Alle Sprüche

Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.

26202 Sprüche gefunden

Der gewöhnliche Mensch ist nicht dankbar.

Keiter, Lebenssprüche und Zeitbetrachtungen, 1910

Danken heißt sich freuen.

Steinmüller, Die Rhapsodien von der Freude, o.J. (um 1920)

Keiner dankt dem Schatten, in dem er wandelt, weil er ihn nicht als geschenkt empfängt.

Steinmüller, Alltägliches im Licht, 1923

Man muß für schöne, liebe, frühlingsmäßige Momente in diesen üblen Zeiten dankbar sein.

Presber, Der guten Frauen allerschönster Kranz und andere heitere Geschichten, 1944

Es ist schwer einzusehen, warum wir überschwänglich dankbar sein sollen für etwas, das wir nicht wollen, solange uns das, was wir wollen, vorenthalten wird.

Matthewman, Rips and Raps, 1903. Übers. Internet

Wer dankbar ist, fürchtet das Nehmen.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Die Dankbarkeit ist eine Tugend, die vor empfangener Wohltat sich geräuschvoll ankündigt, um nach Erfüllung ihrer Wünsche meist geräuschlos zu verschwinden.

Dechent, Was mich das Leben gelehrt, 1927

Dankbarkeit ist eine freie Kunst, von keinem Schulmeister lehrbar.

Kunad, Aphorismen, 1901

Den Anspruch auf Dankbarkeit verwirkt man, wenn man ihn geltend machen will.

Münzer, Tausendundein Aphorismus, 1914

Ich erfahre das Glück, daß mir in meinem hohen Alter Gedanken aufgehen, welche zu verfolgen und in Ausübung zu bringen eine Wiederholung des Lebens gar wert wäre. Also wollen wir uns, solange es Tag ist, nicht mit Allotrien beschäftigen.

Goethe, J. W., Briefe. An Carl Friedrich Zelter, 29. April 1830

Viele Gedanken heben sich erst aus der allgemeinen Kultur hervor wie die Blüten aus den grünen Zweigen. Zur Rosenzeit sieht man Rosen überall blühen.

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 3. Buch, 18. Kap. Aus Makariens Archiv

Dichtungskraft Daß dein Leben Gestalt, dein Gedanke Leben gewinne, Laß die belebende Kraft stets auch die bildende sein.

Schiller, F., Gedichte. Tabulae Votivae, in: Musenalmanach für das Jahr 1797

Große Gedanken und ein reines Herz, das ist's, was wir uns von Gott erbitten sollten!

Goethe, Wilhelm Meisters Wanderjahre, 1821; erweitert 1829. 1. Buch, 10. Kapitel

Einen Gedanken verfolgen – wie bezeichnend dies Wort! Wir eilen ihm nach, erhaschen ihn, er entwindet sich uns, und die Jagd beginnt von neuem. Der Sieg bleibt zuletzt dem Stärkeren. Ist es der Gedanke, dann läßt er uns nicht ruhen, immer wieder taucht er auf – neckend, quälend, unserer Ohnmacht, ihn zu fassen, spottend. Gelingt es aber der Kraft unseres Geistes, ihn zu bewältigen, dann folgt dem heißen Ringkampf ein beseligendes, unwiderstehliches Bündnis auf Leben und Tod, und die Kinder, die ihm entspringen, erobern die Welt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Ein Gedanke kann nicht erwachen ohne andere zu wecken.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Ein Mann, der sich im Gespräche mit seiner Frau widerlegt fühlt, fängt sogleich an, sie zu überschreien. Er will und kann, ja er soll beweisen, daß ihm immer, auch wenn er falsch singt, die erste Stimme gebührt.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen, 1880

Ein Gedanke, der nicht gefährlich ist, ist gar nicht wert, ein Gedanke zu sein.

Internet

Gedanken sind nicht stets parat, man schreibt auch, wenn man keine hat.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Sprikker

Wir sind zur Gemeinschaft geboren. Unsere gesellige Zusammengehörigkeit hat große Ähnlichkeit mit einem Steingewölbe, das einstürzen würde, wenn die Steine nicht durch ihre gegenseitige Lage dies verhinderten und eben dadurch den Bau haltbar machten.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 95. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924)

Ein Heer kann seines Führers, aber niemand seiner Gedanken beraubt werden.

Internet

Der Mensch tut gut daran, einen Bleistift bei sich zu tragen und die Gedanken, wenn sie kommen, niederzuschreiben.

Internet