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26202 Sprüche gefunden

Alles/ was die Welt vns schencket Nimmt die Welt/ wenn wir hingehn/ Liebe nur bleibt ewig stehn! Lieb' ist/ die kein Sterben kräncket/ Liebe bricht durch Grab vnd Tod Liebe trit mit vns für Gott.

Gryphius, A., Gedichte. Oden. Das dritte Buch. 1657, 12. Aus: Was Gott zusammen füget/ sol Niemand scheiden. Halleluja!

Je feuriger man liebt, desto leichter verwandelt sich die Liebe in Haß.

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Du hast mein Herz gefangen mit deiner weißen Hand, du hast mein Herz bestricket mit einem roten Band. Ich komm zu dir gegangen, mein Herz gib wieder her; denn da, wo es geschlagen, ist alles taub und leer. Was willst du mit zwei Herzen, drum gib zurück es mir; und willst du es behalten, so gib mir deins dafür.

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Die verschwiegene Nachtigall Unter der Linden, an der Haide, wo ich mit meinem Trauten saß, da mögt ihr finden, wie wir beide die Blumen brachen und das Gras. Vor dem Wald mit süßem Schall, Tandaradei! sang im Tal die Nachtigall. Ich kam gegangen zu der Aue, mein Liebster kam vor mir dahin. Ich ward empfangen als hehre Fraue, daß ich noch immer selig bin. Ob er mir auch Küsse bot? Tandaradei! Seht, wie ist mein Mund so rot! Wie ich da ruhte, wüßt' es einer, behüte Gott, ich schämte mich. Wie mich der Gute herzte, keiner erfahre das als er und ich – und ein kleines Vögelein, Tandaradei! das wird wohl verschwiegen sein.

Vogelweide, W., Gedichte. Die verschwiegene Nachtigall, nachgedichtet von Karl Simrock

Aus banger Brust Die Rosen leuchten immer noch, die dunklen Blätter zittern sacht, ich bin im Grase aufgewacht, o kämst du doch, es ist so tiefe Mitternacht. Den Mond verdeckt das Gartenthor, sein Licht fließt über in den See, die Weiden stehn so still empor, mein Nacken wühlt im feuchten Klee, so liebt' ich dich noch nie zuvor! So hab' ich es noch nie gewußt, so oft ich deinen Hals umschloß und blind dein Innerstes genoß, warum du so aus banger Brust aufstöhntest, wenn ich überfloß. O jetzt, o hättest du gesehn, wie dort das Glühwurmpärchen kroch! Ich will nie wieder von dir gehn! O kämst du doch! Die Rosen leuchten immer noch.

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Sonett der Verschmähten Einst war ich nur ein ungetanzter Tanz, Ein nie gesungen Lied, erstickter Klang Und halber Atemzug. O weher Kranz, Den man auf meine junge Stirne zwang. Nun bin ich alles: Tanz und Klang und Sinn Und tiefer Atem, Lied das froh sich hebt; Und weiß: ich bin durch ihn nur was ich bin Und starb um dies und hab um dies gelebt. Mit solchen Kronen krönt er mein Geschick. Er ist durch sich. Ich kann nicht gleiches geben. Doch wenn ich einst, noch flammenden Gesichts, Mir auch gestehen müßte, daß ich nichts Ihm war als nur ein flüchtger Augenblick – Er war ja doch mein ganzes junges Leben.

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Die Liebe hat einen süßen Geschmack, aber nur mit dem Brot zusammen.

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Mein Herz springt eilends, sobald ich an meine Liebe zu dir denke. Es läßt mich nicht wie ein Mensch gehen und hüpft auf seinem Platz. "Halte nicht an! Du erreichst das Ziel!" sagt es mir, so oft ich an ihn denke. Mach mir, mein Herz, keinen Kummer! Warum handelst du töricht?

