Charakter Sprüche – kinder

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Der Mensch wird nicht schlecht geboren.

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Aus unsern Herzen Wächst, was wir säen, uns wieder zu; Da pflanzt die Wahrheit ihre Ruh', Da fühlt die Torheit ihre Schmerzen, Da sät das Laster seine Pein. Oh, da verblühet jeder Morgen, Den leere Abende bereun. Da hüllt die Tugend sich verborgen In ihre stille Pflanzung ein, Die ihr kein Erdensturm verweht.

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Eine Besserung der deutschen Zustände ist nur möglich, wenn alles auf Charakterbildung gegründet [...] wird [...]. Das ist die Pointe des weltgeschichtlichen Berufes der Deutschen.

Nissen, Der Rembrandtdeutsche Julius Langbehn. Von seinem Freunde Benedikt Momme Nissen, 1926

Tägliche Erfahrung lehrt uns, daß, wenn auch Erziehung und Verhältnisse die Masse formen, die Natur doch selbst das Individuum bildet, und in Gestalt und Geist derselben so viel Schönheit oder Unform fließen läßt, daß die ursprünglichen Elemente des Charakters durch nichts gänzlich bewältigt werden.

Weiß (Hg.), Tausend und Ein Gedanke. Aphorismen für Geist und Herz, zusammengestellt von Heinrich Weiß, 6. Auflage 1904 (EA: 1880)

Der Charakter eines Menschen und sein Garten lassen erkennen, wie gründlich während der Zeit des Wachstums gejätet worden ist.

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Auf die Bildung des Charakters haben Zucht und Übung einen bedeutenden Einfluß.

Smiles, Der Charakter (Character), 1871

Mancher nennt das als Mann seinen Charakter, was man am Kind seine Unarten nannte.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Wer erst im Kleinen untreu wird, von dem kann man sich voraussetzen, daß er nach einiger Zeit auch das Große versäumen wird.

Kral (Hg.), Christliches Zitatenlexikon, hg. von Josef Kral, 1950. Wiedergabe mit freundlicher Genehmigung des IGW Verlags

Schlechte Menschen ohne Geist, ohne Geschmack, Wenn sie noch so reich sind, bleiben nur Pack.

Ringelnatz, J., Gedichte. Flugzeuggedanken, 1929. Aus: Geld allein

Hinten herum Ein Mensch, der etwas auf sich hält, Bewegt sich gern in feiner Welt; Denn erst in weltgewandten Kreisen Lernt man die rechten Redeweisen, Verbindlich, aber zugespitzt Und treffend, wo die Schwäre sitzt. Es ist so wie mit Rektor Knaut, Der immer lächelt, wenn er haut. Auch ist bei Knaben weit berüchtigt Das Instrument, womit er züchtigt. Zu diesem Zweck bedient er nämlich, Als für den Sünder gut bekömmlich, Sich einer schlanken Haselgerte, Zwar biegsam, doch nicht ohne Härte, Die sich, von rascher Hand bewegt, Geschmeidig um die Hüften legt. Nur wer es fühlte, der begreift es: Vorn schlägt er zu und hinten kneift es.

Busch, W., Gedichte. Zu guter Letzt, 1904

Wer möchte sagen, was von den ersten Eindrücken bestimmend auf die Entwicklung des Menschen wirkt? Der Charakter vielleicht ist angeboren, aber die ganze Richtung des Geschmacks wird wahrscheinlich bei weitem öfter durch jene ersten Eindrücke bestimmt, als man glaubt. Und zwar durch jene unbewußten Anschauungen, während der Begriff sich erst viele Jahre später dazu fügt.

Stahl, Isola bella, 1876

Straßenengelchen – Hausbengelchen.

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Was hilft es dich, wenn deine Voreltern herrlich und ehrlich seind gewest, du aber nit? Wann du von den Eltern das Leben hast und nit das löbliche, so bist du nit adelich.

Abraham a Sancta Clara, Judas, der Ertz-Schelm, für ehrliche Leuth, 1686-95

Wessen Kleidung nicht in Ordnung ist, dessen Charakter ist es auch nicht.

Heiberg, Dunst aus der Tiefe. Berliner Roman, 2 Bde., 1890

Dem Verlauf der Entwicklung des Geistes und Charakters wird hauptsächlich durch organische Disposition seine Bahn angewiesen.

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Wenn eine Größe am Boden liegt, rennen die Kleinen, sich mit ihr zu messen.

Sirius, Tausend und Ein Gedanken, 1899

Es gibt kaum ein besseres Erkennungszeichen für Menschen als ihr Verhalten zu Kindern.

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Ganz gemeine Naturen kennen nur Furcht, nicht Liebe. Sobald sich dieselben nicht mehr fürchten, werden sie dreist und unlenksam. Für diese gilt der Spruch: "Sei immer gut, doch nicht zu gütig, die Wölfe werden sonst leicht übermütig!"

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Die erste Bemühung bei der moralischen Erziehung ist, einen Charakter zu gründen. Der Charakter besteht in der Fertigkeit, nach Maximen zu handeln.

Kant, Über Pädagogik. Bemerkungen aus den über diesen Gegenstand bei der Universität mehrmals gehaltenen Vorträgen, hg. von D. Friedrich Theodor Rink 1803. Von der physischen Erziehung

Wer als Pfennig geprägt wurde, wird niemals ein Schilling.

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Ist doch, wie ihr uns sagt, der Mensch zur Erziehung geboren; warum geht er denn meist schlechter davon, als er kam?

Knebel, Literarischer Nachlaß