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Das Schicksal [...] ist ein vornehmer, aber teurer Hofmeister.
Das ist Menschenlos, – bald fehlt uns der Wein, bald fehlt uns der Becher.
Wer sich seine Lebensschicksale selbst zu bestimmen weiß, ist in der Regel doch nur ein Egoist.
Zuruf Alles kann sich umgestalten! Mag das dunkle Schicksal walten. Mutig! auf der steilsten Bahn. Trau' dem Glücke! Trau den Göttern! Steig', trotz Wogendrang und Wettern, Kühn, wie Cäsar, in den Kahn. Laß den Schwächling angstvoll zagen! Wer um Hohes kämpft, muß wagen! Leben gelt' es oder Tod. Laß die Woge donnernd branden! Nur bleib immer, magst du landen Oder Scheitern, selbst Pilot!
Es führt das Schicksal an verborgnem Band Den Menschen auf geheimnißvollen Pfaden, Doch über ihm wacht eine Götterhand, Und wunderbar entwirret sich der Faden.
Nicht wie dein Schicksal sich gestaltet, sondern wie du dich mit ihm abfindest, bedingt dein Lebensglück.
Kinder auf der Wiese Auf der Wiese Schmetterlinge, Kinder hurtig hinterher. Haschen sie und reißen lustig – Seht! – das Tierchen kreuz und quer. Kinder aber werden größer. Hurtig hinter ihnen her Hascht das Schicksal – seht! – und lustig Reißts die Menschlein kreuz und quer.
Es gilt, sein Schicksal hinzunehmen, es zu lieben und es umzuschaffen zu etwas Besserem; Ziel und Methode sind damit gegeben.
Anfangs wollt' ich fast verzagen, und ich glaubt', ich trüg es nie; und ich hab es doch getragen, aber fragt mich nur nicht wie.
Ein Menschenschicksal, ach! es ist so wenig! Ein Menschenschicksal, ach! es ist so viel!
Das Schicksal mischt die Karten, und wir spielen.
Das Schicksal ist nichts Unpersönliches. Es wäre nicht, was es heißt, wenn nicht der Schickende hinter ihm stände.
Schicksal ist dem Weisen in seiner menschlichen Sprache unwandelbarer Wille der unwandelbaren Liebe.
Die innere Entwicklung der Zünfte kam den auflösenden Tendenzen von außen entgegen; sie entgingen nicht dem Schicksal aller menschlichen Einrichtungen, aus Organen, die der Wohlfahrt der Gesamtheit dienen, in Anstalten zum Schutz enger selbstsüchtiger Interessen umgebildet zu werden.
Tragen muß der Mensch, was ihm die Götter senden.
Ein Mensch, der mutig sein Schicksal bejaht, die Verantwortung dafür übernimmt und sich frei dafür entscheidet, wird dadurch tiefer und wesentlicher, während ein Mensch, der die Verantwortung ablehnt und sich der Aufgabe zu entziehen sucht, bedeutungslos und flach wird.
Mancher von uns wird sein persönliches Schicksal viel besser verstehen, wenn er es so ansieht: Das Schicksal kann mir keine Zeit lassen, ich muß vorwärts, ich soll dabei sein, wenn Neues hereinbricht.
Wenn zwischen Aufgang und Untergang, zwischen Quelle und Ausfluß, sich eine lange Zeit oder ein breiter Strom gelagert, und wir mit unsern schwachen Sinnen das feine Gespinst, das Ursache und Wirkung an einander bindet, übersehen; dann schreckt uns endlich am Ziele die täglich aber leise waltende Regel, als Schicksal mit Donnerworten auf.
Ruhm, Weisheit, Lieb und Macht war mein, Und frische Jugendsinne; Mir gab die Rebe roten Wein, Die Schönheit süße Minne. Am Sonnenlicht der Liebe schmolz Das Herz in tiefen Wonnen; Ich hatt' in königlichem Stolz Das Köstlichste gewonnen. Ich zähl', ob nicht in alter Zeit Ein Tag vorüberschwebte, Den ich um alle Herrlichkeit noch einmal gern erlebte. Wo war der Tag, wo war die Nacht Die ohne Gift beglückte? Wo war ein Kleinod meiner Macht Das mich nicht blutig drückte? Die Schlang' im Felde kann die List Des Zauberkund'gen zähmen, Sie aber, die am Herzen frißt, Wird nie ein Zauber lähmen. Sie lauscht dem Spruch der Weisheit nicht, Kein Lied wird sie verjagen; Da drinnen nistet sie und sticht, – Das Herz muß sie ertragen.
In dunklen Stunden wird das Ackerland freigelegt, in dem Gottes Saat wachsen kann. Wenn sein Pflug nicht tief greift, wächst nimmer goldenes Korn.