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26202 Sprüche gefunden
Ach, was wißt ihr von Liebe denn, ihr Jungen. Kaum flügg' Gewordnen, mit dem Flaum am Kinne, Die ihr ins Leben kommt hereingesprungen Wie in den Ballsaal bunte Harlekine? Ihr schlürft sie nicht mit wählerischen Zungen! Euch ist sie noch im tollen Rausch der Sinne Ein Becher Sekt, voll Übermut geschwungen, Gleichgültig, was davon zu Boden rinne! – Uns aber, die wir wissen, wie sie endet, ist jede Liebe gleich dem heil'gen Grale, Die alles Reine vom Gemeinen wendet, Und die wir trinken bis zum Grund der Schale, Verschwendungslos, als würde sie gespendet Vom Schicksal jedem stets zum letzten Male.
So ist denn alles nichts, wenn das eine fehlt, das dem Menschen alles übrige wert ist.
Das erste Liebeswort Das war der süßeste der Laute! Sie sprach's, das erste Liebeswort; Im Herzen nun trag ich das traute Tiefselige Geheimnis fort. Allein, wo berg' ich meine Wonne, Daß ich sie wohl behüten mag? Dein Licht verhülle, läst'ge Sonne! Verstumme, lärmbewegter Tag! Weltfern sei meines Glückes Fülle Begraben, wo sie nichts verrät Und nur durch Nacht und heil'ge Stille Des süßen Wortes Nachhall weht.
Mächtiger als die Wellen des Meeres sind Thränen der Liebe. Jene gehorchen dem Sturme; diese besänftigen ihn.
Es ist wohl wahr, daß der Mensch sich nicht zur Liebe zwingen kann, wie er sich zur Arbeit zwingen kann; daraus aber folgt durchaus nicht, man könne ohne Liebe mit Menschen umgehen, besonders, wenn du irgendwelche Ansprüche auf sie machst. Fühlst du keine Liebe zu den Menschen, bleib' schön ruhig sitzen, befasse dich mit dir selbst, mit Gegenständen, mit allem, was du willst, nur mit Menschen nicht.
Wenn eine Liebe nicht täglich neu erweckt wird, schläft sie bald ganz ein.
Arm in Arm Heute – ja vor langen Jahren! – Standen wir, Du, den Brautkranz in den Haaren, Neben mir! Und wir schwuren eins dem andern Still und warm, So durchs Leben nun zu wandern Arm in Arm! Arm in Arm stehn wir noch heute, Ob uns auch Manches, was das Herz erfreute, Schwand wie Hauch. Ob uns manches süße Hoffen Auch betrog, Stand ein Herz dem andern offen, Das nicht log. Flattern auch oft schwere Sorgen Uns ums Haupt, Eins ist, daß kein Heut und Morgen Mehr uns raubt, Unsrer Liebe Zeichen winkt uns Nah und fern, Und durch alle Wolken blinkt uns Unser Stern. Laß nach ihm den Blick uns kehren Hand in Hand, Mag noch oft der Tag sich jähren, Der uns band! Aber dann – mit einem Munde Flehn wir warm: Treff' uns auch die letzte Stunde Arm in Arm!
Liebe ist nichts anderes als das Erkennen unseres Selbst in dem anderen und die Leidenschaft, die in diesem Erkennen versteckt ist.
Lieben Ob du's noch denkst, daß ich dir Äpfel brachte und dir das Goldhaar glattstrich leis und lind? Weißt du, das war, als ich noch gerne lachte, und du warst damals noch ein Kind. Dann ward ich ernst. In meinem Herzen brannte ein junges Hoffen und ein alter Gram ... Zur Zeit, als einmal dir die Gouvernante den ›Werther‹ aus den Händen nahm. Der Frühling rief. Ich küßte dir die Wangen, dein Auge sah mich groß und selig an. Das war ein Sonntag. Ferne Glocken klangen, und Lichter gingen durch den Tann ...
Wenn rechte Liebe ist, da spricht sie: Ich frage nicht, was du hast oder wie du bist, denn ich will dich.
Ich weiß, alles ist vergänglich, nur nicht die Gewißheit der naturgewollten Zuneigungen.
Alle Flammen sind im Grunde »liebende Flammen«, irregegangene Liebes- und Sehnsuchtskräfte. Und solange die Flammennatur im Menschen noch nicht erloschen ist, gibt es noch immer Erlösungsmöglichkeiten für ihn. Sie muß nur geklärt und in ihrer Richtung zum Göttlichen hin gewandelt werden.
Nur wenn das Lieben Pflicht ist, nur dann ist die Liebe ewig glücklich gegen Verzweiflung gesichert.
Die Liebe macht alles bedeutend und wirft einen Himmelsschleier auf alles, was sie betrachtet. Was sie anrührt, wird Gold.
Der Liebesgarten Wenn Nachts der freundliche Schlummer Die silbernen Fäden webt, Da trägt es mich flugs in ein Gärtchen, Wo Liebe nur schafft und lebt. Drin grünet manch seliges Plätzchen, Drin blühet manch lieblicher Strauß; Da pfleg' ich mein friedliches Gärtchen Und schmück es gar sorglich aus. Mit Freuden und Leiden der Liebe, Bis der purpurne Morgen kam, Doch nicht mit all meinen Freuden Und nicht mit all meinem Gram! Denn würde zur farbigen Blume Jedweder selige Traum, Für all die Blüthen und Blumen Wär' in dem Gärtchen nicht Raum. Und fiele gar jegliche Thräne Als Thau auf die Fluren schwer, Bald sähe man statt des Gärtchens Ein blitzendes Perlenmeer. Und lächelten Blicke der Liebe Als Sonnen von Himmelshöhn, Bald glänzten auf's Gärtchen mehr Sonnen Als Halme auf Wiesen stehn. Und flatterte jegliches Küßchen Als farbiger Schmetterling, Bald blühten zu wenig der Blumen Den Faltern im Gartenring. Doch trübte jeglicher Zwiespalt Als Wolke der Sonnen Schein, Traun, oben am Himmel blieb' es Wohl ewig heiter und rein. Und wüchse jegliche Untreu Des Liebchens als Schierlingskraut, Ich hätte die Schierlingsstaude Im Gärtchen noch nie erschaut. So träum' ich mir Nachts mein Gärtchen Aus der Liebe Freuden und Gram; Wie anders doch ist es zu schauen, Wenn wieder der Morgen kam! Die Falter sind all' entflogen, Die Sonnen sind alle verglüht, Die seligen Plätzchen verschwunden, Die Blumen versengt und verblüht. Der einzige Thau sind die Thränen, Der Schierling das einzige Grün, Und über erstorbenen Keimen Ziehn düstere Wolken dahin.
Die Liebe geht in die männliche Seele durch die Augen ein, in die weibliche durch die Ohren. Und dann, die weibliche Seele, trunken von der Magie des Wortes, formt mit ihrer fruchtbaren Phantasie ideale Gestalten, flattert herum in Traumwelten, und lebt mit Einbildungen.
Die Summe der Liebe und Freundschaft, welche wir hier auf Erden erwerben, ist das beste Gut.
Letztendlich bringt die große feurige Liebe Verdrießlichkeit und ist somit schädlich, wie das sehr schmackhafte Mahl für den Magen.