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26202 Sprüche gefunden

Man schmeichelt sich ins Leben hinein, aber das Leben schmeichelt uns nicht.

Goethe, Die Wahlverwandtschaften, 1809. 2. Teil, 7. Kap., Gehülfe zu Ottilie

Das Leben kennt den Weg.

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Wird nur erst der Himmel heiter, Tausend zählt ihr, und noch weiter.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Gott, Gemüt und die Welt

Auf dem Faulbett Auf mein Faulbett hingestreckt Überdenk' ich so meine Tage, Forschend, was wohl dahintersteckt. Daß ich nur immer klage. Ich habe zu essen, ich habe Tabak, Ich lebe in jeder Sphäre, Ich liebe je nach meinem Geschmack Blaustrumpf oder Hetäre. Die sexuelle Psychopathie, Ich habe sie längst überwunden - Und dennoch, ich vergess' es nie, Es waren doch schöne Stunden.

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Wirklich zu leben – das ist das Allerseltenste auf dieser Welt. Die meisten Menschen existieren nur, sonst nichts.

Wilde, Der Sozialismus und die Seele des Menschen. Aus dem Zuchthaus zu Reading. Aesthetisches Manifest (The Soul of Man under Socialism), Erstdruck 1891. Übersetzt von Paul Wertheimer

Über seine Verhältnisse kann man nur leben, wenn man welche hat.

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Und es ist eine große tröstende Wahrheit, auch der Allerelendeste ist fast unter allen Umständen fähig, zu einer alle Bedürfnisse der Menschheit befriedigenden Lebensart zu gelangen.

Pestalozzi, Bruchstück aus der Geschichte der niedrigsten Menschheit, 1778

Das ganze Leben besteht in einem ständigen Neubeginn.

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Unsere Lebenszeit ist wie ein Baum – und die Stunden wie Axthiebe.

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Die Zeit So ist nun mal die Zeit allhie', erst trägt sie dich, dann trägst du sie, und wann's vorüber, weißt du nie!

Busch, Bildergeschichten. Hernach, 1908

Das Leben besteht aus einer ununterbrochenen Folge von Stimmungen, sie gleichen den Rosenkranzperlen auf den Gebetketten. Wenn wir sie der Reihe nach durchgehen, erweisen sie sich als verschieden gefärbte Linsen, die die Welt in ihre eigenen Farben tauchen. Jede von ihnen zeigt uns, was in ihrem Brennpunkt liegt.

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Leben versteht sich als Dienst, nicht als Selbsterfüllung.

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Die geistige Schönheit der Seele ist darin gelegen, daß der Wandel und das Tun des Menschen gemäß und wohl angepaßt sei der geistigen Klarheit der Vernunft.

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Das Landleben ist vorzuziehen, denn dort sehen wir die Werke Gottes, aber in den Städten wenig mehr als die Werke der Menschen.

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Ich denke an jede Kleinigkeit zwischen mir und ihr und fühle, daß Kleinigkeiten die Summe des Lebens ausmachen.

Dickens, David Copperfield (David Copperfield or The Personal History, Adventures, Experience and Observation of David Copperfield the Younger of Blunderstone Rookery (Which He Never Meant to Publish on Any Account)), 1849/50

Zwei Stützen hat das Leben – Arbeit und Geduld.

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Bundeslied der Galgenbrüder O schauerliche Lebenswirrn, wir hängen hier am roten Zwirn! Die Unke unkt, die Spinne spinnt, und schiefe Scheitel kämmt der Wind. O Greule, Greule, wüste Greule! Du bist verflucht! so sagt die Eule. Der Sterne Licht am Mond zerbricht. Doch dich zerbrach's noch immer nicht. O Greule, Greule, wüste Greule! Hört ihr den Huf der Silbergäule? Es schreit der Kauz: pardauz! pardauz! da taut's, da graut's, da braut's, da blaut's!

Morgenstern, C., Gedichte. Galgenlieder

Noch gestern nahm ich mich als Bruchstück wahr, das ohne jedes Gleichmaß in der Lebenssphäre zittert. Heute nun weiß ich, dass ich die Sphäre bin und sich das ganze Leben in rhythmischen Fragmenten in mir bewegt.

Gibran, Sand und Schaum. Aphorismen (Sand and Foam), 1926, übersetzt von Hans-Josef Fritschi, Books on Demand 2018

Gründlich das Leben zu kennen ist des Weisen wichtigste Aufgabe. Gründlich den Tod zu kennen ist der Weisheit letzter Schluß.

Lü Bu We, Frühling und Herbst des Lü Bu We (Lüshi chunqiu), 239 v. Chr.; übersetzt von Richard Wilhelm 1928. Erster Teil. Buch X - Mong Dung Gi. 2. Kapitel: Beschränkung der Beerdigungssitten / Dsiä Sang

Nichts beweist mehr Mangel an Lebensweisheit und Vernunft, als das Verlangen, das ganze Leben solle immer weise und vernunftgemäß sein.

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Wolle nicht zurückbleiben auf deinem Weg. Wolle nicht umkehren und nicht vom Weg abgehen. Wer nicht vorangeht, bleibt zurück. Wer zu dem zurückläuft, das er verlassen hat, der geht rückwärts. Besser der Lahme auf dem Weg als der Läufer auf dem Irrweg.

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