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Das wichtigste an einer Arbeit ist der letzte Schliff.

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Solang wir jung sind, arbeiten wir wie die Sklaven, um uns etwas zu schaffen, von dem wir bequem leben können, wenn wir alt geworden sind; und wenn wir alt sind, merken wir, daß es zu spät ist, so zu leben.

Pope, Gedanken über verschiedene Gegenstände (Thoughts on Various Subjects), gemeinsam mit Jonathan Swift verfasst

Niemand darf gezwungen werden, für einen anderen zu arbeiten; Arbeit soll aus freiem Willen getan werden.

Seume, Vorrede zu: Bemerkungen über einige schwierige Stellen des Plutarch, 1808

Das sicherste Mittel, sich aufdringlicher Gedanken zu erwehren, ist die Arbeit.

Tschernyschewski, Was tun?, 1863. Aus dem Russischen übertragen von M. Hellmann, Berlin 1947

Ideale Es hängt die schönste Frucht am Baum Und winkt dir lächelnd zu; Du strebst empor, doch ach, der Baum Wächst schneller stets als du. Und dennoch strebst du immerfort, Bis einst du müd und matt; Dann fällt auf deinen Ruheort Vielleicht ein welkes Blatt.

Bern (Hg.), Deutsche Lyrik seit Goethe's Tode, 1878

Besitzlos, ohne Hoffnung auf die Zukunft, steht der Arbeiter seinem Herrn gegenüber.

Schmoller, Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher, 14. Band, 4. (Teil 1) u. 5. Heft (Teil 2), Berlin 1864

Man mühe sich ab, wie man will, so hat man keinen Gewinn davon. Ich sah die Arbeit, die Gott den Menschen gegeben hat, dass sie sich damit plagen.

Altes Testament. Der Prediger Salomo (Kohelet) (#Pred 3,9f)

Nur für sich selbst arbeiten zu müssen, das ist keine Freude.

Ibsen, Nora oder Ein Puppenheim (Et dukkehjem), 1879

Den Umfang einer Wolke mißt Kein Mensch. Weil sie nicht rastet, Noch ihre Freiheit je vergißt. – Ich glaube: Keine Wolke ist Mit Arbeit überlastet.

Ringelnatz, J., Gedichte. Gedichte dreier Jahre, 1932. Aus: Ein Herz laviert nicht

Besser als mit Arbeit und Liebe kann überhaupt ein Leben nicht gefüllt sein.

Suttner, Memoiren, 1909. Fünfter Teil (1885-1890). Verkehr mit den Freunden

7. Arbeit Vorwärts wandeln, wiederkehren, Und das Rohe neu gestalten, Ordnung in Verwirrung schalten, Wird auf Erden immer währen. Was gewesen, kommt auch wieder, Zukunft ist dereinst vergangen, Sterben muß jedwed' Verlangen, Und die Erde zieht uns nieder. Menschen, Element, Naturen Stehn zum Kampfe stets gerüstet, Alles schreckt und lockt; uns lüstet Wandeln auf der Erde Spuren. Jeder weiß, wie es gewesen, Wenn er Gegenwart beachtet; Wer sich selber recht betrachtet, Kann die ganze Erde lesen. Wie der Streit sich selbst versöhnet, Friede wird aus Krieg erzeuget, Wie der Regen hebt und beuget, So die Erde wird verschönet. Alle Mühe rennt zum Ziele, Zum Genusse wird das Streben: Also zieht Arbeit und Leben In der Erde wild Gewühle.

Tieck, L., Gedichte. Erster Teil, Erstdruck P. G. Hilscher, Dresden 1821. Lebenselemente

Wir alle können jede Menge Arbeit erledigen – vorausgesetzt, es ist nicht die Arbeit, die wir gerade tun sollen.

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Denn die Arbeit ist die einzige Waffe des gesitteten Menschen in seinem „Kampfe ums Dasein“.

