Alter Sprüche – erfahrung
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Mit den Jahren begnügt man sich mit immer anspruchsloserem Trost.
Wer nicht ganz verwöhnt und hinlänglich jung ist, findet nicht leicht einen Ort, wo es ihm so wohl sein könnte als im Theater.
Der aufsteigende Gedankenflug der Jugend verwandelt sich im Alter in ein ruhiges Kreisen in den gewonnenen Höhen.
Wäre das Alter so weise ohne die Torheit der Jugend?
Erst wenn man alt ist, verstünde man so recht, jung zu sein.
Alt werden heißt sehend werden.
Im Alter lassen alle Sinne nach, ausgenommen der Starrsinn.
Altern und Einsamkeit bringen zum Nachdenken und machen den Menschen milder.
Wir werden nur klüger, nicht besser mit dem Alter, und unseres Herzens gefährlichste Feinde sind die Jahre.
Mit jedem Eintritt in eine neue Altersphase erschrickt man anfangs über den Verlust, den sie einem bringt und gewinnt nach einer Weile die Vorzüge lieb, die sie einem verleiht.
Man sagt, ich sei dreißig Jahre alt. Wenn ich aber drei Minuten in einer gelebet habe – bin ich dann nicht neunzig Jahre alt?
Nichts macht so alt als der Eifer, jung zu scheinen.
Wenn man alt ist, denkt man über die weltlichen Dinge anders, als da man jung war.
Ich hatte mir das Alter immer reizend und viel reizender als die früheren Lebensepochen gedacht, und nun, da ich dahin gelangt bin, finde ich meine Erwartungen fast übertroffen.
Willst du im Alter glücklich sein, mußt du vergessen, was du in der Jugend versäumt hast!
Fromm in der Jugend, ein Teufel im Alter.
Auch entstehen gewöhnlich erst im Alter die reifsten Werke. Denn bis zum 35. Jahre müssen zwar die Ideen, die Grundgedanken gesammelt und eingetragen sein; aber die Verarbeitung und Beherrschung dieses Stoffes ist doch erst das Werk des spätern Alters.
Um zu lernen was nottut, ist kein Alter zu alt.
Es ist ein Vorteil des Altwerdens, daß man gegen Haß, Beleidigungen, Verleumdungen gleichgültig wird, während die Empfänglichkeit für Liebe und Wohlwollen stärker wird.
Was uns älter macht, ist nicht die Zunahme an Jahren, sondern das Aufgeben unserer Ideale.
Wir gleichen im Alter einem Luftschiffer, der getrennt von der Erde im umgeheuern Raume schwimmt, mit dem erhabenen Vorgefühl der Hoffnung, wenn die Seele sich vom Leibe trennt, wie der Luftschiffer von der Erde, und im Alter lernt man vieles, was man in der Jugend nicht begreifen wollte, folglich auch die Verschiedenheit der Seele und des Leibes.