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Oh, die ergebenen Frauen zu sehen, wie sie müde mit ihren Gatten gehen – und zu denken, daß sie vor kurzen Jahren starke, hochfordernde Mädchen waren, die nun alles vergaßen und alles verrieten und nicht mehr wünschen und kaum noch bieten – Und zu denken, daß du in nächster Frist auch eine von den Gelebten bist – – Und warst wie ein blühender Sang der Liebe – Oh, daß doch eine das Flammenlied bliebe!
Ohne gewisse Schwankungen macht der Besitz einer geliebten Frau nicht glücklich, ja er wird sogar unhaltbar.
So ist der Begriff der Heiligkeit der Ehe eine solche Kulturerrungenschaft des Christentums und von unschätzbarem Werte, obgleich die Ehe eigentlich unnatürlich ist.
In Frankreich sind die Männer, die ihre Frau verloren haben, traurig, die Witwen dagegen froh und zufrieden. Die Frauen haben sogar ein Sprichwort für diesen glückseligen Zustand. Also bedeutet die Ehe nicht für jeden dasselbe.
Was Ehen trennt. Durch Frauenklatschsucht, Männerzorn- und -flüche Ging Eheglück schon oftmals in die Brüche.
Gestatten Sie mir die indiskrete Frage: „Seit wann sind Sie verheiratet? Und seit wann möchten Sie wieder ledig sein?“
Eheliches: Mancher Mann hat seinen Wunsch noch gar nicht ausgesprochen – und seine Frau ist schon dagegen.
Eine Frau hat nichts zu sagen, wenn man ihr alles verschwenderisch gegeben hat.
Glücklich der Mann, der seiner Frau alles sagen kann.
Im Allgemeinen verraten die verheirateten Leute die Kälte ihrer Gefühle mit derselben Naivität, womit sie ihre Liebe zur Schau trugen.
Im Augenblick, wo in deiner Ehe der Kampf zwischen der Tugend und der Inkonsequenz beginnt, läuft die ganze Frage darauf hinaus, dass deine Frau fortwährend unwillkürliche Vergleiche zwischen dir und einem Liebhaber anstellt.
In der Ehe geht der Augenblick, da zwei Herzen einander verstehen können, so schnell vorüber wie ein Blitz; und ist er einmal vorüber, so kehrt er niemals zurück.
Stets mit einem liebenswürdigen Gesicht die Wohnung betreten – das ist eines jener Ehegesetze, die keine Ausnahme dulden.
In dem Ehebett besitzest du einen treuen Dolmetscher, der mit tiefer Wahrheit die Gefühle einer Frau überträgt; du machst sie dadurch zur Spionin ihrer selbst; du befindest dich stets auf der Höhe ihrer Liebestemperatur; du verläßt sie niemals, du kannst ihren Schlummer hören, kannst alle jene Unvernünftigkeiten vermeiden, die so viele Ehen unglücklich machen – und dies sind die Gründe, aus denen ein Ehebett für beide Gatten den beiden andern Arten der Einrichtung des ehelichen Schlafgemachs vorgezogen werden muß.
Es ist mit der Religion wie mit der Ehe: die Ehe wird so vielen zum Verderben.
Das sich unverstanden Fühlen und das die Welt nicht Verstehen begleitet nicht die erste Leidenschaft, sondern ist ihre einzige nicht zufällige Ursache. Und sie selbst ist eine Flucht, auf der das Zuzweiensein nur eine verdoppelte Einsamkeit bedeutet.
Ja wo zehen Ehen gut, so seind darfür wohl hundert böß, voraus in großen Städten.
Ja, so geht es nun im Leben zu […] man macht sich große Theorien, man will geistig zusammenpassen und will sich auf Herz und Nieren prüfen, – und schließlich wählt man einander doch in der Gunst der Stunde, und ohne alle weitern Kennzeichen.
Die Ehe ist eine Art Treibhaus, sie bringt manch seltsam verbrecherischen Wunsch zur Reife, manch seltsame Entsagung.
Die Ehe ist die geistreichste Sache für die Dummen und die dümmste Sache für die geistreichen Menschen.
Die Ehe ist die feinste Kunst auf Erden, die einer kaum in sieben Iahren lernen kann!