Alter Sprüche

Sprüche über Alter

1145 Sprüche in dieser Kategorie

Weisere Fassung Ziemet dem Alter, Ich, der Vernünftige, grüße zuerst.

Schiller, Die Braut von Messina oder die feindlichen Brüder. Ein Trauerspiel mit Chören, 1803. 1. Chor

Es kommt nicht darauf an, wie alt man ist, sondernwieman alt ist.

Merian (Hg.), Innen. 366 Gedanken und Gedichte, Verlag Gerhard Merian, Stuttgart-Degerloch, um 1931

Die Jahre wachsen, aber die Kräfte schwinden.

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Ein leidenschaftlicher Greis ist wie ein Gewitter im Winter.

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Ein kräftiges Alter mit Kopfeshelle und Gewissensruhe ist die angenehmste Epoche des Lebens.

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Die Liebe zur Natur, zu Wissenschaften, und Vertrauen auf eine väterliche allwaltende Vorsehung sind die sichersten Stützen und Gefährten im Leben, besonders aber im Alter, wo so vieles uns verläßt, so vieles als eitler Tand erscheint.

Pertz, Das Leben des Ministers Freiherrn vom Stein, 6 Bde., 1850-55

Besonders im Alter widerfährt dem Menschen gerne noch etwas, was so zu sagen die letzte Hand an ihn legt, sei es nun noch einen Versuch zu seiner Bekehrung zu machen, sei es, um ein Wichtiges, was seiner Tugend noch fehlt, zu ergänzen, sei es, um letztere in ihrer Reinheit und Treue darzustellen und zu verherrlichen.

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Graue Haare sind eine Krone der Ehre; auf dem Weg der Gerechtigkeit wird sie gefunden.

Altes Testament. Die Sprüche Salomos (#Spr 16,31)

Das Alter ist eine schöne Krone, man findet sie nur auf dem Wege der Mäßigkeit, der Gerechtigkeit und Weisheit.

Herder, Blumenlese aus morgenländischen Dichtern (= Herder's sämmtliche Werke. Zur schönen Literatur und Kunst, Bd. 9), Tübingen 1807. I. Blätter der Vorzeit. Vierte Sammlung

Alter macht nicht kindisch, wie man spricht, Es findet uns nur noch als wahre Kinder.

Goethe, Faust. Eine Tragödie. Vorspiel auf dem Theater, 1808. Lustige Person

Mensch und Zeit Es schwinden die alten, vertrauten Gesichter, Die lange gegrüßten allmählich dem Blick; Es welken, es weichen ermattet die Hände, Die mit uns gewoben am Erdengeschick. Und Mienen von Fremdlingen, dichter und dichter, Umdrängen beirrend die sehnende Brust: Wo seid ihr, ihr Wege, ihr traulichen Wände, Die um unser Kindheit Geheimnis gewußt? O Duft der Vergangenheit, zartes Gespinste, Gehängt ob des Herrwegs brausendem Gang, Was bist du, wenn rasch mit zerreißendem Schlage Der Gegenwart Pfeil deine Weben durchdrang? So schwinde der Ferne sanft blauende Dünste Dem Auge, das nachkommt, dem Wunderrevier: O Zeit du, o Mutter der wandelnden Tage, Was sind wir, der Ewigkeit Sucher, vor dir?

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Es gibt ja nichts so Unwilliges wie das Alter.

Petrarca, F., Briefe. An Guido Scetten in Genua

In natürlich gut gearteten Menschen sind dem Alter Ruhe, Aufhören vom Zufall abhängiger Bestrebungen, Geduld, Freiheit von zu ängstlichen Sorgen eigen, und diese Vorzüge erhöhen und verschönern alles.

Humboldt, W., Briefe an eine Freundin (gemeint ist Charlotte Diede), 2 Bde., 1847. 3. September 1832

Eine verwelkte Blume und eine verschrumpfte Wurst haben einander nichts vorzuwerfen.

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Mit siebzig hat man noch Träume.

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Wir Alten sind die Milden und Gelinden, Weil wir im Abschiednehmen uns befinden; Wie könnten wir noch denen grollen, Die wir so bald verlassen sollen!

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Es gibt einen Verlauf des Lebens, der bestimmt ist, und einen einzigen, und zwar einfachen Weg der Natur, und jedem Stücke der Lebensbahn ist die ihm zukommende Zeitgemäßheit verliehen: so hat denn sowohl die Zartheit der Kinder als auch die ungestüme Kraft der Jünglinge, als auch die Würde des schon gesetzten Alters, als auch die Reife des Greisentums etwas Natürliches, was zu seiner Zeit erlebt werden muß.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 1864

Es gibt bei Damen ein gewisses Alter, das sehr ungewiß ist.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Wenn einer wie ich über die achtzig hinaus ist, hat er kaum noch ein Recht zu leben; er muß jeden Tag darauf gefaßt sein, abgerufen zu werden, und daran denken, sein Haus zu bestellen.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Johann Peter Eckermann, 15. Mai 1831

Alter ist bei Frauen etwas, wonach man nicht fragt, bei Männern etwas, das nicht vor Torheit schützt.

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Alter verbessert den Wein und den Kapitalertrag, aber ich wüsste nicht, was sonst.

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