Alter Sprüche – erfahrung

242 Sprüche gefunden

Aktive Filter: Alter erfahrung

Viele Annehmlichkeiten bringen die Jahre, wenn sie kommen, viele davon nehmen sie mit sich, wenn sie gehen.

Horaz, Die Dichtkunst (Ars poetica = Epistula ad Pisones). 175-176. Übers. Internet Originaltext: Multa ferunt anni venientes commoda secum, multa recedentes adimunt

Der Mensch zieht sich mit dem Alter, wie eine Schnecke vor der Winterkälte, in immer tiefere Kammern seines Innern zurück.

Pauly, Aphorismen, 1905

Alles trägt das Alter mit sich fort, auch das Gedächtnis.

Vergil, Eklogen (Eclogae, auch: Bucolica oder Idyllen), ca. 42-39 v. Chr. 9,51. Übers. Internet Originaltext: Omnia fert aetas, animum quoque

Die meisten werden mit den Jahren weitsichtig; mir scheint dies eine, dem Alter erteilte, feine Lehre: Kleinigkeiten in der Nähe allmählich übersehen zu lernen, um den klaren Blick in eine große Ferne zu schärfen.

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Die sogenannten Jugendsünden werden nicht deshalb im Alter unterlassen, weil man sie nicht mehr begehen will, sondern weil man sie nicht mehr begehen kann.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

In der Kindheit staunt man; im Jünglingsalter ahnt man; als Mann glaubt man, zu wissen; als Greis weiß man, dass man nichts weiß – und wird wieder zum Staunenden.

Peters, Aphorismen, 1931

Tragödie: Man altert auch, wenn man nie jung gewesen ist.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Dritte Folge, 1928

Altsein ist auch ein Glück für den, der reifte.

Steinmüller, Die Rhapsodien vom verlorenen Königreich, o.J. (um 1920)

Seltsam ist es, wie der Mensch in der Rückschau des Alters hellsichtig wird.

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)

Alt ist jedermann von dem Tage an, da er sich nicht mehr bemüht, seine Fehler abzulegen.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Keiner genießt sein gegenwärtiges Alter: jeder bereut zehn Jahre zu spät, was er zehn Jahre vorher versäumt hat.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896