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Die Liebe gleicht in vielen Fällen einer Tragödie, doch ist schon oft der zweite Akt die Katastrophe.
Wenn wir Menschen lieben, denen wir gleichgültig sind, nennen wir sie herzlos.
Lieben und dafür sterben können, gehört genauso zusammen wie anzünden und verbrennen.
Leg deine Hand in meine und spüre mich, die aus den Steinen wuchsen, die wissen sich, denen ist Sehen gegeben wie andern der Duft; und ein hämmerndes Hören, so einer ruft, den die Stürme umpeitschen, der im wehrenden Blatt den letzten rieselnden Tropf verschüttet hat. Deine Hände und meine sindeineHand! Lass und Berg und Baum sein und Strom und Land und weite offene Meere für jede Fracht; und einer vom Heer der Sterne um Mitternacht.
"Ich liebe", sagte das Leid und lächelte, "ich leide", sagte die Liebe und grüßte; da wurden sie Schwestern auf ewig.
Die Liebe ist die heftigste aller Leidenschaften, weil sie zugleich alle moralischen und physischen Gefühle des Menschen in Anspruch nimmt.
Mancher hat vielleicht nur darum kein Glück in der Liebe, weil er zu viel Glück bei Frauen hatte.
Der Sabbat deines Lebens will ich sein Der Sabbat deines Lebens will ich sein. Wenn dich umstrickt des Alltags grau Gespinst − In meine Seele flüchte dich hinein, Dass du dein tiefstes Wesen neu gewinnst. So oft dicht laut umdrängt des Tages Strom, Der Schrei der Tiefe dir entgegengellt − In meine Stille strebe, wie zum Dom Der Gläubige, wenn ihn bedrängt die Welt.
Eiche und Rose Es hat sich eine Rose gerankt An eine alte Eiche. Da haben leise gebebt, geschwankt Die zeitbewährten Zweige. Die Eiche hat nie im Sturm gewankt, Kein Blitz hat sie erschüttert − Doch als doch zu ihr die Rose gerankt, Da ist sie leise erzittert.
Trost im Altern Es dunkelt schon. Die Sterne schauen trübe, Des Tages Klänge schweigen und verhallen − Lass mich die Hände auf den deinen falten, − Des Alters Stachel raubt allein die Liebe! Wie reich die Lieder dir am Herzen fluten! O sei gewiss, mein Freund, mein Trautgefährte, Dass ich im weißen Haar dich lieben werde Noch brünstiger, denn einst in Jugendgluten.
Die Liebe kennt keine Grenzen: Wenn man glücklich ist, will man das Paradies; hat man das Paradies, will man den Himmel, und wer nicht den Himmel gefunden hat, der hat nie geliebt!
Wie selten ist es, dass sich die Herzen auf gesundem Untergrunde vereinen; denn Macht und Wohlstand sind Staub und Asche, wenn die Liebe fehlt, und die Liebe verflüchtigt, wenn der Wohlstand fehlt.
Die Liebe ist wohl stärker als der Überfluss, mächtiger als alle Schätze und Reichtümer der Welt, aber sie verträgt die Nahrungssorgen nicht, und die brennendsten Liebesflammen sind nicht imstande, den Küchenherd anzuzünden, um die Suppe zu kochen.
Die Jugend weiß nicht, was wahre Liebe ist. Die Früchte des Baumes reifen ja erst, wenn die Blätter verwelken.
Die Liebe ist der Zaubergarten, den man nur einmal betritt.