Alter Sprüche – mut

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Neues will der Edle schaffen und eine neue Tugend. Altes will der Gute, und daß Altes erhalten bleibe.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Erster Teil. Die Reden Zarathustras, 1883. Vom Baum am Berge

Gott wird mich bewahren vor der Schwäche oder dem Stolze vieler Alten, die jeden für einen Esel halten, der nicht grau ist [...].

Weber, Demokritos oder hinterlassene Papiere eines lachenden Philosophen, 12 Bde., 1832-40. Das Alter

Jugend wild, Alter mild.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Ich will nicht sehen die gefürchteten Schwächen des Alters; kräftige Verachtung gelobe ich mir gegen jedes Ungemach, welches das Ziel meines Daseins nicht trifft, und ewige Jugend schwöre ich mir selbst.

Schleiermacher, Monologen. Eine Neujahrsgabe, Erstdruck 1800. V. Jugend und Alter

Rechte Jugend wird niemals alt, wer so hell und kühn ins Leben schaut, bleibt auch sein Meister immerdar. Denn das Leben ist ja doch ein wechselndes Morgenrot, die Ahnungen und Geheimnisse werden mit jedem Schritt nur größer und ernster, bis wir endlich vor dem letzten Gipfel die Wälder und Täler hinter uns versinken und vor uns im hellen Sonnenschein das andere sehen, was die Jugend meint.

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Alt sein heißt ja nicht schwach sein; es heißt nur doppelt wach sein für das, was wahr und echt. Du lebenslang ein Wäger des Echten und sein Heger, just dir steht Altsein recht!

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Mit ungehemmten Flügeln dringen Wir jung wie Adler in die Luft; Doch jeder Tag kürzt uns die Schwingen, Und endlich sinken wir gelähmt zur Gruft.

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Älter werden heißt selbst ein neues Geschäft antreten; alle Verhältnisse verändern sich, und man muß entweder zu handeln ganz aufhören oder mit Willen und Bewußtsein das neue Rollenfach übernehmen.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus Kunst und Altertum, 5. Bandes 2. Heft, 1825

Nicht an Ermattung, nicht an Alter denken!

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Das Altern ist nichts für Feiglinge.

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Altern heißt unlustig werden zu der Schmiedearbeit an dem eigenen Schicksal.

Lindau (Hg.), Nord und Süd. Eine deutsche Monatsschrift, 1877-1904. 1885

Jugendthorheit ist auch einer von den vielen mißbrauchten und die eigene Schwäche beschönigenden Ausdrücken, denn wir nennen Thorheit gewöhnlich immer dasjenige, was uns nicht mehr reizt oder wozu wir nicht mehr befähigt sind; die Sehnsucht aber, noch gereizt zu werden oder dazu befähigt sein zu können, lebt dessenungeachtet wehmutsvoll in uns fort.

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Nichts ist ehrwürdiger als ein Greis, der die Prüfungen der Eitelkeit, der Wollust, des Hochmutes, der Rangsucht, des Geldgeizes rüstig überstanden, und seine Argo durch all diese Klippen ohne Leck geführt hat. Die Anzahl solcher Greise ist sehr gering. Die meisten Menschen, die nicht an ein Ruder angeschmiedet, sondern freie Herrn ihres Fahrzeuges sind, bleiben gleich beim Ausfahren an einem jener Riffe hängen.

Jacobs (Hg.), Auswahl aus den Papieren eines Unbekannten, 3 Bde., 1818-22

Bei meinen Spaziergängen als wankender Greis fällt mir immer der 90jährige Kassier Lechner ein, der, wann man ihn frägt: ob er sich denn so allein zu gehen getraue, immer antwortete: "Ja, wissen's, in jeder meiner Taschen steckt eine Visitenkarte von mir, damit's die Leut gleich wissen, wer ich gewesen bin."

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Stumpf werde ich wohl nicht so leicht werden, aber matt und müde.

Rothe, Stille Stunden. Aphorismen aus Richard Rothe's handschriftlichem Nachlaß, 1872

Wie viele Schultern ohne Kraft haben sich schwere Lasten aufbürden wollen.

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Gesichtsfalten sind die Pfade, wo das Lächeln spazieren ging.

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Die besten Waffen des Alters sind immer [...] die geistigen Güter und die Betätigungen der Tugenden.

Cicero, Cato der Ältere über das Greisenalter (Cato maior de senectute), 44 v. Chr. Übersetzt von Raphael Kühner 1864. Originaltext: Aptissima omnino sunt [...] arma senectutis artes exercitationesque virtutum.

Ich bin ein angehender Greis, der Hoffnung hat, ehrwürdig zu werden. Also nichts zu fürchten.

Nestroy, Lady und Schneider. Posse mit Gesang in zwei Akten, 1849. 2. Akt, 5. Szene, Fuchs

In Armut soll man um so fester, im Alter um so willensstärker sein.

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"Was hast du Alter, daß du tanzt?" "Mich lassen die Dämonen nicht los."

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