Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Aus den Trümmern unserer Verzweiflung bauen wir unseren Charakter.

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Unser größter Triumph liegt nicht darin, niemals zu fallen, sondern darin, immer wieder aufzustehen.

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Das was du bist, ruft mir so laut zu, daß ich kein Wort von dem verstehe, was du sagst.

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Möge doch jede bessere, zarte Natur auch jene materielle Härte an sich ausbilden, die in dem Kampfe mit den irdischen Mächten nun einmal unerläßlich ist!

Feuchtersleben, Zur Diätetik der Seele, 40. Auflage 1874 (EA: 1838)

Umändern kann sich niemand, bessern kann sich jeder.

Feuchtersleben, Aphorismen (in: Beiträge zur Literatur, Kunst- und Lebens-Theorie), 1837

Gerade in Kleinigkeiten, als bei welchen der Mensch sich nicht zusammennimmt, zeigt er seinen Charakter, und da kann man oft, an geringfügigen Handlungen, an bloßen Manieren, den grenzenlosen, nicht die mindeste Rücksicht auf andere kennenden Egoismus bequem beobachten, der sich nachher im Großen nicht verleugnet, wiewohl verlarvt.

Schopenhauer, Parerga und Paralipomena, 2 Bde., zweite vermehrte Auflage 1862 (EA: 1851). Erster Band. Aphorismen zur Lebensweisheit. Kapitel 5: Paränesen und Maximen

Der Charakter des Menschen ist konstant: er bleibt der selbe, das ganze Leben hindurch.

Schopenhauer, Die beiden Grundprobleme der Ethik, 1841. Preisschrift über die Freiheit des Willens

Man wird mit seinem schlechten Gewissen leichter fertig, als mit seinem schlechten Rufe.

Nietzsche, Die fröhliche Wissenschaft (La gaya scienza), 1882 (ergänzt 1887)

Unser Charakter wird noch mehr durch den Mangel gewisser Erlebnisse, als durch das, was man erlebt, bestimmt.

Nietzsche, Menschliches, Allzumenschliches. Ein Buch für freie Geister, 2. erweiterte Auflage 1886 (EA: 1878). Zweiter Band. Erste Abteilung. Vermischte Meinungen und Sprüche

Zwischen Holz und Holz ist ein Unterschied.

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Die Höhe der wahren sittlichen Kraft eines Menschen läßt sich erst dann ermessen, wenn ihn die Umstände aus seiner gewohnten Sphäre gedrängt haben.

Gutzkow, Vom Baum der Erkenntnis. Denksprüche, 1868

Den Charakter eines Menschen erkennt man an den Scherzen, die er übelnimmt.

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Eine der größten Unverfrorenheiten des Menschen ist, dies oder jenes Tier mit Emphase falsch zu nennen, als ob es ein annoch falscheres Wesen gäbe, in seinem Verhältnis zu den andern Wesen, als der Mensch!

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1907

Ich rechne nur nach Menschen, nicht nach Geschlechtern, außerdem bin ich kein Freund von Gemeinplätzen, wie etwa dem über Freundschaft und Liebe, denn ich gehe einfach den Weg, den ich vor mir rechtfertigen kann, nicht den, welchen mir irgend eine abgebrauchte Sentenz vorschreibt.

Morgenstern, C., Briefe. An Kayssler, ca. 25. Januar 1892

Von Hundert, die von ›Menge‹, von ›Herde‹ reden, gehören neunundneunzig selbst dazu.

Morgenstern, Stufen. Eine Entwicklung in Aphorismen und Tagebuch-Notizen, 1918 (posthum). 1911

Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.

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Das Behagen am Dasein verdirbt sich der Mensch sehr häufig durch seine sogenannten "starken Seiten".

Raabe, Gedanken und Einfälle (Sämtliche Werke, Dritte Serie, Bd. 6), 1913

Von übel angewendeter Einschränkung und Zucht bei den Kindern kommen mehr böse Neigungen als von der Natur.

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Dein Charakter ist das Wort, das du der ganzen Welt gibst. Wirst du also deinem Charakter ungetreu, so brichst du der ganzen Welt dein Wort.

Hebbel, Tagebücher. Nach der historisch-kritischen Ausgabe von R. M. Werner, 4 Bde., 1903-04. 1854

Nur ein in Wahrheit vornehmer Sinn verleiht die Gabe, reich ohne Lärm und arm ohne Unfreiheit zu sein.

Schaible (Hg.), Geistige Waffen. Ein Aphorismen-Lexikon, 1901

Ein Talent können wir nach einer einzigen Manifestation anerkennen – für die Anerkennung eines Charakters bedürfen wir aber eines langen Zeitraumes und beständiger Öffentlichkeit.

Heine, Gedanken und Einfälle, in: Letzte Gedichte und Gedanken von Heinrich Heine, hg. von Adolf Strodtmann 1869. VI. Vermischte Einfälle