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26202 Sprüche gefunden
Es ist eine traurige Liebe, wo man zum erstenmal im Grab miteinander zu Bette geht.
Aber wo wäre denn Glück zu finden, wenn nicht eine beiderseitige Liebe es einem verschafft? Zärtliche Freundschaft, süßes Vertrauen, das einzige, das ohne Vorbehalt ist, gelinderte Pein, vermehrte Freuden, zauberische Hoffnung, köstliche Erinnerungen, wo anders als in der Liebe sollten sie zu finden sein?
Es war einmal die Liebe … Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Wohl in gerechtem Zorn, Und sprach zum blinden Triebe: Verzeih! heut kriegst du Hiebe Ganz recht mit einem Dorn. Da zagt der Trieb betroffen, Doch kaum hat ihn getroffen Der Liebe Dornenstreich, Sind alle Knospen offen, Der Dorn ganz ohn Verhoffen Schlug aus voll Rosen gleich. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb betrübt, Und sprach zum blinden Triebe: An dir, du Friedensdiebe, Wird Rache heut geübt. Doch, als sie sich will rächen, Entstürzt in Tränenbächen Das Mitleid ihrer Brust, Sie kann den Stab nicht brechen, Die Lieb wird aller Schwächen Des Triebes sich bewußt. Es war einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe, Sie war vom Trieb gekränkt, Und sprach zum blinden Triebe: Wenn dir kein Trost auch bliebe, Heut wird dir's nicht geschenkt, Und, um ihm zu gedenken, Will sie ein Füllhorn senken Voll von Gerechtigkeit, Und hat mit Fahnenschwenken Den Richtplatz mit Geschenken Der Gnade überstreut. Ei sag einmal du Liebe, Du himmelsklare Liebe, Wer hat dich das gelehrt, Daß man dem blinden Triebe Für strenge Dornenhiebe Nur Rosen mild beschert, Und daß man für die Rute Dem blinden Übermute Nur süßen Honig gibt. Das lehrte dich der Gute, Der dich mit seinem Blute In deiner Schuld geliebt. Da sang einmal der Liebe, Der himmelsklaren Liebe, Der Trieb dies Liebeslied, Dass Lieb dem blinden Triebe Das Licht ins Herz einübe, Das ihr im Auge blüht. Da sah der Trieb verkläret, Was Liebe ihm gewähret, Und beide sprachen fromm: Du hast mich Trost gelehret, Du hast mir Licht bescheret, Trieb sei der Lieb willkomm! Da faßt einmal die Liebe, Die himmelsklare Liebe Sich einen frischen Mut Und ward dem blinden Triebe, Daß er nicht irrend bliebe, Ein Blindenführer gut. Da lernt der Trieb das Lieben, Da ward die Lieb getrieben, Bis sehend er, sie blind, Und beide sind's geblieben, Und ich hab es geschrieben, Lies du und bleib ein Kind!
Die Liebe ist kein Ding der Freiheit, der Reflexion, der Schul-Vernünftigkeit, sondern eine Naturmacht, ein Verhängnis im Herzen.
Die Menge wird nicht zur Gesellschaft, die Gesichter sind nichts anderes als eine Sammlung von Bildern und die Gespräche ein störender Lärm, da, wo es keine Liebe gibt.
Das ist der größte Vorteil für die Menschheit, Daß jeder für die andern alles thue, Und jeder von den allen es empfange. Nur wenig bringt der Einzelne dem Ganzen, Wie viel empfängt der Einzelne von allen! Wie treu beschützt ist jeder durch die Menschheit. Wie wenig mehr bedarf es doch zur Eintracht, Zu Glück und Ruh' zu unkränkbarer Freiheit Von allen Menschen, als den Willen aller: Jedwedem mit dem Leben selbst zu dienen! Mit den geringsten Mitteln will der Gott Die größte Wirkung – aber durch die größte Gesinnung, durch die göttlichste: – die Liebe.
Die Liebe ist ein Himmelstropfen, herabgeflossen in den Kelch des Lebens, um die Bitterkeit seines Inhalts zu mildern.
Niemals sind wir ungeschützter gegen das Leiden, als wenn wir lieben, niemals hilfloser unglücklich, als wenn wir das geliebte Objekt oder seine Liebe verloren haben.
In der Liebe gibt es die schöne Sprache des Schweigens, welche mehr erregt als das Reden.
Die Liebe ist die beständige Melodie der Menschheit; sie erhält die Welt ewig jung und frisch. Sie gießt einen hellen Glanz aus über die Jugend und verbreitet um das Alter einen Heiligenschein.
Die allerschönste Blume, Die hier dem Menschen blüht, Die süße Himmelsdüfte Ihm hauchet ins Gemüt, Dies wunderbare Blümelein, – Du rätst wohl, wie es heißt – Mit Tränen will's begossen sein, Daß du's nur weißt!
