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26202 Sprüche gefunden

Nicht auf immer kann sich verirren, wer den Pfad inbrünstiger Liebe wandelt; später oder früher, einmal wird er sich wiederfinden, still und ruhig in dem Schoß göttlicher Liebe.

Frenzel, Lucifer. Ein Roman aus der Napoleonischen Zeit, 5 Bde., 1873

Die Liebe eines Weibes, das Lächeln eines Kindes sind dem Manne die Belohnung nach saurer Tagespflicht. Die Liebe, die er für das Weib empfindet, ist sein heiliges Eigentum.

Boy-Ed, Nicht im Geleise. Roman, 2 Bände in einem Band, 1890

Es lieben Frauen oft nur, um zu leben, Weil er geliebt wird nur, liebt oft der Mann; Sie folgen der Natur allmächt'gen Trieben, Bei uns fängt alles von der Selbstsucht an!

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Ein Weib kann nur einen Mann lieben. Hat ihre Seele Raum für ein ähnliches zweites Gefühl, oder sogar für mehrere, so ist sie weiter nichts als eine Abspiegelung, als eine Fata Morgana dieser höchsten und wertvollsten Himmelsgabe.

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Nun liegt die Welt umfangen Von starrer Winternacht, Was frommt's, daß am Kamin ich Entschwundner Lieb gedacht? Das Feuer will erlöschen, Das letzte Scheit verglüht, Die Flammen werden Asche, Das ist das End vom Lied, Das End vom alten Liede, Mir fällt kein neues ein, Als Schweigen und Vergessen – Und wann vergäß' ich dein?

Scheffel, Der Trompeter von Säckingen, 1854

Jugend und Alter Jugend liebt und wird geliebt; Alter liebt und wird verlacht; Liebe nimmt so leichte nicht Liebe, die nicht Liebe macht.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Die Weiber lieben einander nicht so sehr, weil sie sich nicht in den schönsten Augenblicken je sehen – des Gebets und der Liebe.

Jean Paul, Bemerkungen über uns närrische Menschen, 1783-99. Februar 1793

Wer die Menschen nicht mehr liebt, findet wieder Liebe und Interesse an einem, der leidet. Der Schmerz führt uns die alte Liebe des ganzen Geschlechts zurück.

Jean Paul, Bemerkungen über den Menschen, 1803-1817. Februar 1803

Aber auch noch eure beste Liebe ist nur ein verzücktes Gleichnis und eine schmerzhafte Glut. Eine Fackel ist sie, die euch zu höheren Wegen leuchten soll.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Von Kind und Ehe

Was nützt es, wenn das brache Feld ... Was nützt es, wenn das brache Feld Die Furche nur vom Pflug erhält? Streust du nicht Samen auch hinein, Wird Unkraut nur die Ernte sein! Mein Schatz, mit deinem Blick, so mild, Hast du das Herz mir aufgewühlt, Ja scharf, wie eines Pfluges Erz, Fuhr mir's da mitten durch das Herz. Doch ward mein Herz umsonst gepflügt, Da doch nur Gram darinnen liegt – O pflanze deine Liebe drein, Dann wird es voll von Rosen sein!

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Der Freundschaft Sanftmut mäßigt der Liebe Ungestüm.

Rousseau, Julie oder die neue Héloïse. Briefe zweier Liebender aus einer kleinen Stadt am Fuße der Alpen (Julie ou la Nouvelle Héloïse ou Lettres de deux amants, habitants d’une petite ville au pied des Alpes), entstanden 1756-58, Erstdruck 1761

Ich nenne Liebe die Bewegung der Seele dahin, Gott wegen seiner selbst, sich und den Nächsten aber wegen Gott zu lieben. Begierlichkeit aber heiße ich das Streben des Geistes, sich, den Nächsten und jeden Körper nicht wegen Gott zu genießen.

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Fällt von einem immer noch geliebten Wesen der Zauber des Geschlechts allmählich für dich ab, so erlebst du zuweilen das neue Wunder, daß das Kind wieder vor dir steht, das jenes Wesen war, bevor du es als Frau umarmtest, und du liebst es besser als zuvor.

Schnitzler, Buch der Sprüche und Bedenken. Aphorismen und Fragmente, 1927

An die Liebe Wenn deine Göttermacht, o Liebe, Aus der Verbannung Nebeltal Zur Sternenwelt uns nicht erhübe, Wer trüge dann des Lebens Qual? Ins Reich der Unermeßlichkeiten, Bis wo die letzte Sphäre klingt, Folgst du dem Fluge des Geweihten, Wenn er dem Staube sich entschwingt! Und stürzt, umwogt von Feuerfluten, Der Erdball selbst ins Grab der Zeit, Entschwebst, ein Phönix, du den Gluten; Dein Nam ist Unvergänglichkeit.

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Die Liebe hat kein Gedächtnis für das, was ihr hat Abbruch tun wollen; ja, sie gedeiht erst recht unter Störungen.

Laube, Der deutsche Krieg. Historischer Roman in drei Büchern, 9 Bde., 1863-66

Und damals tat's nicht halb so weh. Was gingst du nicht in jener Nacht, Da ich dir trotzig sagte; "Geh!" Auch heute gilt dasselbe Wort Und damals tat's nicht halb so weh. Ach, damals wagt' ich noch den Kampf, Da war ich mutig, jung und stark, Doch wenn du heute von mir gehst, Dann trifft der Streich mich bis ins Mark.

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Ein Wesen, das wir lieben und verehren, vergessen machen, daß es unglücklich gewesen, hat für edle Seelen wohl noch einen größeren Reiz, als der frühlingsheiteren Seele der noch Ungeprüften die erste Empfindung des Glückes zu geben. In einer solchen Liebe ist fast gar kein Egoismus mehr, es ist die Liebe der Seele, nicht die Liebe der Sinne.

Rodenberg, Die neue Sündflut, 4 Bde., 1865

Die echte Liebe blüht nur auf, wo sie sich unbelauscht weiß, sich selbst ein dunkel-süßes Geheimnis bleibt.

Grosse, Untreu aus Mitleid, 1868

Die erste Liebe, die ins Herz einzieht, ist die letzte, die aus dem Gedächtnis schwindet.

Petit-Senn, Geistesfunken und Gedankensplitter (Bluettes & Boutades), 1865. Übersetzt von Zimmermann

Echte Liebe ist tief verborgen wie Gold im Schachte und wächst langsam wie Kernholz, wenn sie fest werden und aushalten soll fürs lange Leben.

Wolff, Der Raubgraf. Eine Geschichte aus dem Harzgau, 1884

Wahrhaft Liebende betrachten alles, was sie bisher empfunden, nur als Vorbereitung zu ihrem gegenwärtigen Glück.

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 1811, 4. Teil, 19. Buch