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Die erste Leidenschaft ist selten Liebe, die letzte Liebe selten Leidenschaft.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Und wir werden zusammen schweigen – und ich werde mein Haupt an dich legen – und du wirst dein Haupt auf mich neigen – und ich werde den Nacken bewegen und deinen Lippen entgegenstreben und Leben von ihnen trinken und ihnen spenden – und wieder zurück dann sinken und Brust nur und Wimper noch regen – und dann werden wir wieder zusammen schweigen – um dann aber das Schweigen zu enden – und aber zu enden in Schweigen – in ewigen Wenden.

Morgenstern, C., Gedichte. Aus: Und aber ründet sich ein Kranz, 1902

Gegenliebe Wenn, o Mädchen, wenn dein Blut Reger dir am Herzen wühlte; Wenn dies Herz von meiner Glut Nur die leise Wärme fühlte. Wenn dein schöner Herzensdank Meiner Liebe Gruß empfinge; Und dir willig, ohne Zwang, Kuß auf Kuß vom Munde ginge: O dann würde meine Brust Ihre Flamme nicht mehr fassen, Alles könnt' ich dann mit Lust, Leib und Leben könnt' ich lassen. Gegengunst erhöhet Gunst, Gegenliebe nähret Liebe, Und entflammt zur Feuersbrunst, Was sonst Aschenfünkchen bliebe.

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Weil Eros ein griechischer Gott war, deshalb wissen wir, wie man liebt.

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Je höher der Kirchturm, desto schöner das Geläute. Und je weiter zum Dirndl, desto größer die Freude. Je tiefer das Wasser, desto weißer die Fisch, je weiter mein Schätzel, desto lieber mir's ist. Daß es im Walde dunkel ist, das macht ja das Holz, daß mir mein Schätzel untreu ist, das macht ja sein Stolz. Zwei schneeweiße Tauben fliegen über mein Haus; der Schatz, wo mir bestimmt ist, der bleibt mir nit aus. Je dunkler die Nacht, desto heller die Stern; je heimlicher die Lieb ist, desto mehr hab ich sie gern.

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Der einzige Platz, wo die Liebe vor dem Sex kommt, ist das Lexikon.

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Zweifelnde Liebe Blau der See! Vom hohen Schilfe rings umgrenzet, Blau dein Aug', von braunen Wimpern hold umkränzet, Wie im See sich malt der Sterne bunt Gewimmel, So in deinen Augen spiegelt sich mein Himmel. Aber wie im See die Nachen schwanken, Also, schau ich dir ins Auge, die Gedanken. Feucht und kühl der Wasserfluten licht Geflimmer, Blickt auch kühl dein lichtes Auge? Weiß es nimmer. Liebst du mich? So frag' ich täglich, frag' ich stündlich; Doch dein Herz ist gleich dem Meere, unergründlich.

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Es reicht, wenn du liebst, und du hörst auf, frei zu sein.

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Liebe und Freundschaft brauchen Freiheit der Wahl zu ihrer glücklichen Entstehung.

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Stille Zeit Die Tage rinnen leise hin… Ein jeder bringt ein liebes Glück Und eine liebe Sorge mit, Und schau ich so den Weg zurück, Den ich mit dir gegangen bin, Da will es mir fast bange werden Um so viel Seligkeit auf Erden.

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Ein ungeschickter Liebhaber ist wie ein Affe, der versucht, auf einer Violine zu spielen.

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Liebe ist der Grund unseres Daseins, sein Zweck und sein Ziel. Nur durch die Liebe lernen wir uns selbst, Welt und Leben verstehen.

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Die Liebe ist ein unbedingtes Gefühl, das man mit Vorsicht vielleicht vermeiden, aber nicht besiegen kann, und das, einmal geboren, nur seines natürlichen Todes sterben kann oder an gänzlichem Mangel an Hoffnung.

Laclos, Gefährliche Liebschaften (Les Liaisons dangereuses), 1782