Alter Sprüche – zeit

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Je schwächer unsere Nerven werden mit den Jahren, desto mehr suchen sie sich den Genuß, das Reizmittel der Lebensübergänge zu schaffen.

Kayssler, Besinnungen, 1921

Auch die späten Jahre haben ihre Puppenspiele!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Im Alter "übrigbleiben", wie es die tiefsinnige deutsche Sprache nennt, das ist das Schwerste!

Waldersee, Späne aus stiller Werkstatt. Aphorismen, 1908

Wenn Du unabwendbar Dein Alter kommen fühlst, wird Dir sein wie einem Schnellläufer, der unter lebhaftem Beifall dicht gedrängter Zuschauer den Siegeslauf begonnen hat und nun, dem Ziele nah, beim Umblick bemerkt, dass die meisten Sitze leer geworden oder von Fremden eingenommen sind, die kaum Anteil am Ausgange des Laufs und am Läufer nehmen.

Toeche-Mittler, Stimmungsgedanken über Raum und Zeit, 1907

Die sogenannten Jugendsünden werden nicht deshalb im Alter unterlassen, weil man sie nicht mehr begehen will, sondern weil man sie nicht mehr begehen kann.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Moral

Wenn die Jugend ohne Feuer war, wird leicht das Alter ohne Wärme sein.

Dix, Aphorismen und Sinnsprüche, 1900

Eines Tages stehen wir mit weißen Haaren und kurz gebliebenem Hemdchen auf unserem Grabe und versuchen vergebens, es länger zu ziehen.

Kayssler, Wege − ein Weg. Eine Auswahl aus Gedichten, Prosa und Aphorismen, 1929. Drittes Buch: Besinnungen. Zweite Folge (1929)

Altern − das heißt, sich nicht mehr erneuern.

Keiter, Lebenssprüche und Zeitbetrachtungen, 1910

Tragödie: Man altert auch, wenn man nie jung gewesen ist.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Dritte Folge, 1928

Die Lebensfrohen haben es eilig, die Welkenden abzustoßen und was krank scheint fallen zu lassen wie lässige Hände eine welke Blume.

Steinmüller, Die Rhapsodien vom verlorenen Königreich, o.J. (um 1920)

Seltsam ist es, wie der Mensch in der Rückschau des Alters hellsichtig wird.

Steinmüller, Rhapsodien vom wahren Frieden, o.J. (um 1940)

Diejenigen, die Alter als Tugend ansehen, sind alt geworden und machen eine Tugend aus der Notwendigkeit.

Matthewman, Rips and Raps, 1903. Übers. Internet

Wer sich im Alter noch wichtig fühlt, der ist am Leben vorbeigegangen.

Lorenz, Zeitlose Wahrheiten. Zweihundert und einige Aphorismen (Erstdruck 1940 unter dem Decknamen Pieter Gruiter), 1941

Die Zeit macht sich lustig über uns; sie hat ein abschreckendes Talent zur Karikatur, das noch nie Heiterkeit erregte.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896

Werden wir älter, so gehören wir einigen Lebenden und vielen Toten.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

Keiner genießt sein gegenwärtiges Alter: jeder bereut zehn Jahre zu spät, was er zehn Jahre vorher versäumt hat.

Wertheimer, Aphorismen. Gedanken und Meinungen, 1896