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26202 Sprüche gefunden

Der kleine Affenpinscher kläfft jeden an, auch wenn ihm keiner was tut – der große Bernhardiner bellt nur, wenn er gereizt wird. So ist die geistige Überhebung der Dummen stets in der Offensive, während die geistige Überlegenheit der Klugen nur in der Defensive zutage tritt.

Sacks, Kabarett des Lebens, o.J. [1925]

Das Leben ist eine fortlaufende Kette von Treulosigkeiten.

France, Die rote Lilie (Le lys rouge), 1894

Leben und Tod Macht dir das Erdendasein Pein, Bedenke in Not: Wirst nicht so lange lebend sein, Wie später tot.

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Alles Leben trägt sein Ideal in sich: der innerste Trieb des geistigen Lebens ist die Bewegung nach der Idee, nach einer größeren Vortrefflichkeit. Dieser Trieb ist ihm angeboren, bei seinem Ursprung eingepflanzt.

Ranke, Sämtliche Werke, 48 Bde. (1867-86); Bde. 49-54 posthum (1887-90). Politisches Gespräch

Wir vergessen immer, dass ein jeder Tag uns dem Ende um einen Schritt näher bringt.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Wenn man anfängt, das Leben zu verstehen, versteht es uns nicht mehr.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Zum Lebensweg Willst du tapfer schreiten lernen Mußt du nicht nach Himmelsfernen, Sondern auf die Erde schauen, Und dabei nach klugen Frauen.

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Man lebt nur einmal! Probier's aus!

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Denn wirklich, wie ja in des Menschen Leben nie etwas Neues kommt, sondern nur neue Formen auftauchen, soviel sich auch ereignen mag, so schweifte das Sinnen des Sintlingers in jenen langen Monaten in Gegenden, durch die ihn sein Rausch getrieben hatte.

Stehr, Der Heiligenhof, 2 Bde., 1918. Drittes Buch, 1. Kapitel

Jeder lebt sein Leben – auch wenn es verpfuscht ist.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Schreckhaft Nachdem er am Sonntagmorgen Vor seinem Spiegel gestanden, Verschwanden die letzten Sorgen Und Zweifel, die noch vorhanden. Er wurde so verwegen, Daß er nicht länger schwankte. Er schrieb ihr. Sie dagegen Erwidert: Nein! Sie dankte. Der Schreck, den er da hatte, Hätt' ihn fast umgeschmissen, Als hätt' ihn eine Ratte Plötzlich ins Herz gebissen.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Was wird, vergeht.

Buddha, in: Breviere ausländischer Denker und Dichter. Band II: Worte Buddhas, hg. von Edgar Alfred Regener, Minden in Westfalen 1906

Das Alter an sich ist kein Gegenstand der Trauer, vielmehr des Dankes, wenn wir unser Werk vollbracht haben. Gott behandelt uns darin nach seiner Gnade, nicht nach seiner Strenge. Mit den Getreuen unter uns wird es also geschehen. Sicherlich kann es einen ernsten Menschen nicht mit Trauer erfüllen, daß er diesen Kampfplatz verlassen darf, und daß er jenseits stille Gefilde vor sich sieht, wo es kein Schlachtgetümmel mehr gibt.

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Manches Leben ward zum Stoppelfeld, ohne daß es Ähren trug.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Der Menschen Geschlechter erscheinen und schwinden, wie Blumen der Wiese, wie Blätter des Hains.

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Was forscht ihr früh und spat dem Quell des Übels nach, da doch kein anderes ist, als Kreatur zu sein?

Platen, Gedichte. Ghaselen, 1821

Wer, durch Wissenschaft und Erfahrung belehrt, alles menschliche Wesen als schal und nichtig erkennt, der ist in jedem Sinne wahrhaft frei.

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma

Lied des Dichters Sonnenschein und Blumenbeete, Alle Blüten sind ja dein! Denk' nicht dran, wie oft verwehte, Was so schön im Frühlingsschein! Weiß und rote Apfelblüten Breiten über dich ihr Zelt; Kümmert's dich, daß Stürme wüten Und die Pracht zu Boden fällt? Willst du gar nach Früchten fragen In des Baumes Blütezeit? Warum seufzen, warum klagen? Kommt ja ohnehin das Leid! Mögen bied're Vogelscheuchen Klappern doch auf ihrer Stang', Schöner als ein ängstlich Keuchen Klingt ein lust'ger Vogelsang. Warum nur den Sperling jagen Von dem reichen Apfelbaum? Mag als Sanglohn ihm behagen, Daß dein Hoffen blieb ein Traum? Glaube, du gewinnst beim Tausche, Hast du statt der Frucht Gesang; Denke, daß die Zeit verrausche! – Auch die Jugend währt nicht lang. Ich will leben, ich will singen, Bis die letzte Hecke kahl. Mag, wer will den Acker düngen Mit den Blättern, gelb und fahl! Auf den Zaun denn! draußen schimmert's, Jedes Tierlein sucht sein Fest; Mir die Blumen; wen bekümmert's, Wer da nimmt den toten Rest!

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Unter den Wesen, die sich in den Gegensätzen des Lebens ergehen, müssen die Menschen dahinscheiden, jeder einzelne für sich; siehe diese Welt als die Fremde an, dann wirst du nicht der Verblendung hienieden verfallen.

Deussen/Strauß (Übers.), Vier philosophische Texte des Mahâbhâratam. Sanatsujâta-Parvan, Bhagavadgîtâ, Mokshadharma, Anugîtâ, 1906. Mokshadharma

Du kaufst nur um des Lebens Preis Die Kunst, das Leben recht zu brauchen.

Geibel, E., Gedichte. Spätherbstblätter. Sprüche, 6.

Den Ernst des Lebens verspüren die meisten erst dann, wenn ihnen die heiteren, frohen Stunden für immer entrückt sind.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913