Alle Sprüche
Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.
26202 Sprüche gefunden
Die Winterwasser rauschen, dem Bache muß ich lauschen, der unterm Brückstein quillt; so rauscht das junge Leben und will das Schicksal heben und gurgelt so und schwillt; die Quadern bleiben liegen, das Wasser muß sich schmiegen, und schäumt's auch noch so wild.
Nach bestimmten Gesetzen treten wir ins Leben ein, die Tage sind gezählt, die uns zum Anblicke des Lichts reif machen, aber für die Lebensdauer ist kein Gesetz. Der schwächste Lebensfaden zieht sich in unerwartete Länge, und den stärksten zerschneidet gewaltsam die Schere einer Parze, die sich in Widersprüchen zu gefallen scheint.
An den Scheidewegen des Lebens ist die erste kleine Pflicht, die sich zeigt, gewöhnlich ein Wegweiser.
An meinem Leben liegt mir gar nichts. Was hat man von die fünfzig bis sechzig Jahre langen Luftschnapperei? Da hat sich die Natur ausgezeichnet! Ohne Luft kann man nicht leben, und von der Luft kann man aber auch nicht leben. Kannst du uns Luft geben umsonst, gib uns die Nahrung auch zu diesem Preis! Zu was die Plag und das G'frett? 's Leben ist sein Lebtag nicht wert, daß man sich so 's Leben abifrißt, um sich's 's Leben zu erhalten.
Es wäre besser gewesen, es wie alle Welt zu machen, das Leben weder zu ernst noch allzu lächerlich zu nehmen.
Was dem Leben eines Menschen erst Wert gibt, ist ein besonnenes Urteil und eine stetige Arbeitskraft.
Das Leben korrigiert unsere Ideale später wie Schüleraufgaben und füllt die durchgestrichenen Stellen aus, welche sich zuletzt – durch unsere Erfahrung – als die rechte Logik bestätigen.
Der Schenken Lärm, des Dammes glatter Schlamm, Auf schwarzer Straße blattlos Stamm nach Stamm – Der Omnibus, Orkan aus Eisen, schrillt Heran, von den vier Rädern schief umquirlt, Schmeißt Schmutz und dreht die Augen grün und rot, Arbeiter waten schlüpfrig durch den Kot Und rauchen Polizisten ins Gesicht, Es tropft und trieft und Dach und Asphalt bricht Von Wassern, die der Ausguß rückwärts stieß – Mein Weg! Am Ende liegt das Paradies.
Man soll nicht mehr lernen, als man unbedingt gegen das Leben braucht.
Eine der Ursachen unseres Ungemachs ist die, dass wir uns in unserer Lebensweise nach dem Beispiel anderer richten und uns nicht durch die Vernunft leiten lassen, sondern der Gewohnheit als Führerin folgen.
Ein Album ist der Menschen inn'res Leben, Das aufbewahrt in Gottes Händen bleibt, Ein leeres Blatt wird Jeglichem gegeben, Und Jeder ist nur, was er darauf schreibt.
Das Leben – es ist die Erinnerung an den vorüberfliegenden Tag, den wir zu Gast zugebracht haben.
Es gibt keinerlei Lebensbedingungen, an die sich der Mensch nicht gewöhnen könnte, namentlich wenn er sieht, daß seine ganze Umgebung das gleiche Leben führt.
Das Leben ist für die meisten ein Geschäft.
Nicht auf dem Boden deiner Erde wandelst du, armer Mensch, sondern auf einem Dach deines Hauses, das durch viel Überschwemmungen erst zu dem werden konnte, was es dir jetzt ist.
Auf die ewige Lebendigkeit aber kommt es an: Was ist am „ewigen Leben“ und überhaupt am Leben gelegen!
Das Leben ist das einzige Mittel, um der Vergangenheit, den Erinnerungen, uns selber zu entfliehen. Nicht als ob wir ihnen treulos werden wollten, sie bleiben uns und wir bleiben ihnen. Aber das Leben stiftet seinen Frieden dazwischen.
Drachenhort Es reift am Lebensbaum in immer neuer Und wechselnder Gestalt wohl manche Frucht, Doch drunter wacht ein mächtig Ungeheuer, Das lauert tückisch, ob der Mensch versucht Nach jenem Schatz die kühne Hand zu heben! Es lächelt hämisch, wenn er kämpft und ringt... O laß die Frucht! Du wirst sie nie erstreben, Weil stets das Ungeheuer sie verschlingt. Die gold'nen Früchte nennt man: Lebensglück, Das Ungeheuer aber Mißgeschick!
Es geschieht so oft, daß uns aus scheinbaren Vorzügen Schaden und aus scheinbaren Mängeln das Heil unseres Lebens erwächst.