Charakter Sprüche

Sprüche über Charakter

1104 Sprüche in dieser Kategorie

Es ist traurig zu erkennen, dass ich das Glück ebenso wenig zu ertragen verstand als das Unglück.

Tolstoi, Tagebücher. 1854

Auf den Menschen, die sich doch nicht fügen, ruht die Zukunft der Menschheit.

Ernst, Zusammenbruch und Glaube, 1922

Schlüpfrige Geister gibt es genug, schmähsüchtige oder satirische in noch größerer Zahl, die feinsinnigen sind selten.

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Wer als Eckstein geboren wurde, wird nie ein Rahmkäse werden.

Oesch (Hg.), Spanische Sprichwörter, ausgewählt und gesammelt von Will A. Oesch, Zürich 1945

Wo meine Redlichkeit aufhört, bin ich blind und will auch blind sein.

Nietzsche, Also sprach Zarathustra. Ein Buch für Alle und Keinen, 1883-1885 (1. vollständige Ausgabe aller Teile 1892). Vierter und letzter Teil, 1885. Der Blutegel

Es gibt wenige Laster, durch die man sich seine Freunde so verscherzen kann wie durch große Vorzüge.

Chamfort, Maximen und Gedanken. Charaktere und Anekdoten (Maximes et pensées: Caractères et anecdotes), 1795. In: Die französischen Moralisten. Die Aphorismenbücher in vollständiger Gestalt. Verdeutscht und hg. von Fritz Schalk, Leipzig 1938

Bedenke, daß dein Charakter kein Schicksal ist.

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Der wahre Charakter des Briefstils ist Heiterkeit und Urbanität.

Joubert, Gedanken und Maximen, in: Die französischen Moralisten: Neue Folge. Galiani, Fürst von Ligne, Joubert, Dieterich Verlag 1940. Über Schriftstellerei und Stil

Als Bester gelte, der am wenigsten schlimm ist!

Seneca, Von der Gemütsruhe (De tranquillitate animi), etwa 53-54 n. Chr. 7. Kapitel. Übers. Otto Apelt (1923) Originaltext: Pro optimo est minime malus

Man beteure einem Schuft täglich zu mehreren Malen, er sei die Rechtschaffenheit in Person, und er wird sich allen Ernstes zumindest den Anschein einer perfekten ›Respektabilität‹ geben.

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Wenn du mit Sieg und Niederlage gleichermaßen fertig wirst, dann bist du ein richtiger Mensch.

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Ein edler Kern in rauher Schale ist millionenmal besser, als ein zerfressener Kern in feiner Schale.

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Den besten Mann suche unter denen, die die Welt verdammt.

Tolstoi, Für alle Tage. Ein Lebensbuch. Erste vollständig autorisierte Übersetzung, hg. von Dr. E. H. Schmitt und Dr. A. Skarva, 2 Bde., Dresden 1906/07

Aber im Feuer der Widerwärtigkeit und auf dem Amboß der Armut härtet sich edles Metall, während unedles da allerdings zerrinnt und zerstiebt.

Scherr, Menschliche Tragikomödie. Gesammelte Studien, Skizzen und Bilder, 12 Bde., 1884. Achter Band. Fichte

Wert oder Unwert eines Menschen tritt immer erst zutage, wenn ihm Opfer abverlangt werden.

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Jeder, der ein anständiger Mensch zu scheinen strebt, bekennt unbewußt, daß er es sein müßte.

Leixner, Der Weg zum Selbst, 1905

Der Charakter wird oft versteckt, manchmal besiegt, selten gewandelt.

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Sie, Wolf im Schafspelze! Aber warten Sie, es dürfte sich auch noch ein Gerber für Ihren Pelz finden.

Aachener Kritische Revue, 1891-94

So sind viele: Den Glücklichen hassen sie, und den Unglücklichen verachten sie.

Weiß, So seid Ihr! Zweite Folge, 1909

Viele Charaktere sind nichts als ein Mosaik von Stimmungen; mit der Zeit bröckeln sie leicht ab.

Auerbach, Tausend Gedanken des Collaborators. Aphorismen, 1875

Dem charaktervollen Menschen ist es eine Ehre, wenn die Menge ihn als einen Sonderling belächelt.

Aachener Kritische Revue, 1891-94