Alter Sprüche – leben
155 Sprüche gefunden
O, ihr gedrückten Menschen [...], wie überlebt ihr Müden es, o wie könnt ihr denn alt werden, wenn der Kreis der Jugendgestalten zerbricht und endlich ganz umliegt, wenn die Gräber eurer Freunde wie Stufen zu euerem eignen hinuntergehen, und wenn das Alter die stumme, leere Abendstunde eines erkalteten Schlachtfeldes ist; o, ihr armen Menschen, wie kann das euer Herz ertragen?
Die Summa Summarum des Alters ist eigentlich niemals erquicklich.
Wer in einem gewissen Alter frühere Jugendwünsche und Hoffnungen realisieren will, betrügt sich immer, denn jedes Jahrzehnt des Menschen hat sein eigenes Glück, seine eigenen Hoffnungen und Aussichten.
Niemand liebt das Leben so wie einer, der alt wird.
Nicht das Alter ist das Problem, sondern unsere Einstellung dazu.
Im Übrigen bin ich entschlossen alt zu werden; denn sonst kann man es zu nichts bringen. Aber nicht aus Vergnügen am Leben will ich alt werden.
Über die Maßen verlängert, wird Pein das Leben.
Das eigentliche Lebensglück, das in geistiger Ruhe und Zufriedenheit und seelischer Geradheit und Sicherheit besteht, darf man nie einem Menschen zusprechen, ehe man nicht gesehen hat, wie er den letzten und zweifellos schwierigsten Akt im Schauspiel seines Lebens spielt.
Jeder ist mit seinem Leibe sein eignes Gebeinhaus.
Lebende Geschöpfe dürfen wir nicht wie Schuhe, Töpfe und Pfannen behandeln, die wir fortwerfen, wenn sie vom Dienst abgenutzt und abgetragen sind.
Verpfusche nicht das Finale deines Lebens!
Lang leben will alles, aber alt werden will kein Mensch.
Der Abend des Lebens bringt seine Lampe mit.
Mich frug mein Freund, wie viele Lebensjahre bereits auf meinen Schultern ruhten? Ich sprach: "Im besten Falle zwei Minuten." Er wies bestürzt auf meine weißen Haare. Da sagte ich: "Wir müssen klar erkennen, wie sich verteilt des Lebens Wert und Maß. Ich küßte einmal so, daß ich es nie vergaß... Den Rest des Erdenseins kann ich nicht Leben nennen..."
Fürchte das Alter, denn es kommt nicht allein.
Es kann ein unglückliches und ein freudenloses [Alter] geben, wie eine solche Jugend. Aber die Schicksale gleichgestellt, finde ich das Alter, selbst mit allen Schwächen, die es mit sich bringt, nicht arm an Freuden, die Farben und die Quellen dieser Freuden sind nur andere.
Wie fangen wir's an? Das sage mir einer! Lang leben will jedermann, alt werden keiner.
Es ist etwas in uns, das über und hinter allen Altern ist und mit allen Altern spielt.
Man stirbt nicht vor Alter, man wird vom Tode zerbrochen.
Die zweite Hälfte des Lebens ist oft nur noch der Katzenjammer von der ersten.
Ich behaupte daher, daß die beste Wegzehrung des Alters ist [...] das Leben gemäß der Natur, indem man denkt und tut, was man soll.