Alter Sprüche
Sprüche über Alter
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Derjenige nämlich, der in seinen Beschäftigungen und Arbeiten lebt, bemerkt nicht, wann das Alter sich anschleicht.
Es ist nicht nur kein Vorwurf, sondern vielmehr der höchste Ruhm des Alters, dass es Vergnügungen nicht mit großer Anstrengung erstrebt.
Das Alter ist von Natur aus redseliger.
Bei einem zerbrechlichen Körper fällt eine jede Widrigkeit zur Last.
Was aber ist abstoßender als ein Greis, der gerade zu leben beginnt?
Nicht einmal Schönheit und Kraft können dich glücklich machen: Nichts davon übersteht das Alter.
Wenn du als Greis die Taten und Worte vieler missbilligst, lass dir in den Sinn kommen, was du als junger Mensch selbst getan hast.
Die Alte Frau Täglich sitzt sie in Erinnerungen, Ihre Hände auf den Knien verschlungen. Eingesponnen in ihr Traumgewebe, Schaukelnd auf versunkner Zeiten Schwebe. Ihre Quellen haben sich geschlossen, Sind ins Innere zurückgeflossen; Auf dem dunklen Seelenspiegel jagen Sich die Schatten von gelebten Tagen. Immer weht es aus dem Unsichtbaren: Ist sie nicht die Gleiche wie vor Jahren? In dem unterirdischen Verstecke Sprengt ihr frühes Selbst die leichte Decke, Drängt mit ungebrochnen Schmerzgewalten Sich im Bild der Seele zu gestalten. Scheu verschlossne Sehnsuchtstriebe springen, Zitternd, sich aufs neue darzubringen. In dem Sternenglanz der Allmacht spiegelt Sich ihr Sein vollendet und entsiegelt.
Wenn dir am Ende des Greisenalters noch Reichtümer übrig sind, sorge dafür, dass du als freigiebigiger, nicht als sparsamer Freund lebst.
Mit den Alten soll man ratschlagen und mit den Jungen fechten.
Ein Alter sieht besser hinter sich als ein Junger vor sich.
Man adjungiert alten Leuten junge, ich glaube es wäre in vielen Fällen besser, wenn man manchen jungen Leuten alte adjungierte.
Wenn zwei Personen, die sich jung gekannt haben, alt zusammen kommen, so müssen tausend Gefühle entsteh'n.
Ergrautes Haar macht die Gemüter mild.
Viele Annehmlichkeiten bringen die Jahre, wenn sie kommen, viele davon nehmen sie mit sich, wenn sie gehen.
Das Schönste, was man erlebt, wenn man alt zu werden anfängt, ist, dass einem ein eigenes Gefühl für die Jugend aufgeht, für ihre Frische, ihren Eifer, ihre Hoffnung und ihre dunkle Zukunft. Und so empfindet man die Wiederaufstrebenden köstlich als eine aufziehende Ablösung der Scheidenden.
Vergeblich wünscht man sich die Jugend zurück, ist man schon im Alter angekommen.
Der Mensch zieht sich mit dem Alter, wie eine Schnecke vor der Winterkälte, in immer tiefere Kammern seines Innern zurück.