Gesell, Die Natürliche Wirtschaftsordnung durch Freiland und Freigeld, 1931. Vorwort

Für jede rein gleichförmig sich wiederholende Bewegung, welche keine geistige Thätigkeit erfordert, wird mit der Zeit eine Maschine erfunden; dem Menschen bleibt mehr und mehr die rein geistige leitende und künstlerische Thätigkeit.

Schmoller, Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher, 14. Band, 4. (Teil 1) u. 5. Heft (Teil 2), Berlin 1864

Fabrikstraße Tags Nichts als Mauern. Ohne Gras und Glas zieht die Straße den gescheckten Gurt der Fassaden. Keine Bahnspur surrt. Immer glänzt das Pflaster wassernaß. Streift ein Mensch dich, trifft sein Blick dich kalt bis ins Mark; die harten Schritte haun Feuer aus dem turmhoch steilen Zaun, noch sein kurzes Atmen wolkt geballt. Keine Zuchthauszelle klemmt so in Eis das Denken wie dies Gehn zwischen Mauern, die nur sich besehn. Trägst du Purpur oder Büßerhemd –: immer drückt mit riesigem Gewicht Gottes Bannfluch:uhrenlose Schicht.

Zech, in: Menschheitsdämmerung. Symphonie jüngster Dichtung, hg. von Kurt Pinthus, Berlin 1920

Die Arbeit schützt uns vor drei Hauptübeln, vorLangerweile,LasterundMangel.

Voltaire, Candide oder der Optimismus (Candide ou l'optimisme), dt. auch: 'Candide oder die beste aller Welten' oder 'Kandid oder die beste Welt', 1759 (unter dem Pseudonym Docteur Ralph). Originaltext der Übersetzung

Das beständige Streben dessen, was wir Gesellschaft nennen, bestand darin, durch Betrug oder Beredung, durch Schrecken oder Zwang, den produktiven Arbeiter zu bewegen, die Arbeit zu verrichten für den möglichst kleinen Teil des Produkts seiner eignen Arbeit.

Thompson, Untersuchung über die Grundsätze der Verteilung des Reichtums zur besonderen Beförderung menschlichen Glücks (An Inquiry into the Principles of the Distribution of Wealth, most conducive to Human Happiness), 1824. So von Karl Marx in "Das Kapital" zitiert

Sobald die Produktionskraft der menschlichen Arbeit sich bis auf diesen Höhegrad entwickelt hat, verschwindet jeder Vorwand für den Bestand einer herrschenden Klasse.

Engels, Zur Wohnungsfrage, Erstdruck 1872/73, hier in der autorisierten Separatausgabe von 1887. 1. Wie Proudhon die Wohnungsfrage löst

Man muß die Arbeit lieben: ohne diese Liebe läßt sich nichts anfangen.

Gogol, Die toten Seelen oder Tschitschikows Abenteuer, 1842 (1. Teil) bzw. 1855 (2. Teil, Fragment), übersetzt von Alexander Eliasberg 1921. Originaltext der Übersetzung

Ein jeder muß doch von seinem Handwercke leben, es sey so klein, als es immer wolle.

Gottsched, Die Pietisterey im Fischbein-Rocke, 1736 (anonym). Originaltext

Die Arbeit war nicht immer eine Ware. Die Arbeit war nicht immer Lohnarbeit, d.h. freie Arbeit. Der Sklave verkauft seine Arbeit nicht an den Sklavenbesitzer [...]. Er selbst ist eine Ware, aber die Arbeit ist nicht seine Ware. [...] Der freie Arbeiter dagegen verkauft sich selbst, und zwar stückweis. Er versteigert 8, 10, 12, 15 Stunden seines Lebens, einen Tag wie den andern, an den Meistbietenden, an den Besitzer der Rohstoffe, der Arbeitsinstrumente und Lebensmittel, d.h. an den Kapitalisten.

Marx, Lohnarbeit und Kapital, Erstdruck als Folge von Leitartikeln in: Neue Rheinische Zeitung, Köln, Nr. 264-269, 5.-11.4.1849