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26202 Sprüche gefunden
Auch in der Schule des Lebens gibt es trotzige Jungen, und auch hier leisten sie oft das Beste.
Lebst du mit ihr gemeinsam – dann fühlst du dich recht einsam. Bist du aber alleine – dann frieren die Beine. Lebst du zu zweit? Lebst du allein? Der Mittelweg wird wohl das richtige sein.
Das Leben verwandelt uns wunderbar, und wenn wir die Tage nur machen lassen, und uns nicht selbst gegen ihre Macht verstocken, – es werden Dinge möglich, die wir vor Jahr und Tag nicht zu denken vermocht haben, und manches beglückt uns einst, was wir erst mit Abscheu von uns gewiesen haben.
Der Politiker steckt im Leben, unbekannt wo. Der Ästhet flieht aus dem Leben, unbekannt wohin.
Und da man des Lebens mehr froh wird durch das, was man im freien Gebrauche desselben tut, als was man genießt, so können Geistesarbeiten eine andere Art von befördertem Lebensgefühl den Hemmungen entgegensetzen, welche bloß den Körper angehen.
Mußt dich nie nach andern Leuten richten, geh' nur dreist den selbstgewählten Pfad; keinem Helfer darfst du dich verpflichten, eignem Willen folge, eignem Rat!
Laß ab, mein Herz, von Klagen und Sehnen – es scheint die Sonne durch Regen und Tränen; – es ist kein Leben davon befreit: Ein jedes hat seine Regenzeit, und Tage, trüb und traurig.
Und während ich lebe, lebe ich zugleich hier und wie hinter fernen Büschen ...
[Der Wert des Lebens], sofern es in dem besteht, was wir Gutes genießen können, von Menschen überhaupt viel zu hoch angeschlagen wird; sofern es aber nach dem geschätzt wird, was wir Gutes tun können, der höchsten Achtung und Sorgfalt es zu erhalten und fröhlich zu guten Zwecken zu gebrauchen würdig ist.
Wie der liebe Gott größere und kleinere Lichter gemacht hat am Himmel, welche Tag und Nacht regieren und die Jahre zumessen den Menschenkindern, so hat er auch diesen Menschenkindern ein Gefühl in die Seele gelegt, welches die schwindenden Tage mit Bangen zählt, und mit Zagen jedes neu zugemessene Jahr betritt, denn am Ende der Tage ist der Tod. Es ist überhaupt jedes Jahr, welches kommt mit seinen dreihundertundfünfundsechzig Tagen, eine dunkle Wolke, schwanger mit Tod und Not, mit Freude und Lust.
Das ganze Leben besteht aus Wollen und Nicht-Vollbringen, Vollbringen und Nicht-Wollen.
Nichts möchten sich die Menschen lieber erhalten und nichts schonen sie trotzdem weniger als ihr Leben.
Zukunft Wie auf ausgespannten Sturmesschwingen Eilt der Augenblick! – Den Flug der Zeit Hemmt kein Wunsch; des Herzens bange Stunden Schwinden hin, wie seine Seligkeit! Weh den Armen, dessen trüben Sinnen Der Sekunde Glück vergebens blüht, Dem beim leisen Frühlingswehn der Freude Nicht entzückt die blasse Wange glüht! Denn ach! bald verrauscht wie Morgenträume Unser Leben, und der Vorhang sinkt. Wir erwachen; – neue fremde Szenen Warten unser, wo kein Leitstern winkt. Welche dunkle, unbekannte Gegend Jenes fremden Landes, wo noch nie, Nie ein Pilger wiederkehrte, müssen Wir durchwandeln? Wer beschreibt uns sie? Ewigkeit! Vernichtung! – zwischen beiden Bleibt der Sterbliche betroffen stehn, Harrt, daß ihm an der Erfahrung Grenze Soll ein höh'rer Strahl entgegenwehn.
Man kann in verschiedenen Welten leben … aber nur einer gehören.
Jedes scheidende Jahr bringt dich unweigerlich eine Stufe dem Ende näher, es soll dich aber auch eine Stufe höher getragen haben.
Unter allen Völkerschaften haben die Griechen den Traum des Lebens am schönsten geträumt.
Das Leben: ein Tagebuch, in das jeder eine Geschichte schreiben will, die dann doch ganz anders verläuft.
Das Leben ist weder Zweck noch Mittel, das Leben ist ein Recht.
Blasse Menschen seh' ich wandeln, Und die Klag' tönt allerorten: »Schal ist unser Tun und Handeln, Siech und alt sind wir geworden.« Wollt' euch nie bei euerm Forschen Die uralte Mär erklingen Von dem Brunn, darin die morschen Knochen wundersam sich jüngen? Und der Brunn ist keine Dichtung, Fließt so nah vor euren Toren, Euch nur mangelt Weg und Richtung, Ihr nur habt die Spur verloren. Drauß im Wald, im grünen, heitern, Wo die Menschenstimmen schweigen, Wo auf duft'gen Farrenkräutern Nächtlich schwebt der Elfenreigen: Dort, versteckt von Stein und Moose, Rauschet frisch und hell die Welle, Dort entströmt der Erde Schoße Ewig jung die Wunderquelle. Dort, umrauscht von Waldesfrieden, Mag der kranke Sinn gesunden, Und des Lenzes junge Blüten Sprossen über alten Wunden.
Man hat kein Recht, weder auf Dasein, noch auf Arbeit, noch gar auf „Glück“: es steht mit dem einzelnen Menschen nicht anders als mit dem niedersten Wurm.
Bedenke auch, daß alle Zeit, in der wir nicht waren, mag ihre Dauer auch von Ewigkeit sein, für uns wie nicht gewesen ist.