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26202 Sprüche gefunden

Da haben wirs; wenn ein'n wer verrat, so kann man pariern drauf, es is ein guter Freund.

Nestroy, Lady und Schneider. Posse mit Gesang in zwei Akten, 1849

Halt dich fern von habsüchtigen Freunden, welche nur aus Eigennutz deine Freundschaft suchen.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 28. Kapitel: Wie man sich Freunde machen muss

Bei manchen Menschen ist selbst die Kameradschaft mit Lügen gepflastert.

Vogel, Im Zwielicht. Aphorismen, 1946

Gold hat keinen noch beglückt; Falscher Ehre Lorbeer drückt; Wer nach Wissen hascht, greift Sand, Wissenschaft ist oft nur Tand; Aber Freunde gab uns Gott, Ohne sie ist Leben Tod.

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Um den Werth einer Freundschaft zu beurtheilen, prüfe aufrichtig, was dich mit dem andern verbindet.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein Freund, der in der Trauer bei uns ist, ist wie ein Licht in der Nacht, er zwingt uns doch oder gibt uns wenigstens Gelegenheit, die Gegenstände um uns her zu sehen, zu wissen, daß noch eine Welt da ist und wir uns nicht ganz in der Nacht der Einsamkeit vergraben.

Auerbach, Auf der Höhe. Roman, 1865

Auch in der Freundschaft ist ein Teil immer der tätige, der andere mehr beihelfend und leidend. [...] Einklang ist in dieser Ehe der Seelen weder angenehm noch nützlich, noch möglich. Konsone Töne müssen es sein, die die Melodie des Lebens und des Genusses geben, nicht unisone; sonst verliert sich die Freundschaft bald in bloße Gesellschaft.

Herder, Liebe und Selbstheit. Ein Nachtrag zum Briefe des Hr. Hemsterhuis über das Verlangen, 1781

Wahre Freundschaft Wahre Freundschaft soll nicht wanken, wenn man gleich entfernet ist, weil man doch in den Gedanken, die entfernte Freundschaft küßt. Keine Ader soll mir schlagen, wo ich nicht an dich gedacht, für dich werde ich Liebe tragen bis in tiefe Todesnacht. Wenn der Mühlstein trägt einst Reben und daraus fließt süßer Wein, wenn der Tod mir nimmt das Leben, hör ich auf, dein Freund zu sein.

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Die Freundschaft aus dem Leben wegnehmen wollen heißt, die Sonne aus der Welt verbannen; denn nichts Besseres haben uns die unsterblichen Götter geschenkt und nichts Köstlicheres.

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Verstand und Gemüt: beides verlange ich von meinen Freunden, denn der Verstand allein versteht selten, was das Herz spricht.

Storm, T., Briefe. An Therese Rowohl, im März 1838

Viele, heute befreundet, sind uns morgen Feind.

Sophokles, Ajax (auch Aias oder Rasender Ajax), ca. 449 v. Chr

Die guten Freunde vergessen uns schnell, die haben nächstens wieder einen guten Freund, und deshalb ist es am besten, man sieht sich beizeiten um Feinde um; die behalten uns immer im Gedächtnisse und sagen uns die rühmenswertesten schlechten Eigenschaften nach, wenn wir uns deren schon längst nicht mehr erfreuen.

Spitzer, Wiener Spaziergänge, 7 Bde., 1869-86

Wenn du arm und [be]dürftig bist, so such nicht Große und Reiche dir zu Freunden machen zu wollen. Arme werden von Niemandem geliebt, am wenigsten von Reichen. Mach dir Freunde unter deines Gleichen und nach deinem Stande.

Diez (Übers.), Buch des Kabus oder Lehren des persischen Königs Kjekjawus für seinen Sohn Ghilan Schach, 1811. 28. Kapitel: Wie man sich Freunde machen muss

Wie der Leib ohne Seele, so ist der Mensch ohne Freund.

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Einen Freund gefunden zu haben, das scheinen manche Menschen die Entdeckung eines bequemen Sophas zu nennen, auf welchem sie glauben, sich mit ihren Unarten so recht ausflegeln zu können.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Durch Schweigen verdirbt viel Freundschaft.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Freunde offenbaren einander gerade das am deutlichsten, was sie einander verschweigen.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 13. Kap., Wilhelm zu Friedrich

Das sind auf dieser Welt schon wahre Wunder von Biederkeit, von denen man bei vertrautem Umgang keinen üblen Dienst zu fürchten braucht, ohne natürlich je den geringsten Freundesdienst erwarten zu dürfen.

Leopardi, Gedanken (Pensieri), 1845

Leider wahr! Wenn ein Mann beim Zusammensturz seines Glücksgebäudes in Jammer gerät und vom Schicksal schwer heimgesucht wird, dann werden ihm selbst die besten Freunde feind, und mancher sagt sich von ihm los, der ihm lange treu ergeben war.

Shûdraka, Das Tonwägelchen (Vasantasena oder Mrcchakatika)

Es gibt nichts Schlimmeres als freundschaftliche Bevormundung.

Tschechow, Krankenzimmer Nr. 6 (Палата № 6), 1892

Freundschaft, nicht Geburt, macht uns zu Brüdern.

Schiller, Goethes Schriften. Dritter Band. Über die Iphigenie auf Tauris, 1787. Dritter Aufzug, Orest zu Iphigenie