Arbeit Sprüche – zukunft

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Was hält uns frisch und jung? Arbeit und Erinnerung.

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Den eignen Schranken kannst du nicht entflieh'n, Sie sind das Maß der dir gewordnen Kraft. So hüte denn den Schatz, der dir verlieh'n, Auf daß durch dich er viel des Segens schafft. Zwar Stückwerk bleibt das Beste, was gelingt, Je mehr du strebst, je ferner rückt das Ziel. Oft wird's ein andrer sein, der das vollbringt, Was unvollendet deiner Hand entfiel. Du thu' das deine! ob die Saat gedeiht, Ob unbeachtet sie der Sturm verweht, Das stell' getrost anheim der künft'gen Zeit, Die in der Hut der ew'gen Gottheit steht! So wirke fort! Noch leuchtet dir der Tag! Und sei gewiß, das Tagwerk, das du thust, In fernste Zeiten klingt es leise nach, Wenn längst du selbst von deiner Arbeit ruhst.

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Die beste Vorbereitung zu einer guten Arbeit für den morgigen Tag ist, heute gute Arbeit zu leisten.

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Im Hafen erblickst du kein Segel, Keines Menschen Fußtritt am Strand; Viel tausend reinliche Vögel Hüten das einsame Land. [...] Gott segn' euch, ihr trefflichen Vögel An der fernen Guanoküst', Trotz meinem Landsmann, dem Hegel, Schafft ihr den gediegensten Mist!

Scheffel, Gaudeamus. Lieder aus dem Engeren und Weiteren, 1863. Aus: Guano

Ideale Es hängt die schönste Frucht am Baum Und winkt dir lächelnd zu; Du strebst empor, doch ach, der Baum Wächst schneller stets als du. Und dennoch strebst du immerfort, Bis einst du müd und matt; Dann fällt auf deinen Ruheort Vielleicht ein welkes Blatt.

Bern (Hg.), Deutsche Lyrik seit Goethe's Tode, 1878

Besitzlos, ohne Hoffnung auf die Zukunft, steht der Arbeiter seinem Herrn gegenüber.

Schmoller, Die Arbeiterfrage, in: Preußische Jahrbücher, 14. Band, 4. (Teil 1) u. 5. Heft (Teil 2), Berlin 1864

7. Arbeit Vorwärts wandeln, wiederkehren, Und das Rohe neu gestalten, Ordnung in Verwirrung schalten, Wird auf Erden immer währen. Was gewesen, kommt auch wieder, Zukunft ist dereinst vergangen, Sterben muß jedwed' Verlangen, Und die Erde zieht uns nieder. Menschen, Element, Naturen Stehn zum Kampfe stets gerüstet, Alles schreckt und lockt; uns lüstet Wandeln auf der Erde Spuren. Jeder weiß, wie es gewesen, Wenn er Gegenwart beachtet; Wer sich selber recht betrachtet, Kann die ganze Erde lesen. Wie der Streit sich selbst versöhnet, Friede wird aus Krieg erzeuget, Wie der Regen hebt und beuget, So die Erde wird verschönet. Alle Mühe rennt zum Ziele, Zum Genusse wird das Streben: Also zieht Arbeit und Leben In der Erde wild Gewühle.

Tieck, L., Gedichte. Erster Teil, Erstdruck P. G. Hilscher, Dresden 1821. Lebenselemente

Fabrikstraße Tags Nichts als Mauern. Ohne Gras und Glas zieht die Straße den gescheckten Gurt der Fassaden. Keine Bahnspur surrt. Immer glänzt das Pflaster wassernaß. Streift ein Mensch dich, trifft sein Blick dich kalt bis ins Mark; die harten Schritte haun Feuer aus dem turmhoch steilen Zaun, noch sein kurzes Atmen wolkt geballt. Keine Zuchthauszelle klemmt so in Eis das Denken wie dies Gehn zwischen Mauern, die nur sich besehn. Trägst du Purpur oder Büßerhemd –: immer drückt mit riesigem Gewicht Gottes Bannfluch:uhrenlose Schicht.

Zech, in: Menschheitsdämmerung. Symphonie jüngster Dichtung, hg. von Kurt Pinthus, Berlin 1920

Achtzehnter März Achtzehnhundert vierzig und acht, Als im Lenze das Eis gekracht, Tage des Februar, Tage des Märzen, Waren es nicht Proletarierherzen, Die voll Hoffnung zuerst erwacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, Als du dich lange genug bedacht, Mutter Germania, glücklich verpreußte, Waren es nicht Proletarierfäuste, Die sich ans Werk der Befreiung gemacht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert vierzig und acht, Als du geruht von der nächtlichen Schlacht, Waren es nicht Proletarierleichen, Die du, Berlin, vor den zitternden, bleichen Barhaupt grüßenden Cäsar gebracht Achtzehnhundert vierzig und acht? Achtzehnhundert siebzig und drei, Reich der Reichen, da stehst du, juchhei! Aber wir Armen, verkauft und verrathen, Denken der Proletarierthaten – Noch sind nicht alle Märze vorbei, Achtzehnhundert siebzig und drei.

Herwegh, G., Gedichte. 1873

Bundeslied für den Allgemeinen Deutschen Arbeiterverein Bet’ und arbeit’! ruft die Welt, Bete kurz! denn Zeit ist Geld. An die Thüre pocht die Noth – Bete kurz! denn Zeit ist Brot. Und du ackerst und du säst, Und du nietest und du nähst, Und du hämmerst und du spinnst – Sag, o Volk, was du gewinnst! Wirkst am Webstuhl Tag und Nacht, Schürfst im Erz- und Kohlenschacht, Füllt des Ueberflusses Horn, Füllst es hoch mit Wein und Korn. Doch wo istdeinMahl bereit? Doch wo istdeinFeierkleid? Doch wo istdeinwarmer Herd? Doch wo istdeinscharfes Schwert! Alles ist dein Werk! o sprich, Alles, aber Nichts für dich! Und von Allem nur allein, Die du schmiedst, die Kette, dein? Kette, die den Leib umstrickt, Die dem Geist die Flügel knickt, Die am Fuß des Kindes schon Klirrt – o Volk, das ist dein Lohn. Was ihr hebt an’s Sonnenlicht, Schätze sind es für den Wicht; Was ihr webt, es ist der Fluch Für euch selbst – ins bunte Tuch. Was ihr baut, kein schützend Dach Hat’s für euch und kein Gemach; Was ihr kleidet und beschuht, Tritt auf euch voll Uebermuth. Menschenbienen, die Natur, Gab sie euch den Honig nur? Seht die Drohnen um euch her! Habt ihr keinen Stachel mehr? Mann der Arbeit, aufgewacht! Und erkenne deine Macht! Alle Räder stehen still, Wenn dein starker Arm es will. Deiner Dränger Schaar erblaßt, Wenn du, müde deiner Last, In die Ecke lehnst den Pflug, Wenn du rufst: Es ist genug! Brecht das Doppeljoch entzwei! Brecht die Noth der Sklaverei! Brecht die Sklaverei der Noth! Brot ist Freiheit, Freiheit Brot!

Herwegh, G., Gedichte. 1863