Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Alles trägt das Alter mit sich fort, auch das Gedächtnis.
Entschwunden ist die Jugend und die sittsame Farbe ließ nur Knochen, umhüllt von bleicher Haut.
Auch die späten Jahre haben ihre Puppenspiele!
Die Jugend fragt: Wie bist Du? – Die reifen Jahre fordern Antwort auf die Frage: Was bist Du?
In späteren Jahren erstaunt man nur noch selten; aber die Gedankenleere, die Armut und Enge manches inneren Lebens, die bleibt immer wieder erstaunlich!
Gerade die späten Jahre bedürfen einer vertrauten, tröstenden Gemeinschaft, einer Stütze, – vor allem: der Liebe! – und gerade die letzte Wegstrecke müssen viele allein gehen!
Die meisten werden mit den Jahren weitsichtig; mir scheint dies eine, dem Alter erteilte, feine Lehre: Kleinigkeiten in der Nähe allmählich übersehen zu lernen, um den klaren Blick in eine große Ferne zu schärfen.
Wie die sinkende Sonne die Erde umfasst: ihre Strahlen in warmes Rot getaucht, das nicht mehr blendet und versengt, nur noch wohltut und erfreut: so soll das alternde Herz, ehe es scheidet, seine Liebeskraft in milde, warme Güte tauchen und damit die Menschen umfassen.
Wenn Du unabwendbar Dein Alter kommen fühlst, wird Dir sein wie einem Schnellläufer, der unter lebhaftem Beifall dicht gedrängter Zuschauer den Siegeslauf begonnen hat und nun, dem Ziele nah, beim Umblick bemerkt, dass die meisten Sitze leer geworden oder von Fremden eingenommen sind, die kaum Anteil am Ausgange des Laufs und am Läufer nehmen.
Die sogenannten Jugendsünden werden nicht deshalb im Alter unterlassen, weil man sie nicht mehr begehen will, sondern weil man sie nicht mehr begehen kann.
In der Kindheit staunt man; im Jünglingsalter ahnt man; als Mann glaubt man, zu wissen; als Greis weiß man, dass man nichts weiß – und wird wieder zum Staunenden.
Ich entstamme einem drahtigen und langlebigen Geschlecht. Einige meiner Vorfahren waren hundertjährige und einer von ihnen lebte 129 Jahre. Ich bin entschlossen, diese Bilanz fortzuführen, und schmeichele mir mit sehr verheißungsvollen Aussichten. Andererseits hat mir die Natur auch eine lebhafte Fantasie geschenkt ...
Altern − das heißt, sich nicht mehr erneuern.
Tragödie: Man altert auch, wenn man nie jung gewesen ist.