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26202 Sprüche gefunden

Man zieht einen Hahn nicht auf, damit er sich zum Krähen auf den Kopf setzt.

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Man kann weise sein aus Güte und gut aus Weisheit.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen (in: Weisheit des Herzens, hg. von Heinz Rieder), 1958

Der Weise hat seinen Mund im Herzen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

»Weder lieben, noch hassen« enthält die Hälfte aller Weltklugheit: »nichts sagen und nichts glauben« die andere Hälfte.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Wenn Dich jemand will Weisheit lehren, so siehe in sein Angesicht. Dünket er sich noch; und sei er noch so gelehrt und noch so berühmt, laß ihn und gehe seiner Kundschaft müßig. Was einer nicht hat, das kann er auch nicht geben.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. An meinen Sohn Johannes 1799

Allzu scharf macht schartig.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Sei weise! Geh nicht zu denen, welche von sich reden; sie kennen nur das eigne, liebe Ich. Ein feines Ohr vermeidet die Trompeten; der Weise hält am liebsten sich für sich. Geh nicht zu denen, welche von sich schweigen; auch sie verehren nur ihr liebes Ich. Sie wollen sich als große Schweiger zeigen; der Weise hält am liebsten sich für sich. Und mußt du doch als Mensch zu Menschen gehen. So sprich und schweig, doch beides nicht für dich. Das Sprechen sei für die, die dich verstehen. Das Schweigen für der andern liebes Ich.

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Der kluge Kaufmann verbirgt seine Schätze, als wäre er arm. Der Edle verbirgt seine Weisheit, als wüsste er nichts.

Anonym, Das Buch der Riten, Sitten und Gebräuche (Li Gi, bzw. Lǐjì), wird Konfuzius zugeschrieben, entstand aber erst nach dessen Tod, Teile der Schrift werden auf seine Schüler zurückgeführt, 2. Jhdt. v. Chr.

Den Toren fesselt der Gewänder Pracht, Den Weisen nur der Schönheit stille Macht.

Neuhofer, Gedichte, 2 Bde., 1804. Aus: Poetisches Glaubensbekenntnis

Aller Weisheit Anfang ist Achtung vor der Weisheit.

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Auch der Spiegel der Weisheit wird trüb.

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Der Weise muß zum Schein Oft Torheiten begehen, Sonst würde er allein Und unverstanden stehen.

Martin, Sonnenblumen und Nachtschatten. Spruch-Gedichte, 1865

Was würde aus uns ohne Liebe zur Weisheit, ohne Nachdenken, ohne Weltentrückung und ohne die vernünftige Verachtung, die uns das Wissen um die eitlen, vergänglichen und flüchtigen Dinge eingibt, von denen nur Geizhälse und Anspruchsnarren soviel Wesens machen, weil sie in ihnen gute und dauerhafte Güter sehen.

Elze, Friedrich der Große, 1936

Wissen sollte man durch Weisheit ersetzen, dadurch wird Sorge schwinden. Alles nur mit dem Verstand zu erfassen wollen, wird Weisheit vertreiben.

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Ein Weiser prüft und achtet nicht, was der gemeine Pöbel spricht.

Schikaneder, Die Zauberflöte (Libretto), 1791

Lehrbuch und Geschichte sind gleich lächerlich dem Handelnden. Aber auch kein stolzer Gebet als um Weisheit [sic], denn diese haben die Götter ein für allemal den Menschen versagt. Klugheit teilen sie aus, dem Stier nach seinen Hörnern und der Katze nach ihren Klauen, sie haben alle Geschöpfe bewaffnet.

Goethe, J. W., Tagebücher. 13. Jan. 1779

Frei von Unruhe sind allein die Menschen, die für die Weisheit Zeit haben. Sie allein leben.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Von der Kürze des Lebens

Die ganze Weisheit des Menschen sollte darin bestehen, jeden Augenblick mit voller Kraft zu ergreifen, ihn so zu benutzen, als wäre er der einzige, letzte. Es ist besser mit gutem Willen etwas schnell zu schnell thun, als unthätig zu bleiben.

Wolzogen, Schillers Leben. Verfasst aus Erinnerungen der Familie, seinen eigenen Briefen und den Nachrichten seines Freundes Körner, 1830. Den 15. Febr., als ich mit Schiller allein Thee trank (zit. von Christiana v. Wurmb). Originaltext

Der Weise übersieht mitunter einen Schlag ins Gesicht.

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Alle Narrheit erschöpfen – so gelangt man zum Boden der Weisheit.

Börne, Aphorismen und Miszellen, 1828/32. [286]

Weise sein heißt, die Narren und die Bösen meiden.

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