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Man sollte beständig die Wirkung der Zeit und die Wandelbarkeit der Dinge vor Augen haben und daher bei allem, was jetzt stattfindet, sofort das Gegenteil davon imaginieren.
Zeit haben heißt Willen haben. Die Willensschwachen haben nie Zeit.
Alle Dinge haben ihre Zeit, auch die guten.
Wunderliches Wort: die Zeit vertreiben! Sie zuhalten, wäre das Problem. Denn, wen ängstigts nicht: wo ist ein Bleiben, wo ein endlichSeinin alledem? – Sieh, der Tag verlangsamt sich, entgegen jenem Raum, der ihn nach Abend nimmt: Aufstehn wurde Stehn, und Stehn wird Legen, und das willig Liegende verschwimmt – Berge ruhn, von Sternen überprächtigt; – aber auch in ihnen flimmert Zeit. Ach, in meinem wilden Herzen nächtigt obdachlos die Unvergänglichkeit. Aus dem Nachlaß des Grafen C. W.
Die Zeit ein stetes heute Was heute gestern heißt, das hieß man gestern heute. Was heute morgen ist, wird morgen heute seyn. Und dennoch sorget ihr für morgen, blinde Leute! Weils morgen heut' auch ist, so sorgt für heut' allein.
Tausend Jahre, mit dem unendlichen Halm gemessen, sind bloß ein Stück Häckerling.
Auf dem Rücken der Zeit, auf den lichten Schultern der Wellen reiten Zeitgesellen – steigen und fallen – ewiger Zukunft bereit.
Die Erinnerung (Nach dem Spanischen.) »Gute Zeiten, sel'ge Stunden, Sagt, wo seid Ihr hingeschwunden? Und zum Unglück oder Glück Blieb mir Euer Bild zurück?« »Hin zu neuer Jugend Stunden Sind wir leise hingeschwunden; Und zur Labung und zum Glück Blieb Dir unser Bild zurück.« »Euer Bild? Wie ungenossen Sind der Tage viel verflossen! Trübe kommt dem matten Blick Reue oft statt Trost zurück.« »Auch der Reue süße Schmerzen Sind ein Balsam kranker Herzen. Neuer Muth ist Lebensglück; Schaue vor Dich, nicht zurück!« »Vor mich? Sieh, auf jenem Hügel In der Abendröthe Spiegel Seh' ich eine Urne stehn; Darf ich, darf ich zu ihr gehn?« »Geh hinan! Die goldnen Stunden Haben kränzend sie umwunden. Lies die Inschrift, glänzend-schön: ›Auch hier ist Arkadien!‹«
Jetz hemmer's un jetz simmer do; es chunnt e Zyt, würd's anderst goh. 's währt alles churzi Zyt, der Chilchhof isch nit wyt.
Alles hat seine Zeit, Winter und Sommer, Herbst und Frühling, Jugend und Alter, Wirken und Ruhe.
Früh in blühender Jugend lern', o Jüngling, Lebensglück. Sie entfliehn, die holden Jahre! Wie die Welle die Welle treibet eine Stunde die andere. Keine kehret zurück, bis einst dein Haupthaar Schneeweiß glänzet, der Purpur deiner Lippen Ist erblichen; nur eine Schönheit blieb dir - Männliche Tugend.
Die Zeit gut auszufüllen, ist das Talent der Deutschen; sie vergessen zu machen, das Talent der Franzosen.
Es liegt in dem Alter selbst, daß man diese Flüchtigkeit der Zeit beschleunigt findet. Je weniger man zu Stande bringt, desto kürzer scheint sie.
Wer seine Stunden besser zu nutzen versteht, behält noch Zeit übrig.
Fort, daß wir müßig nicht die Zeit versitzen: Die Stunde, die noch unser, laßt uns nützen!
Wenn ich frage bei den Sternen Nach der Zeit, und wo sie steht, Seh ich sie, die weitergeht, Von den Sternen sich entfernen.