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26202 Sprüche gefunden

Jedoch, es ist nun Zeit, daß wir gehen, ich, um zu sterben, und ihr, um zu leben. Wer aber von uns beiden zu dem besseren Geschäft hingehe, das ist allen verborgen außer nur Gott.

Platon, Apologie des Sokrates, entstanden um 395 v. Chr. 42a

Wir sollten das Leben verlassen wie ein Bankett: weder durstig noch betrunken.

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O Herr, gib jedem seinen eignen Tod. Das Sterben, das aus jenem Leben geht, darin er Liebe hatte, Sinn und Not.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch von der Armut und vom Tode, 1903

Stimme eines jungen Bruders Ich verrinne, ich verrinne wie Sand, der durch Finger rinnt. Ich habe auf einmal so viele Sinne, die alle anders durstig sind. Ich fühle mich an hundert Stellen schwellen und schmerzen. Aber am meisten mitten im Herzen. Ich möchte sterben. Laß mich allein. Ich glaube, es wird mir gelingen, so bange zu sein, daß mir die Pulse zerspringen.

Rilke, Die Gedichte. Nach der von Ernst Zinn besorgten Edition der sämtlichen Werke, Insel Verlag 1957. Das Stundenbuch. Das Buch vom mönchischen Leben, 1899

Vergangen nicht, Verwandelt ist, Was war.

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Ich bin gekommen, ich weiß nicht woher; Ich werde gehen, und weiß nicht wohin; Doch, wo ich sein mag, das ist Er, Er ist bei mir, wo ich bei Ihm bin.

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Gute und Schlechte, die zusammen sterben, deckt ein Rasen.

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Ein Mann ist nicht der, welcher fröhlich zu leben, sondern der, welcher fröhlich, frei von der Welt, zu sterben weiß.

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Der Tod Ach, es ist so dunkel in des Todes Kammer, Tönt so traurig, wenn er sich bewegt Und nun aufhebt seinen schweren Hammer Und die Stunde schlägt.

Claudius, Asmus omnia sua secum portans, oder Sämtliche Werke des Wandsbecker Bothen, 1774-1812. Sechster Teil

Nicht alle, die Wohlgeboren sind[, sind] Wohlgestorben, oder im Reich der Toten Hochedelgestorbene.

Lichtenberg, Sudelbuch E, 1775-1776. [E 372]

Wenn unser Leben sich neigt, dann sollen wir sein wie die Bäume des Herbstes, voll reifer Früchte.

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Es ist keinem einzigen Menschen gegeben zu wissen, ob er bis zum Abend Stiefel oder Leichenschuhe braucht.

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Gut leben heißt gut sterben.

Tolstoi, Tagebücher. 1905

Ich hör schon das Gras wachsen, in welches ich beißen werd.

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Wenn wir vor dem letzten großen Gericht stehen, wird man uns nicht fragen, was wir gelesen, sondern was wir getan haben.

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Det er en liden tid, så har jeg vunden, så er den ganske strid med ét forsvunden; så kan jeg hvile mig i rosensale og uafladelig min Jesum tale. (Noch eine kurze Zeit, dann ist's gewonnen, dann ist der ganze Streit in nichts zerronnen. Dann werd ich laben mich an Lebensbächen und ewig, ewiglich mit Jesus sprechen!)

Inschrift. Auf dem Grabstein von Søren Kierkegaard in Kopenhagen

Solange ich gekonnt, habe ich gearbeitet, wird’s Feierabend früher als gedacht, nun, in Gottes Namen.

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Wir trennen uns nur, um inniger einig zu sein, göttlicher friedlich mit allem, mit uns.

Hölderlin, Hyperion oder der Eremit in Griechenland, 2 Bde., 1797-99. Zweiter Band. Zweites Buch. Hyperion an Bellarmin

Daß liebender, im Bunde mit Sterblichen Das Element dann lebet und dann erst reich, Bei frommer Kinder Dank, der Erde Kraft, die unendliche, sich entfaltet [...].

Hölderlin, F., Gedichte. Aus: Ermunterung (Erste Fassung)

Freue dich nicht, wenn dein Feind stirbt; denke daran, dass wir alle sterben müssen.

Altes Testament. Das Buch Jesus Sirach (#Sir 8,8)

Zum Zahlen und zum Sterben bleibt immer noch Zeit.

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