Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Komm du nun, sanfter Schlummer! zu viel begehrt Das Herz; doch endlich, Jugend! verglühst du ja, Du ruhelose, träumerische! Friedlich und heiter ist dann das Alter.
Je älter ich werde, desto mehr lerne ich das Schweigen.
Wie du vielleicht auf einer Seereise, wenn das Schiff eine Zeit in einem Hafen vor Anker liegt, aussteigst, um Wasser zu holen, auf dem Wege dorthin eine kleine Muschel oder ein Zwiebelchen auflesen magst und dabei dennoch deine Gedanken stets auf das Schiff gerichtet haben und fortwährend zurückschauen mußt, ob nicht etwa der Steuermann rufe — und wenn er ruft, alles verlassen mußt, um nicht sonst wie die Schafe gebunden, gleich einem ungehorsamen oder entlaufenen Sklaven, in das Schiff geworfen zu werden — also magst du auch im Leben tun, wenn dir eine Frau oder ein Kindlein gegeben ist, dich daran freuen. Wenn aber der Steuermann ruft, so eile zum Schiff, verlaß alles und schaue dich nach nichts um. Doch bist du ein Greis, so entferne dich überhaupt nie mehr weit vom Schiffe, damit du nicht zurückbleibst, wenn der Steuermann ruft.
Alter schützt vor Torheit nicht: mit diesem Wort macht man sich über das Alter lustig und bedenkt nicht, dass gerade die Fähigkeit, noch Torheiten begehen zu können, ein Trost und eine Quelle des Glückes für die Alten ist.
Die Körperkraft kann nicht zunehmen über eine gewisse Mittagshöhe des Lebens hinaus. Die geistige Kraft aber kann es unbeschränkt. Das ist der wahre Trost des Alternden.
Alter ist keine Reifeprüfung, alt und grau kann jeder Esel werden.
Alter wünscht jedermann und so es kommt, hasst man's.
Hätt' ich fürs Alter auch ein Salben, wollt ich mich salben allenthalben.
Im Alter Kommt der Psalter.
Wenn ein alter Mann ein junges Weib heiratet, so ist es ebenso, als wenn ein Aff' auf den Ofen kriecht.
Je älter der Bock, je härter das Horn.