Alter Sprüche – neuanfang
121 Sprüche gefunden
Ja, auch wir alten Holzscheite haben einmal gebrannt!
Es ist ein Zeichen des beginnenden Alters, wenn man auf einmal Lust kriegt, Bücher wieder zu lesen, die man schon kennt. Noch einen Schritt näher an das Grab, und man liest überhaupt nur noch Bücher, die man schon kennt.
Wer älter aussehen will, als er ist, suche sich zu verjüngen.
Im Alter, wenn die Kräfte des Geistes und Leibes verschwinden, – wie seltsam ist es, hierin eine Vernichtung zu sehen? Wenn die Blätter des Baumes im Herbste abfallen, ist der Baum nun tot? Ein neuer Frühling wird ihn erwecken.
Das Jahrhundert ist im Sturm geschieden, Und das neue öffnet sich mit Mord. Und das Band der Länder ist gehoben, Und die alten Formen stürzen ein. …
Leiser und lauter Wie der Vogel auf dem Baum, Der sich müd' am Tage sang, Nur noch zwitschert leis' im Traum, Daß es in der Nacht verklang: Also werden meine Lieder Leiser gegen meine Nacht; Und die lautern sing ich wieder, Wenn mein neuer Tag erwacht.
Die Männer altern, und die Frauen verändern sich.
Wie die Lunge des Neugeborenen rosig, die des Alten grau ist, so die Seelen – und gar die Hirne!
Ich bin nicht mehr in den Jahren, wo man das Leben von vorn anfängt.
Ein genesender Greis: es wird dir vergönnt, dich auf dem Wege aus der Welt noch einmal umzusehen.
Die Jahre des Menschen gleichen der Seitenzahl von Büchern; bei guten Menschen und guten Büchern ist es einem leid, wenn es an die letzte Jahres- oder Seitenzahl geht; bei schlechten Menschen und Büchern dankt man seinem lieben Himmel, wenn sie gar sind.
Die alte Zeit, da wir jung waren, ist nun jung, da wir alt sind; wir wollen in der jungen Zeit uns unsers Alters freuen.
Was aber ist abstoßender als ein Greis, der gerade zu leben beginnt?
Das Schönste, was man erlebt, wenn man alt zu werden anfängt, ist, dass einem ein eigenes Gefühl für die Jugend aufgeht, für ihre Frische, ihren Eifer, ihre Hoffnung und ihre dunkle Zukunft. Und so empfindet man die Wiederaufstrebenden köstlich als eine aufziehende Ablösung der Scheidenden.
Wenn Du unabwendbar Dein Alter kommen fühlst, wird Dir sein wie einem Schnellläufer, der unter lebhaftem Beifall dicht gedrängter Zuschauer den Siegeslauf begonnen hat und nun, dem Ziele nah, beim Umblick bemerkt, dass die meisten Sitze leer geworden oder von Fremden eingenommen sind, die kaum Anteil am Ausgange des Laufs und am Läufer nehmen.
Altern − das heißt, sich nicht mehr erneuern.