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Die Unabhängigkeit des Gedankens ist der höchste Adel.

France, Aufruhr der Engel (La révolte des anges), 1914 (dt. 1917). 21. Kapitel

Der Krieg und die Romantik, schreckliche Geißeln! Und was für ein erbarmungswürdiger Anblick, die rasende, kindische Liebe dieser Leute für Gewehre und Trommeln zu sehn! Sie verstehn nicht, daß der Krieg, der die Herzen unwissender und barbarischer Völker bildete und ihre Städte gründete, heute dem Sieger selbst nur Verfall und Elend bringt und zugleich ein grauenhaftes und blödes Verbrechen ist heute, wo die Völker durch die Gemeinsamkeit von Kunst und Wissenschaft, Handel und Verkehr miteinander verbunden sind. Sinnlose Europäer, die daran denken, sich gegenseitig zu erwürgen, wo doch die gleiche Zivilisation sie einhüllt und vereint.

France, Aufruhr der Engel (La révolte des anges), 1914 (dt. 1917)

Nur wer gegen sich selbst milde ist, kann es auch gegen andere sein.

France, Der kleine Peter, 1918

Der Atem ist das Pferd, der Gedanke der Reiter.

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Die ersten Gedanken sind die besten.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Denn meine Gedanken Zerreißen die Schranken Und Mauern entzwei, Die Gedanken sind frei.

Brentano/Arnim, Des Knaben Wunderhorn. Alte deutsche Lieder, 3 Bde., 1805-1808. Band 3, Erstdruck: Mohr und Zimmer, Heidelberg 1808. Aus: Lied des Verfolgten im Turm

In einem guten Gedanken ist Gutes für alle Menschen.

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In dem Bach sind wenig Fische, welcher immer klar und licht. Stirn, die immer heiter lächelt, viel Gedanken hast du nicht.

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Einen eingeschlagenen Nagel treibt ein neuer Nagel wieder heraus; so verdrängt ein neuer Gedanke den früheren, wenn der Geist sich anders einstellt und die Erinnerung an Früheres schwinden oder doch zurücktreten läßt.

Abaelard, Die Leidensgeschichte Abälards (Historia calamitatum mearum)

Der Gedanke ist eine Tat, und die fruchtbarste, die auf die Welt wirken kann.

Zola, Vier Evangelien (Quatre Evangiles), 1901. Arbeit (Travail, 1901

Wenn ein Gedanke, den die Menschheit ehrt, Den Sieg errang, so war's der Mühe wert.

Uhland, L., Gedichte. Sprüche

Der Gedanke macht die Größe des Menschen.

Pascal, Gedanken über die Religion und einige andere Gegenstände (Pensées sur la religion et sur quelques autres sujets), Erstdruck 1669/70 (posthum)

Es schlafen tief im Grunde des Menschenherzens Gedanken, die oft erwachen zur unrechten Stunde.

Heine, Deutschland. Ein Wintermärchen, 1844

Von daher rühren auch die meisten Streitigkeiten, indem die Menschen ihre Gedanken nicht richtig darstellen oder die Gedanken des andern falsch deuten.

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Achte auf deine Gedanken! Sie sind der Anfang deiner Taten.

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Lieber Freund, du kleidest deine Gedanken so sonderbar, daß sie nicht mehr aussehen wie Gedanken.

Lichtenberg, Sudelbuch B, 1768-1771. [B 346]

Ein jeder nennt die Gedanken klar, die den gleichen Grad der Konfusion haben wie seine eigenen.

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Auf böse und traurige Gedanken gehört ein gutes, fröhliches Lied und freundliche Gespräche.

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Nichts ist einem Menschen so überraschend wie seine eigenen Gedanken.

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Der Gedanke scheint frei zu sein, aber im Menschen gibt es etwas viel Mächtigeres, etwas, was den Gedanken leiten kann.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Keine Kraft arbeitet subtiler, keine ist mächtiger, Resultate zu wirken im Guten wie Bösen, als jener gleichmäßige Gedankenstrom, der, aus mehreren Menschen zugleich strahlend, sich vereint, um an einer Person gewünschte Wirkungen hervorzurufen.

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