Arbeit Sprüche – hoffnung

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Winterwanderung (Aus den Liedern vom Maurergesellen) Nicht mir hab' ich gebaut; dies Dach wird eines andern. Wer's Glück hat, holt die Braut und kauft Brabant und Flandern. Ade, ade, du schmuckes Haus, ich greif' zum Stab und zieh' hinaus, muß weit und weiter wandern. Muß wandern kreuz und quer, durch Stadt und Dorf mich winden; mein Säckel wird so leer, und Wams und Stiefel schwinden. Ich hab' gebaut so manches Dach; das eigne Haupt zu bergen, mag ich nun kein Plätzchen finden. Kein Meister, der mich dingt, wo ich auch zugesprochen; der arge Winter bringt die langen Feierwochen. Die Welt wird still, die Arbeit ruht, ich armes heimatloses Blut muß rings vergeblich pochen. Schon streicht ein harter Frost auf dem bereiften Rasen, und scheltend kommt aus Ost ein Schneewind hergeblasen, die wilden Wanderschwäne schrei'n, ach Gott, wie bin ich gar allein, allein auf fremden Straßen! Doch Herz, dein Trost ist nah! Wenn jede Tür verschlossen, du zählst den Herrgott ja zu deinen Zunftgenossen. Der Meister, der die Kuppel baut, die sterndurchflammt dort oben blaut, der wird dich nicht verstoßen.

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Was man mit frischem Herzensblut Und keckem Wohlbehagen thut, Das thut man nicht vergebens.

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Arbeit ist das wärmste Hemde, Frischer Quell im Wüstensand, Stab und Zelt in weiter Fremde Und das beste Vaterland!

Keller, Kantate zur Eröffnung einer Ausstellung in Zürich 1883

Arbeit, fühle ich, wird das einzige sein, was mich ruhiger machen kann.

Kleist, H., Briefe. 3. Juni 1801

In steter Bewegung ernährt sich die Kraft, Die Ruh liegt im Herzen dem Manne, der schafft!

Keller, Kantate zur Eröffnung einer Ausstellung in Zürich 1883

Erwin: Auf dem Land und in der Stadt Hat man eitel Plagen! Muß ums Bißchen, was man hat, Sich mitm Nachbarn schlagen. Rings auf Gottes Erde weit Ist nur Hunger, Kummer, Neid, Dich hinauszutreiben. Bernardo: Erdennot ist keine Not, Als dem Feig' und Matten. Arbeit schafft dir täglich Brot, Dach und Fach und Schatten. Rings, wo Gottes Sonne scheint, Findst ein Mädchen, findst einen Freund, Laß uns immer bleiben!

Goethe, Erwin und Elmire, 1774/75

Wer bewirkt, daß dort, wo bisher ein Halm wuchs, nunmehr zwei Halme wachsen, der hat mehr für ein Volk geleistet als ein Feldherr, der eine Schlacht gewann.

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Man muß Gott helfen, Korn zu machen.

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Nur die Arbeit kann erretten, Nur die Arbeit sprengt die Ketten, Arbeit macht die Völker frei! Mensch, was dich auch immer quäle, Arbeit ist das Zauberwort, Arbeit ist des Glückes Seele, Arbeit ist des Friedens Hort! Deine Pulse schlagen schneller, Deine Blicke werden heller, Und dein Herz pocht munter fort.

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Ihr Geringen, ihr seid die Wichtigen, ohne eure Mitwirkung kann nichts Großes sich mehr vollziehen — von euch geht aus, was Fluch oder Segen der Zukunft sein wird.

Ebner-Eschenbach, Das Gemeindekind, 1887

Bei allen Dingen, die gut enden, Ehre im Leben und Ruhe im Grabe bringen sollen, muß Gottes Stimme in uns erst ertönen, einer Trompete gleich, bevor wir sie anfangen.

Brachvogel, Der Fels von Erz, 4 Bde., 1872

Wer arbeiten kann und will, dem wird auch in der Einsamkeit die Zeit nicht lang, und wer klug genug ist, Gottes Weisheit und Güte in Baum und Strauch, in Gras und Kraut zu erkennen, für den ist jede Gegend schön, und die Düne wird ihm ebensowohl zum Tempel des Herrn als der allerschönste Laubwald.

Burow, Im Wellenrauschen, 2 Bde., 1869 (posthum)

Alle Arbeit und Mühe ist leichter zu tragen als der Sporn.

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Die Arbeit ist der beste Arzt für den Schmerz. In Kummer oder Enttäuschung arbeite angestrengt, und du wirst es selbst erfahren.

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Säen wir nur aus, und warten wir wie der Bauer geduldig bis zur Ernte.

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Mit der Arbeit ist’s wie mit dem Beten; – wenn sie uns helfen soll – müssen wir daran glauben.

Baer-Oberdorf, Wetterleuchten. Aphorismen, 1909

Um trotz Missachtung seines Könnens und Geringschätzung seines Schaffens den Mut zum Vorwärtskämpfen zu finden, bedarf es festen, unbeugsamen Glaubens in sich und an die Wahrhaftigkeit seiner Arbeit.

Vogel, Im zeitlosen Strome. Randbemerkungen des Lebens, 1913

Anders als gut kann es nicht kommen. Wer tief hat durch müssen und hinterdrein merken konnte, daß alles, was zuerst Unglück war, zum Guten ausgeschlagen ist, der fürchtet nichts mehr.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Arbeitet tapfer, das bringt euch über alles hinweg. Die Arbeit ist das, wozu Gott uns angewiesen hat.

Bismarck, Reden. Zu Kindern der Bergedorfer Volksschule, am 16. Mai 1895

Was du dankst der milden Göttergunst, drückt dein Haupt zu Boden nieder; was du dankst der eignen Müh' und Kunst, hebt es zu den Göttern wieder.

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Glaube an die Sache, der du dienst.

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