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26202 Sprüche gefunden

Arbeit ohne Vorteil wird sauer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wenn Arbeit dem Menschen nicht mehr Zeit lässt, zu sich selbst zu kommen, verarmt sie ihn und seine Kultur.

Pauly, Aphorismen, 1905

In der Sonne ist man gerne müßig; die Arbeit aber tut man besser im Schatten.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Willst du schnell arbeiten, arbeite langsam.

Weber-Brauns, Satiren, Aphorismen und Nachdenkliches, 1919

Zwar arbeitet auch, wer ohne bedachte Unterscheidung arbeitet, aber er bewirkt nichts, und gleichsam als würde er Luft schlagen, vergeudet er seine Kräfte.

Hugo von Sankt Viktor, Didascalicon de Studio Legendi, um 1127. Liber Quintus. Übers. Internet. Originaltext: Qui sine discretione operatur, laborat quidem, sed non proficit, et quasi aerem verberans, vires in ventum fundit.

Der Genießer in Arbeit ist eine gefährliche Spezies unter den Arbeitenden. Sein Leben ist nicht reinlich geordnet in Genießen und Schaffen, es ist ein Durcheinanderfließen von einem ins andere.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Nicht allen ist zu schaffen vergönnt. Wirken aber kann jeder.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Mir wird wohlwollend nachgesagt, ich sei einer der härtesten Arbeiter, und vielleicht bin ich das, wenn Denken gleichbedeutend mit Arbeit ist, denn ihm habe ich fast alle meine wachen Stunden gewidmet. Aber wenn Arbeit angesehen wird als bestimmte Leistung in einer bestimmten Zeit nach einer festen Regel, bin ich wahrscheinlich einer der übelsten Müßiggänger.

Tesla, My Inventions I − My Early Life, 1919. Übers. Internet

So ist alle Arbeit in der Welt auf das weiseste verteilt: Der eine hält edle Reden, und der andre handelt danach.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914

Ich möchte lieber ein einziges, kleines, vollendetes Bild gemalt, als alle Bilder der Welt gesehen haben.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Die Arbeit ist die entthronte Königin der Welt.

Keiter, Aphorismen von M. Herbert (i. e. Therese Keiter), 2. Auflage 1904 (EA: 1895)

Das ist die größte Schwierigkeit unserer neuen Großbetriebszeit, dass die meisten Menschen nicht mehr wissen, was sie arbeiten und wofür sie arbeiten.

Potthoff, Soziale Rechte und Pflichten, 1911

Nicht eher werden wir wirklich weiter kommen im sozialen Frieden, als bis die Masse wieder Freude an der Berufsarbeit erhält.

Potthoff, Soziale Rechte und Pflichten, 1911

Die Arbeit schenkt uns die schönsten Stunden, aber sie betrügt uns auch oft um unser − Leben.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Neue Folge, 1924

Wem die Arbeit Andacht ist, der kann sich das Beten ersparen.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Ist die Biene stolz darauf, dass sie Honig bereitet? Sicher nicht.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Man soll gar nicht glauben, wie sehr Arbeit die Menschen – exklusiv macht.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Was die Arbeit genussreich macht, ist, dass sie die Betätigung jenes Kraftgefühls ist, das wir Leben nennen.

Münzer, Tausendundein Aphorismus, 1914

Jeder muss seine Haut zu Markte tragen.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Man wird eher bucklig als reich durch die Arbeit.

Oesch (Hg.), Russische Sprichwörter. Ausgewählt und übersetzt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Arbeit, die ewige Last, ohne die alle übrigen Lasten unerträglich würden.

Mann, Der Wendepunkt. Ein Lebensbericht, 1952 (EA: The Turning Point, 1944). Elftes Kapitel. Entscheidung 1940-1942. Aus einem Tagebuch