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26202 Sprüche gefunden

Was alle Religionen gegenseitig voneinander halten, halte man von allen zusammen.

Wertheimer, Buch der Weisheit. Aphorismen. Zweite Auflage und Neue Folge, 1920 (posthum)

Die Kanzelredner der Religion sind die Zerstörer des Religiösen.

Luck, Stimmen der Stille. Aphorismen, 1919

Was bedeutet die Beförderung der Religiosität unter dem Volke vonseiten vieler Regenten? Letztere weisen den gemeinen Mann auf den Himmel an, um desto bequemer die Erde und ihre Güter für sich nehmen zu können.

Ernsthausen, Gedankenstriche, 1843

Es ist hart zu leben; aber härter ist es noch zu sterben.

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Ich lebe, ohne in mir zu leben und ein so erhabenes Leben erhoffe ich, daß ich sterbe, weil ich nicht sterbe.

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Ich denke einen langen Schlaf zu tun, denn dieser letzten Tage Qual war groß. […]

Schiller, Wallenstein (Trilogie), entstanden 1796-1799; Erstdruck 1800. Wallensteins Tod, 1799. 5. Akt, 5. Auftritt, Wallenstein

Der Bettler scheidet ebenso schwer von seiner Armut, als der König von seiner Herrlichkeit.

Schiller, Der Menschenfeind. Fragment, 1790. Achte Scene, v. Hutten

Alle Pfade, die zum Leben führen, alle führen zum gewissen Grab.

Schiller, F., Gedichte. Aus: Das Ideal und das Leben, 1795; erschien zuerst in den Horen 1795 unter dem Titel: "Das Reich der Schatten", später auch unter "Das Reich der Formen". In späteren Ausgaben fehlten einige Strophen, u.a. auch die, aus dem dieser Text stammt.

Wir müssen immer lernen, zuletzt auch noch sterben lernen.

Ebner-Eschenbach, Aphorismen. Parabeln, Märchen und Gedichte (= Gesammelte Schriften, 1. Band), 1893

Sei fest bereit zu sterben, denn Tod und Leben, beides wird dadurch süßer.

Shakespeare, Maß für Maß (Measure for Measure), Erstdruck 1623. 3. Aufzug, 1. Szene, Herzog

Die Seele scheidet friedlich nun zum Himmel, da ich den Freunden Frieden gab auf Erden.

Shakespeare, König Richard III. (The Tragedy of King Richard the Third), Erstdruck 1597

Nichts stand in seinem Leben ihm so gut, Als wie er es verlassen hat; er starb Wie einer, der sich auf den Tod geübt, Und warf das Liebste, was er hatte, von sich, Als wär's unnützer Tand.

Shakespeare, Macbeth, Erstdruck 1623, hier übersetzt von Dorothea Tieck, Berlin 1832. 1. Aufzug, 4. Szene, Malcolm

Kein Leugnen hilft, kein Widerstreben, wir müssen sterben, weil wir leben.

Busch, Aphorismen, Reime und Sinnsprüche. Wir Kinder der Vergangenheit …

Denn hinderlich, wie überall, Ist hier der eigne Todesfall.

Busch, Bildergeschichten. Dideldum!, 1874. Aus: Der Maulwurf

Wiedergeburt Wer nicht will, wird nie zunichte, kehrt beständig wieder heim. Frisch herauf zum alten Lichte dringt der neue Lebenskeim. Keiner fürchte zu versinken, der ins tiefe Dunkel fährt. Tausend Möglichkeiten winken ihm, der gerne wiederkehrt. Dennoch seh ich dich erbeben, eh du in die Urne langst. Weil dir bange vor dem Leben, hast du vor dem Tode Angst.

Busch, W., Gedichte. Schein und Sein, 1909

Dem, der zu sterben wünscht, kann der Tod niemals fern sein.

Seneca, Phaedra (alternativer Titel auch Hippolytus). V. 878. Übers. Internet Originaltext: Mori volenti desse mors numquam potest.

Der hat die Weisheit erfasst, der eben so sorglos stirbt, als er geboren wird.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 22. Brief. Übersetzt von Albert Forbiger (1866) Originaltext: Percepit sapientiam, si quis tam securus moritur quam nascitur

Ich soll sterben? Was heißt das anders als, ich werde nicht mehr krank sein können, werde nicht mehr gefesselt werden können, nicht mehr sterben können.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 24. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Moriar: hoc dicis, desinam aegrotare posse, desinam alligari posse, desinam mori posse

Aber leben zu lernen, dazu gehört das ganze Leben, und, was du vielleicht noch wunderbarer finden wirst, sein Leben lang muss man sterben lernen.

Seneca, Von der Kürze des Lebens (De Brevitate Vitae), um 49 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. von Otto Apelt (1923) Originaltext: Vivere tota vita discendum est et, quod magis fortasse miraberis, tota vita discendum est mori

Sterben ist das Letzte.

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Glücklich ist der, der stirbt, bevor er den Tod gerufen hat.

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