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26202 Sprüche gefunden

Wir alle sind der flüchtigen Stunde Spiel. Wer kann anklagen und wer verdammen? Nur das Leben lohnt und rächt das Leben.

Jensen, Sonne und Schatten, 2 Bde., 1873

Unser Leben ist ein stetes Neubeginnen. Entscheidend ist nur, daß man den Mut nicht verliert.

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Das Leben setzt sich nicht nur aus großen Ereignissen und starken Effekten zusammen, welche den Charakter stählen, indem sie seine Kraft aufrufen, vielmehr aus einer Kette von Mühen und Widerwärtigkeiten, die zu gering sind, um zu schmerzen, aber durch ihre stete Wiederkehr die Kraft ermüden und die innere Harmonie stören.

Stahl, Ein weiblicher Arzt, 1863

Suche dir nicht beständig deinen eigenen Weg, sondern folge dem, den du geführt wirst.

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Das Los der Gesegneten liegt im Genusse höherer Erkenntnis, erweiterter Tätigkeit und Seligkeit, d. i. Gottesgemeinschaft; wofür? Für geringe Taten und gegen kleine Leiden.

Werner, Herder als Theologe. Ein Beitrag zur Geschichte der protestantischen Theologie, 1871

Es kommt nicht darauf an, wo der Mensch steht, es kommt darauf an, wohin er geht.

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Der moralische Mensch hat so gut seine Respiration wie der physische, und nur durch diese bleiben wir lebendig.

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Lass uns darauf bedacht sein, es mit unserem Leben zu halten wie mit besonders kostbaren Gegenständen: nicht viel Raum soll es einnehmen, aber viel wiegen; lass es uns an der Tat, nicht an der Dauer messen.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 93. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Hoc agamus ut quemadmodum pretiosa rerum sic vita nostra non multum pateat sed multum pendeat; actu illam metiamur, non tempore

Drei gute Dinge sind: strenge Erziehung, heilsame Stöße des Schicksals und Durst nach Wahrheit. Man darf wohl fröhlich sein; drei Dinge sind schön: ein wohlgeratener Mann, eine wohlgetan hold Weib und der blaue lichte Himmel. Drei Dinge sind schöner: Gesang, edle Sitten und gutes Gespräch. Drei Dinge sind die schönsten: Erkenntnis, Tätigkeit und selbstlose Liebe. Drei Dinge sind klein: ein Floh, ein Zwerg und ein Mensch, der nicht sterben will den Tod des Ich. Drei Dinge sind häßlich: eine Kröte, die dumpfe Lust und die Angst vor dem Geistlicht.

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Verachtet mich jemand? Das ist seine Sache. Meine Sache aber ist es, nichts zu tun oder zu sagen, was Verachtung verdient. Haßt er mich, so ist das wieder seine Sache, die meinige dagegen, liebreich und wohlwollend gegen alle Menschen zu sein [...].

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 11,13. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Ach! an der Erde Brust Sind wir zum Leide da.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Nacht, Chor der Jünger

Das Kind und das Tier und die Blume Sie wurden in meinem Sein Zum letzten Heiligtume, Allanders ist schwere Pein.

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Drei Tage weiß ich nur als Gestern, Heut und Morgen: Wenn aber Gestern wird ins Heut und Nun verborgen Und Morgen ausgelöscht, so leb ich jenen Tag, Den ich, noch eh ich ward, in Gott zu leben pflag.

Silesius, Cherubinischer Wandersmann, 1675

Wer unter uns die Freuden und Leiden des Lebens am besten zu ertragen vermag, der ist meines Erachtens am besten erzogen.

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Was ich soll? Wer löst mir je die Frage? Was ich kann? Wer gönnt mir den Versuch? Was ich muß? Vermag ich's ohne Klage? So viel Arbeit um ein Leichentuch!

Platen, Gedichte. Ausgabe 1834. Romanzen und Jugendlieder. Aus: Noch im wollustvollen Mai des Lebens

Schone des Lebens, damit herznagende Sorg' es nicht töte.

Braun, Die Weisen von Hellas als Sänger; oder: Blumen griechischer Lyrik, Elegie und ethischer Dichtkunst, 1822

Die Kunst zu leben besteht in dem Vermögen, die Reste der Vergangenheit zu jeder Zeit durchstreichen zu können.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1838

Wenn du leben willst, mußt du zunächst an deinem eigenen Begräbnis teilnehmen.

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Gebunden führt der Weg uns alle durch das Leben, Sanft, wenn wir willig geh'n, rauh, wenn wir widerstreben.

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Oft schläft, wie edles Samenkorn, Das Herz der Sterblichen in toter Schale, Bis ihre Zeit gekommen ist [...].

Hölderlin, Der Tod des Empedokles, entstanden 1797-1800, unvollendetes Drama, posthum veröffentlicht in drei Fassungen 1846. 2. Akt, 4. Auftritt, Empedokles (Erste Fassung)

Was ist der Tod gegen ein Leben ohne Mut zum Leben?

Bjørnson, Über die Kraft I (Over Ævne I), 1883