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26202 Sprüche gefunden

Dieses ist das erste Vorgefühl des Ewigen: Zeit haben zur Liebe.

Rilke, Tagebücher. Schmargendorfer Tagebuch, 1898

Du gingst, ich stund und sah zur Erden Und sah dir nach mit nassem Blick. Und doch, welch Glück, geliebt zu werden, Und lieben, Götter, welch ein Glück!

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827, Aus: Willkommen und Abschied (frühe Fassung)

Woher sind wir geboren? Aus Lieb'. Wie wären wir verloren? Ohn' Lieb'. Was hilft uns überwinden? Die Lieb'. Kann man auch Liebe finden? Durch Lieb'. Was läßt nicht lange weinen? Die Lieb'. Was soll uns stets vereinen? Die Lieb'.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese

Sie ist vollkommen, und sie fehlet Darin allein, daß sie mich liebt.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Ich bin genügsam und genieße Schon da, wenn sie nur zärtlich lacht, Wenn sie bei Tisch des Liebsten Füße Zum Schemel ihrer Füße macht, Den Apfel, den sie angebissen, Das Glas, woraus sie trank, mir reicht Und mir bei halb geraubten Küssen Den sonst verdeckten Busen zeigt.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Daß unsrer Glut die Zeit nicht schade, Räumt sie kein Recht aus Schwachheit ein, Und ihre Gunst bleibt immer Gnade, Und ich muß immer dankbar sein.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Ich, der ich diese Kunst verstehe, Ich habe mir ein Kind gewählt, Daß uns zum Glück der schönsten Ehe Allein des Priesters Segen fehlt.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Empfinde, Jüngling, und dann wähle Ein Mädchen dir, sie wähle dich, Von Körper schön und schön von Seele, Und dann bist du beglückt wie ich!

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier: Der wahre Genuss

Ein Blick von dir, ein Wort mehr unterhält Als alle Weisheit dieser Welt.

Goethe, Faust. Der Tragödie erster Teil, 1808. Garten, Faust zu Margarete

Wenn ich dich liebhabe, was geht's dich an!

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 4. Buch, 9. Kap., Philine zu Wilhelm

Ich gehe zu den liebsten besten Menschen, aber warum von Ihnen?

Goethe, J. W., Briefe. An Charlotte Buff, 11. September 1772

Laß nur füreinedich entzünden, Und ist ihr Herz von Liebe voll, So laß die Zärtlichkeit dich binden, Wenn dich die Pflicht nicht binden soll.

Goethe, J. W., Gedichte. Aus: Der wahre Genuß

Herz, mein Herz, was soll das geben? Was bedränget dich so sehr? Welch ein fremdes neues Leben! Ich erkenne dich nicht mehr. Weg ist alles, was du liebtest, Weg, worum du dich betrübtest, Weg dein Fleiß und deine Ruh – Ach, wie kamst du nur dazu? Fesselt dich die Jugendblüte, Diese liebliche Gestalt, Dieser Blick voll Treu und Güte Mit unendlicher Gewalt? Will ich rasch mich ihr entziehen, Mich ermannen, ihr entfliehen, Führet mich im Augenblick, Ach, mein Weg zu ihr zurück. Und an diesem Zauberfädchen, Das sich nicht zerreißen läßt, Hält das liebelose Mädchen Mich so wider Willen fest; Muß in ihrem Zauberkreise Leben nun auf ihre Weise. Die Verändrung, ach, wie groß! Liebe! Liebe! laß mich los!

Goethe, J. W., Autobiographisches. Aus meinem Leben. Dichtung und Wahrheit, 4. Teil, 1821-1831. 17. Buch

Sei ohne Tugend, doch verliere Den Vorzug eines Menschen nie! Denn Wollust fühlen alle Tiere, Der Mensch allein verfeinert sie.

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, Aus: Der wahre Genuss

Schauer, der das Herze fühlen, Der die Seele schmelzen macht, Flüstert durchs Gebüsch im Kühlen. Welche schöne, süße Nacht! Freude! Wollust!kaum zu fassen! Und doch wollt' ich, Himmel, dir Tausend solcher Nächte lassen, Gäb mein Mädcheneinemir

Goethe, J. W., Gedichte. Nachlese. Neue Lieder, hier aus: Die Nacht

Liebe will ich liebend loben, Jede Form, sie kommt von oben.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand. 1827

Was man erfindet, tut man mit Liebe, was man gelernt hat, mit Sicherheit.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Natur und Naturwissenschaft

Das Schicksal sorgt für die Liebe, und um so gewisser, da Liebe genügsam ist.

Goethe, Wilhelm Meisters Lehrjahre, 1795/6. 1. Buch, 16. Kap.

Kein Mißbilligen, kein Schelten Macht die Liebe tadelhaft.

Goethe, J. W., Gedichte. Ausgabe letzter Hand, 1827. Inschriften, Denk- und Sendeblätter

Wer im stillen um sich schaut, Lernet, wie die Lieb' erbaut.

Goethe, J. W., Gedichte. West-östlicher Divan. Buch der Betrachtungen, hier aus: Märkte reizen dich zum Kauf

Verschämte Lieb', ach! sie verrät sich schnell Wie Blutschuld: ihre Nacht ist sonnenhell.

Shakespeare, Was ihr wollt (Twelfth Night, or What You Will), Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 1. Szene, Olivia