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26202 Sprüche gefunden

Zeit ist soviel wert wie Geld. Aber es ist schwer, Zeit mit Geld zu erkaufen.

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Zeit ist wie Flüssigkeit in einem Schwamm: Man bekommt sie, drückt man ihn nur richtig aus.

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Lauter als unsere redseligsten Verteidiger redet die stumme Zeit für uns, darum vertraut dieser, wo ihr ohnmächtig seid gegen den Schein oder den bösen Willen der Menschen.

Pauly, Aphorismen, 1905

Zeit nimmt die kleinen Menschen auf den Arm und hebt sie zu den Häuptern der Großen empor, dass sie so weit sehen wie diese.

Pauly, Aphorismen, 1905

Die Stunde pflegt zurückzubringen, was viele Jahre genommen haben.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Solet hora, quod multi anni abstulerunt, reddere

Nichts gibt es, das die Länge der Zeit nicht entweder lindert oder bewältigt.

Publilius Syrus, Sprüche (Sententiae), um 50 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Nil non aut lenit aut domat diuturnitas

Ungestüm aber enteilt die Zeit.

Horaz, Gedichte (Carmina). 2, 5, 13. Übers. Internet Originaltext: Currit enim ferox aetas

Schon hat die Zeit ihm die Lasten des Kummers erleichtert.

Seneca, Thyestes. V. 305. Übers. Internet Originaltext: Iam tempus illi fecit aerumnas leves

Das Niedrigste tauscht die unstete Zeit mit dem Höchsten.

Seneca, Thyestes. V. 598. Übers. Internet Originaltext: Ima permutat levis hora summis

Inzwischen aber entweicht, ja entflieht die unwiederbringliche Zeit!

Vergil, Vom Landbau (Georgica), entstanden zwischen 37 und 29 v. Chr. 3,284. Übers. Internet Originaltext: Sed fugit interea, fugit irreparabile tempus!

Was verzehrt ihr nicht, was, ihr langen Tage, ihr Jahre?

Martial, Epigramme, um 101 n. Chr. 9,49 Übers. Internet Originaltext: Quid non, longa dies, quid non consumitis, anni?

Die Dauer ist der Probierstein für menschliche Einrichtungen.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908. Aus: Einige Perlen aus dem reichen Gedankenschatze meiner Mutter. (Anhang)

Dem Wirkenden gönnt der Tag das vielgestaltig ruhige Gleichmaß des Werdens, nur die Geschäftigen haben niemals Zeit.

Ossenbach, Jenseits der Einsamkeit, 1927

Die Zeit heilt unsere Schmerzen mit einem feinen Radiermesser; aber immer geht ein Stück vom Herzen mit.

Ernst, Sankt Yoricks Glockenspiel, 1914

Man kann beobachten, dass Leute, die aus Verlegenheit Zeitmangel vorschützen, alsbald wirklich sich zu eilen anfangen und hastige Bewegungen machen: Sie wünschen die Wahrheit gelogen zu haben.

Hohenemser, Aphorismen, 1918

Wir glauben mit der Stunde zu spielen und die Stunde spielt mit uns.

Engel, Herr Adam und Frau Eva, 1920

Wie lang kann oft ein Augenblick sein und wie kurz ist oft die Ewigkeit.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Dritte Folge, 1928

Nur der ist Herrscher, der über seine Zeit allein gebieten kann.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Der ist wirklich arm zu nennen, der nicht einmal mehr Zeit hat.

Lorenz, Zeitlose Wahrheiten. Zweihundert und einige Aphorismen (Erstdruck 1940 unter dem Decknamen Pieter Gruiter), 1941

Die Menschen glauben immer, sie gebrauchen die Zeit; aber das ist die Wahrheit: sie werden von der Zeit gebraucht.

Hohenemser, Aphorismen, 1918

Die Zeit frisst sich stündlich selber auf, um sich stündlich neu zu gebären.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929