Alter Sprüche – erfahrung
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Viele Annehmlichkeiten bringen die Jahre, wenn sie kommen, viele davon nehmen sie mit sich, wenn sie gehen.
Der Mensch zieht sich mit dem Alter, wie eine Schnecke vor der Winterkälte, in immer tiefere Kammern seines Innern zurück.
Alles trägt das Alter mit sich fort, auch das Gedächtnis.
Die meisten werden mit den Jahren weitsichtig; mir scheint dies eine, dem Alter erteilte, feine Lehre: Kleinigkeiten in der Nähe allmählich übersehen zu lernen, um den klaren Blick in eine große Ferne zu schärfen.
Die sogenannten Jugendsünden werden nicht deshalb im Alter unterlassen, weil man sie nicht mehr begehen will, sondern weil man sie nicht mehr begehen kann.
In der Kindheit staunt man; im Jünglingsalter ahnt man; als Mann glaubt man, zu wissen; als Greis weiß man, dass man nichts weiß – und wird wieder zum Staunenden.
Tragödie: Man altert auch, wenn man nie jung gewesen ist.
Altsein ist auch ein Glück für den, der reifte.
Seltsam ist es, wie der Mensch in der Rückschau des Alters hellsichtig wird.
Alt ist jedermann von dem Tage an, da er sich nicht mehr bemüht, seine Fehler abzulegen.
Keiner genießt sein gegenwärtiges Alter: jeder bereut zehn Jahre zu spät, was er zehn Jahre vorher versäumt hat.