Niedrige, idealisiert die Materie und materialisiert den Geist. [...] Lieben heißt vom Geiste aus: den Geist, von der Materie aus: die Materie aufheben.

Feuerbach, Das Wesen des Christentums, 1841

Die lieben nicht, die ihre eigene Liebe nicht zeigen.

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Zweierlei Arten von Liebe gibt es. Die eine bemächtigt sich irgendeines einzelnen Wesens, das in die Lücke des Herzens ganz oder teilweise hineinpaßt, umspinnt und umschlingt es und läßt es nicht wieder los. Dieses Lieben ist eigentlich ein Selbstheilen. Das andere wagt sich in den Kampf mit der ganzen Welt.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Ein sonderbares Ding um die Liebe. Man liegt ein Jahr lang schlafwachend zu Bette, und an einem schönen Morgen wacht man auf, trinkt ein Glas Wasser, zieht seine Kleider an und fährt sich mit der Hand über die Stirn und besinnt sich und besinnt sich. – Mein Gott, wieviel Weiber hat man nötig, um die Skala der Liebe auf und ab zu singen? Kaum daß eine einen Ton ausfüllt. Warum ist der Dunst über unsrer Erde ein Prisma, das den weißen Glutstrahl der Liebe in einen Regenbogen bricht?

Büchner, Leonce und Lena, 1836

Ich möchte wohl wissen, ob in der Liebe zu einem Menschen nicht eine unendliche Progression ist? - ich meine, meine Neigung zu Dir trägt schon alle Früchte des Himmels und der Erde. [...] Kurios ist es, aber ich muß in diesem Augenblicke denken und fühlen, und es ist mir, als wär's wahrhaftig so, nämlich: als wäre meine Brust ein Badezuber und Deine Füße stünden badend und plätschernd in meinem Herzen, und Du sagst: endlich krieg ich warme Füße.

Brentano, C., Briefe. An Luise Hensel, 1816

Es ist wirklich ein wunderbares Ding um die Liebe, wie sie den Menschen umwandelt. Ich kenne mich wirklich selbst nicht mehr. Kaum bin ich jetzt von Dir fort und denke nun schöne Muße zu fortlaufender Arbeit zu haben, so ist mir diese schon wieder ganz zerstückt, denn dazwischen tritt gleich wieder immerfort der Gedanke: Wann werde ich sie wiedersehen? Nur nach diesem Ziele wird die Zeit berechnet, nur nach ihm streben alle Gedanken sehnend hin.

Haeckel, Briefe. An Anna Sethe, 26. September 1858