Kann der Winter alles zähmen, Kann er töten Laub und Gras, Kann er schon die Frücht' uns nehmen, Kann er zwingen alles Naß, Ei, sie muß er doch mit Schanden Von den Herzen ziehn ab, Die mit festen Liebesbanden Sich verknüpfen bis ans Grab.
Heimliche Liebe Es ist genug der Hände Drücken Der Füße Tritt, der Augen Nicken, Wenn, Liebchen, wir bei Leuten sind. Hör' auf mit weitern Liebeswerken; Man will es fast zu deutlich merken, Daß wir uns lieben, gutes Kind. Sind wir dann insgeheim beisammen, So lüste frei die heißen Flammen; Bin ich doch, Närrchen, allzeit dein. Dann können wir uns satt ja küssen Und, was wir je zuweilen missen, Mit Wucher bringen wieder ein.
Da die Nacht mit Laternen noch draußen stand, Der Schlaf und der Träume glitzernder Fächer Um Haus und Himmel ausgespannt, Da sang an mein Bett weit über die Dächer, Da sang vor der Stund', eh' mit bläulicher Hand Der Morgen sich unter den Sternen durchfand, Eine Amsel aus Finster und Fernen. Eh' noch den Laternen das Licht verflackt, Hat schon die Amsel die Sehnsucht gepackt. Sie sang, von Inbrunst aufgeweckt, Mit dem Herz, das ihr heiß in der Kehle steckt. Sie sang von Lieb', die sich aufgemacht Und durch die schlafenden Mauern lacht.
Harlekins Liebes-Carmen Lisette, liebster Rosenstock, Meines Herzens Zucker-Stengel, Du meines Leibes Unter-Rock Mein Schatz und tausend Engel. Vernimmm den Klang, Und schönen Gsang, Die saubern Ritornellen, So klingen wie Kuhschellen. Und diß geschieht zu Ehren dir, Weil ich dich herzlich liebe, Das Herz in Hosen zittert mir, Aus lauter Liebes-Triebe, Du wirst ja auch, Nach Handwerks-Brauch, Mich recht von Herzen meynen, Sonst müßt ich todt mich greinen. Ach mache mir doch auff geschwind, Du wertheste Lisette, Ach lasse mich doch ein, mein Kind, Mein Schatz, zu dir ins Bette, Denn Harlekin, Dein Herz und Sinn Erwartet dein mit Schmerzen, Thu auff und laß dich herzen!
Die rechte Liebe ist wie der Sandelbaum, der die Axt, die ihn umhaut, noch mit Wohlgeruch umduftet.
Liebeseifer Ach Liebste laß uns eilen! Noch ist es Zeit Es schadet das Verweilen Uns beiderseit. Der edlen Schönheit Gaben Fliehn Fuß für Fuß Daß alles, was wir haben, Uns schwinden muß. Der Wangen Ziehr verbleichet Das Haar wird greiß Der Augen Feuer weichet Die Brunst wird Eiß. Das Mündlein von Korallen Wird ungestalt, Die Hände, sie verfallen Und du wirst alt. Drum laß und jetzt genießen Der Jugend Frucht Eh' als wir folgen müssen Der Jahre Flucht. Wo du dich selber liebest, So liebe mich; Gib mir – das, wann du gibest, Verlier auch ich.
Zorn Reize mich nicht – o reize mich nicht! Ich könnte sonst vergessen, Wie viel ich thörichte Liebe für Dich Und Selbstverleugnung besessen! Ich könnte vergessen, was ich Dir galt Und was ich um Dich gelitten, Drum reize mich nicht – o reize mich nicht, Zur Stunde kann ich noch bitten! Doch wehe! wenn ich es nicht mehr kann, Dann kenn' ich kein Zögern und Schwanken, Du weißt, wenn meine Lippe zuckt, Dann morden die bösen Gedanken.
Oh, wie mir schweren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt! Herab vom Rücken weht Ein blendend weißer Schauer; Durch ihre Augen geht Ein wunderbares Feuer; Die schwarzen Locken wühlen Um ihres Nackens Fülle; Der Leib, der Busen fühlen Sich eng in ihrer Hülle. Allüberall Bewegung, Allüberall Entzücken, Daß sich in toller Regung Die Sinne mir berücken, Daß wunderbaren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt! Narzissen blühn und Rosen Um himmelblauen Kleide, Darunter flammen Hosen Von feuerroter Seide – Die kleinen, zarten Füße, Die weichen, feinen Hände, Der Mundrubin, der süße, Der Zauber ohne Ende! Oh, wie mir schweren Dranges Das Herz im Leibe bebt, Wenn sie so leichten Ganges An mir vorüberschwebt!