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26202 Sprüche gefunden

Der Mensch muß sich durchs Leben drängen, wie die sich entwickelnde Blume durch den Kot.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Das menschliche Leben zerfällt in zwei Hälften, in der ersten wünscht man sich die zweite herbei, und in der zweiten wünscht man sich die erste zurück. Die Erfahrung besteht darin, daß man erfährt, was man nicht zu erfahren wünscht.

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Ein Kampfplatz ist die Welt; das Kränzlein und die Kron Trägt keiner, der nicht kämpft, mit Ruhm und Ehrn davon.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Das Leben ist ein Schultyrann.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Leben ist die Kunst, taugliche Schlußfolgerungen aus unzureichenden Prämissen zu ziehen.

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Das Leben: ein langes Verfahren, müde zu werden.

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Das Leben ist nur ein Traum, aber wecke mich nicht auf.

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Das Leben ist einmalig. Der Tod ist endgültig.

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Vielleicht ist das Leben ein Brief, der erst nach dem Tod geöffnet werden darf?

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Ewiges Leben – was ist das anderes als eine Wunschprojektion.

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Ewiges Leben – eine Vertröstung für die Unterdrückten.

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Denn es gibt in jeglichem Leben harte Schläge, wie es in jeglichem Sommer Gewitter gibt, und je schöner der Sommer ist, um so mächtiger donnern die einzelnen Gewitter über die Erde.

Gotthelf, Geld und Geist oder Die Versöhnung, 1843/44. Erster Teil

Nicht gemeinschaftliche Ziele haben deine Tätigkeit zu bestimmen, sondern der Zweck deines Lebens, der mit dem Zwecke aller Menschen identisch ist, hat dies zu tun.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Das Leben! Ein besuchtes Theater! Aber ich glaube, man gibt dafür zu viele Einlasskarten aus.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Das Leben gleicht öfter einem Roman als die Romane dem Leben.

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Den Bau des öffentlichen Lebens kann nur die sittliche Vervollkommnung der Menschen verbessern.

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»Erst habe ich gemerkt«, sagte ich, »wie es ist [das Leben]. Und dann habe ich verstanden, warum es so ist – und dann habe ich begriffen, warum es nicht anders sein kann. Und doch möchte ich, daß es anders wird. Es ist eine Frage der Kraft. Wenn man sich selber treu bleibt . . . «

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schloß Gripsholm, 1931. Zweites Kapitel

…die Sache ist so: während man sein Leben lebt, bildet man gleichsam eine organische Ganzheit mit allem Leben. Doch sobald man mit dem geistigen Leben anfängt, reißt man den Apfel ab. Man trennt die Verbindung zwischen Apfel und Baum: die organische Verbindung. Und wenn man nichts anderes im Leben hat, als nur das geistige Leben, dann ist man selber ein abgerissener Apfel … ein vom Baum gefallener Apfel.

Lawrence, Lady Chatterleys Liebhaber, auch: Lady Chatterley und ihr Liebhaber (Lady Chatterley’s Lover), 1928

Hyperions Schicksalslied Ihr wandelt droben im Licht Auf weichem Boden, selige Genien! Glänzende Götterlüfte Rühren euch leicht, Wie die Finger der Künstlerin Heilige Saiten. Schicksallos, wie der schlafende Säugling, atmen die Himmlischen; Keusch bewahrt In bescheidener Knospe, Blühet ewig Ihnen der Geist, Und die seligen Augen Blicken in stiller Ewiger Klarheit. Doch uns ist gegeben, Auf keiner Stätte zu ruhn, Es schwinden, es fallen Die leidenden Menschen Blindlings von einer Stunde zur andern, Wie Wasser von Klippe Zu Klippe geworfen, Jahr lang ins Ungewisse hinab.

Hölderlin, F., Gedichte

Das Leben ist eine Plünderung des inneren Menschen.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1840

Man sollte gar nicht glauben, wie gut man auch ohne die Erfindungen des Jahres 2500 auskommen kann.

Tucholsky, Werke 1907-1935. Schnipsel [3], in: Die Weltbühne, 29.03.1932, Nr. 13 (Peter Panter)