Alter Sprüche – zeit
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Der Jugend wird oft der Vorwurf gemacht, sie glaube immer, daß die Welt mit ihr erst anfange. Wahr. Aber das Alter glaubt noch öfterer, daß mit ihm die Welt aufhöre. Was ist schlimmer?
Wir aber mindern Pfundes Verwalter Was wir jung hatten, wünschen wir im Alter.
Das Geheimnis des rechten Altwerdens liegt in einem Satz: Die Zeit geht sanft nur mit denen um, die mit der Zeit sanft umgehen.
Man wird nicht besser mit den Jahren – wie sollt es auch? Man wird bequem und bringt, um sich die Reu' zu sparen, die Fehler all in ein System. Das gibt dann eine glatte Fläche, Es rutscht sich unbehindert fort Und »allgemeine Menschenschwäche« Wird unser Trost- und Losungswort. Die Fragen alle sind erledigt, Das eine geht, das andre nicht, – Nur manchmal eine stumme Predigt Hält uns der Kinder Angesicht.
Noch gern der Zeit gedenk ich, als alle meine Glieder noch gelenkig, bis auf eins. Die Zeit ist längst vorüber, steif sind alle meine Glieder, bis auf eins.
Wer nicht alt werden will, mag sich jung hängen lassen.
Alte Bäume sind bös biegen.
Wenn der Wolf alt wird, dann reiten ihn die Krähen.
Tanzt ein Alter, so macht er großen Staub.
Alter bringt nicht immer Weisheit mit sich. Manchmal kommt es auch allein.
Das Alter macht oft mürrisch, tadelsüchtig, hartherzig und ungerecht gegen andere.
Das Alter ist ein Tyrann, der bei Todesstrafe alle Vergnügungen der Jugend verbietet.
Sind ein Paar kalter Freunde Winter und Alter: Winter schröpfend, Alter erschöpfend; Winter zwackend, Alter plackend; Winter pustend, Alter hustend; Winter geht, Alter steht: Gerne wär' ich der beiden quitt, Nähme Winter das Alter mit.
Das Alte wird nie alt, es wird nur alt das Neue.
Mit vierzig Jahren Mit vierzig Jahren ist der Berg erstiegen, wir stehen still und schau'n zurück. Dort sehen wir der Kindheit stilles liegen und dort der Jugend lautes Glück. Noch einmal schau', und dann gekräftigt weiter erhebe deinen Wanderstab! Hindehnt ein Bergesrücken sich ein breiter und hier nicht, drüben gehts hinab. Nicht atmend aufwärts brauchst du mehr zu steigen, die Ebne zieht von selbst dich fort; dann wird sie sich mit dir unmerklich neigen, und eh du's denkst, bist du im Port.
Das Alter ermangelt der Güte, wie das trockene Wetter des Taus.
Wer das Alte ganz wegwirft, wird das Neue nicht lange behalten.
Die meisten Menschen benutzen ihre Jugend, um ihr Alter zu ruinieren.
In der Jugend legen wir für das Alter zurück, im Alter sparen wir für den Tod. Der verschwenderische Erbe zahlt für ein großartiges Begräbnis und verzehrt den Rest.
...ja, so geht man dahin. Und die Zeit geht auch dahin – bis man nicht mehr entfernt eine Schattenlinie bemerkt, eine Mahnung, dass man auch das Reich der sorglosen Jugend hinter sich lassen muss.
Nichts verächtlicher als ein brausender Jünglingskopf mit grauen Haaren.