Alle Sprüche
Durchstöbere unsere komplette Sammlung der schönsten Sprüche, Zitate und Weisheiten.
26202 Sprüche gefunden
Friedhofsbetrachtung: "Kein Mensch verfehlt seine Bestimmung."
Wenn du stirbst, so wirst du entweder alles erfahren, oder du wirst nicht mehr fragen.
O wie schwer ist der Entschluss zum Sterben!
Der Große ist ein geborenes Kind. Wenn er stirbt, hinterlässt er der Welt die große Botschaft des Kindes.
Für alle tritt mit der letzten Stunde dasselbe ein, was vor der ersten war, und Gefühl und Bewußtsein gibt es für Seele und Körper nach dem Tode so wenig als vor der Geburt. Menschliche Eitelkeit setzt die Existenz in die Zukunft fort, und erlügt ein Leben in die Zeit des Todes hinein, indem sie der Seele bald Unsterblichkeit, bald Umgestaltung, bald den Unterirdischen Bewußtsein beilegt und Manen verehrt und die zu Göttern macht, die sogar Menschen zu sein aufgehört haben.
Geistige Höhe Siehst du dort die Alpenfirne Ragen in das reine Blau? Rosig Licht küßt ihr die Stirne, Ihren Fuß hüllt Nebelgrau. Also soll dein Geist sich heben Aus dem Druck der Erdenqual, Auf zu reinem Geistesleben, In der Wahrheit Himmelsstrahl. Unablässig mußt du kämpfen, Ringen mit der ganzen Kraft, Bis du aus den trüben Dämpfen Dich zur Klarheit aufgerafft. Wirst von Erdenleid genesen Auf des Denkens reiner Höh'; Und zu Staub wird bald verwesen All' dein vieles Lebensweh. Einsam freilich wirst du stehen, Von der Welt vergessen auch; Aber frisch wird dich umwehen Gottes ew'ger Liebeshauch.
Den Schlüssel zu meiner Tür gebe ich zurück. Nichts will ich mehr aus meinem Haus. Ich bitte nur um Eure letzten lieben Worte.
Sterben ist das Auslöschen der Lampe im Morgenlicht, nicht das Auslöschen der Sonne.
Mein Kahn ist ohne Steuer, er fährt mit dem Wind, der in den untersten Regionen des Todes bläst.
Hast du verstanden? Halte mich nicht zurück! Meine Zeit ist gekommen, ich muss sterben!
Ist die Zeit gekommen, bleibe ich nicht länger hier. Mein Herz lebt in diesem jungen Baum – in seinen Blüten, in seiner zarten Blätter Tanz. Meine Hoffnung auf immer neue selige Frühlinge bleibt bestehen. Ich selbst werde gehen.
Der Mensch stirbt stückweis, wie uns die Philosophen sagen; und dabei führt er fast immer den Tod an; denn ist es wirklich immer Leben, was dieser mit seiner Knochenhand ergreift?
Kein Bedauern, Rufen und kein Klagen, Die weißen Blütenträume sind vorbei. Welkend muß man goldne Blätter tragen. Jung? Ich werde es nicht länger sein. So wie früher wirst du nicht mehr pochen, Herz, erfaßt vom kalten, rauen Reif, Und das Land, aus Birkenbast geflochten, Lockt nicht mehr, es barfuß zu durchstreifen. Wanderlust, dein Geist flammt immer rarer Von den weiten Lippen, bald ist Schluß. Meine Frische konnt ich nicht bewahren, Der Augen Wildheit, der Gefühle Überfluß. Geizig bin ich mit dem Wünschen heute, Du, mein Leben? träumte ich dich nur? Frühjahrshatz, und ich, der junge Reiter Auf rosenrotem Roß, verlor die Spur. Wir alle sind bestimmt, hier zu verwesen, Still rinnt Sirup übers Ahornblatt… Darum seist auf ewig du gepriesen, Daß du kamst zu blühen und dann starbst.
So viel unersetzliche Menschen sind schon dahingegangen … und noch immer besteht die Welt?
Der Traum eines Neugierigen Kennst du wie ich die lockendsüßen Leiden, Und nennt man einen Sonderling auch dich? Ich lag im Tod. – Begier und Furcht, die beiden Vermischten sich im Herzen wunderlich. Nur Angst und Hoffnung, nichts von Groll und Streiten. Je mehr der Sand der schlimmen Uhr entwich, Fühlt' ich's nur süßer, herber mich durchgleiten, Und von der Welt riss meine Seele sich. Und harrte wie ein Kind, von Gier erfüllt. Den Vorhang hassend, der das Wunder hüllt. Der Vorhang stieg: ein kalter Strahl des Lichts – Und eisiger Schauder durch das Herz mir kroch: Kein Wunder kam, tot war ich, – weiter nichts? Der Vorhang stieg, ich warte immer noch.
Nichts ist dem Menschen so wenig eigen als die Freuden, die er besitzt; nichts so sehr sein, als die Freuden jenseits des Grabes.
Man sagt, sterben sei schwer, und doch kann es ein jeder.
In der gleichen Art und Weise stirbt der Tatenlose ebenso wie der Schaffensfreudige.
O schwer ists, in der Fremde sterben unbeweint.