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26202 Sprüche gefunden

Mache nicht schnell jemand deinen Freund, ist er's aber einmal, so muß er's gegen den dritten Mann mit allen seinen Fehlern sein.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Von der Freundschaft

Es gibt einige Freundschaften, die im Himmel beschlossen sind und auf Erden vollzogen werden.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Von der Freundschaft

Meine Sammlung von Lebensweisheiten, Lust und Leid liegen eng beieinander, Grenzüberschreitung kann Lust und Leid bedeuten. Sie läßt dich spüren, daß du lebst.

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Erhält man einen Freund, muß Treue ihn erhalten; Er hält dann fest sein Wort, hat er das Dein' erhalten.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Wer dir als Freund nichts nützen kann, kann allemals als Feind dir schaden.

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Der wahre Freund Der ist mein Freund, der mir stets den Spiegel zeigt, den kleinsten Flecken nicht verschweigt, mich freundlich warnt, mich ernstlich schilt, wenn ich nicht meine Pflicht erfüllt'. Das ist mein Freund – so wenig wie er's scheint! Doch der, der mich stets schmeichelnd preist, mir alles lobt, nie was verweist, zu Fehlern mir die Hände beut, und mir vergibt, eh' ich bereut – das ist mein Feind – so freundlich er auch scheint!"

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Freundschaft will, wie das Feuer, genährt sein, – oder sie stirbet.

Hufeland (Hg.), Worte des Herzens von J. C. Lavater. Für Freunde der Liebe und des Glaubens, hg. von Christoph Wilhelm Hufeland, 8. Auflage 1852 (EA: 1825). Aus: Freundschaft

Die reine Freundschaft reiner Herzen Geht Hand in Hand in Freud und Schmerzen – Kein Glück, kein Mißglück trennet sie!

Lavater, Hand-Bibliotheck für Freünde, 1793 (Manuskript). Aus: Die Freundschaft

Wer Freunde sucht, ist sie zu finden wert, wer keinen hat, hat noch keinen begehrt.

Lessing, G. E., Gedichte. Nachlese zu Lessings Gedichten. Aus: In einem Stammbuch, 1779

Zug um Zug ist eine Regel in der Handlung, aber nicht in der Freundschaft. Handel und Wandel leidet keine Freundschaft, aber Freundschaft leidet auch keinen Handel und Wandel.

Lessing, G. E., Briefe. An Friedrich Nicolai, am 22. Oktober 1762

Dreht sich dein Glücksrad nur ein winziges Stückchen nach rückwärts, so kramen die lautesten deiner Gäste schon nach ihrem Reisegepäck.

Kenkō, Betrachtungen aus der Stille oder Aufzeichnungen der Muße (Tsurezuregusa), entstanden 1334-39, veröffentlicht 1352 (posthum)

Wir haben, solange unser Freund hat.

Lessing, Minna von Barnhelm, oder das Soldatenglück, 1767. 3. Akt, 7. Auftritt, Werner

Eine Frau kann sich keinen festern und reinern Freund erwählen als den Liebhaber einer andern.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Drittes Heftlein. 29. Hundposttag

Steh deinem Freund mit deinem Rat zur Seite, so gut du kannst, auch wenn er dir nicht glauben will. Du aber bist dazu verpflichtet ihm guten Rat zu erteilen.

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Zürnet dein Freund mit dir: so verschaff ihm eine Gelegenheit, dir einen großen Gefallen zu erweisen; darüber muß sein Herz zerfließen, und er wird dich wieder lieben.

Jean Paul, Hesperus oder 45 Hundsposttage. Eine Lebensbeschreibung, 3 Bde., 1795. Erstes Heftlein. Dritter Schalttag

Jeder Freund ist des andern Sonne und Sonnenblume zugleich, er zieht, und er folgt.

Jean Paul, Impromptü's, welche ich künftig in Stammbücher schreiben werde (in: Cotta'sches Taschenbuch für Damen auf das Jahr 1812), 1811

Zur Freundschaft gehört: daß wir einander gleichen, einander in einigem übertreffen, einander in einigem nicht erreichen.

Jean Paul, Bemerkungen, August 1782

Womit kann man sich eine Freundschaft erwerben? Mit Wohlwollen und Gnade, verbunden mit der Tugend: das ist das Seltenste auf der Welt. Wirklich füreinander da zu sein, ist also nur unter wenigen möglich.

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Ich brauche keinen Freund, der sich jedesmal mit mir verändert und mein Kopfnicken erwidert, denn das tut mein Schatten besser.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen)

Es ist schlimm, erst dann zu merken, daß man keine Freunde habe, wenn man wirklich Freunde nötig hat, und es nicht mehr Zeit ist, falsche und unechte Freunde mit treuen und standhaften zu vertauschen.

Plutarch, Moralia (Moralische Schriften und Abhandlungen). Abhandlung, wie man einen Freund vom Schmeichler unterscheiden soll. Übersetzt von Joh. Friedr. Sal. Kaltwasser

Die Glocken klingen viel anders, wenn einem ein lieber Freund gestorben ist.

Aurbacher, Historia von den Lalenbürgern und anderes Volkstümliches, 1897