Charakter Sprüche – kinder

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Mache einen anständigen Menschen aus dir, und du kannst sicher sein, daß ein Schuft weniger auf der Welt ist.

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Charakter ohne Bildung ist aber weit besser, als Bildung ohne Charakter.

Langbehn, Rembrandt als Erzieher, 90. Auflage 1936 (EA: 1890). IV. Deutsche Bildung. Charakter tut not

Die Namenlosen Engelmenschen sind bei Tag und Nacht Sonder Lohn auf Nächstenwohl bedacht; Mittelmenschen lindern fremde Sorgen Dann nur, wenn sie selber sich geborgen; Teufelmenschen führen eignes Glück Auf des Nächsten Untergang zurück: Aber die von Schadenfreude brennen, Wahrlich, solche kann ich nicht benennen.

Bohlen (Übers.), Die Sprüche des Bhartriharis, 1835

Der Lehrer, der nur Kenntnisse vermittelt, ist ein Handwerker – der Lehrer, der den Charakter bildet, ein Künstler.

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Mit einem Stock trifft man wohl den Knochen, aber nicht den Charakter.

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Sonder Falsch, wie die Tauben! und ihr beleidigt keinen: Aber klug, wie die Schlangen! und euch beleidigt keiner.

Haug, Sinngedichte, 1791

Man ist vielmehr das Kind seiner vier Großeltern als seiner zwei Eltern.

Nietzsche, F., Nachgelassene Fragmente. Herbst 1887

Gewaltsam unterdrückte Richtungen des Naturells und der Charakteranlagen brechen in späteren Jahren, wenn die Schranken gefallen sind, nur desto unverhüllter hervor und werden zur drückenden Last.

Wiese, Über weibliche Erziehung und Bildung. Ein Vortrag, 1865

Wie redete sich der muntere Rattenfänger von Hameln in seiner leichtfertigen Manier heraus? "Was kann ich dafür, wenn einmal schlechten Ackergrund im Herzen die Natur mir eingerichtet?" –

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Am allerwenigsten muß man an den Charakteren herumbasteln wollen; es führt zu gar nichts, außer zu Verstimmung und Ärgernis.

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Es gibt zwei Sorten Ratten: Die hungrigen und satten.

Heine, H., Gedichte. Nachlese. Zeitgedichte. Aus: Die Wanderratten

Die kleinen Leute sind unversöhnlich, wenn man sie gewähren läßt.

About, Die Spielhölle in Baden-Baden (Trente et Quarante), übersetzt von August Baumeister 1895. Originaltext der Übersetzung

Dein Nein sei eine eherne Mauer, an der das Kind fünf- oder sechsmal seine Kräfte erschöpfen mag, um es nie wieder zu versuchen, sie umzustürzen.

Rousseau, Emil oder über die Erziehung (Émile ou de l'éducation), 1762

Der Charakter ist nun einmal nicht das Resultat eines guten Vorsatzes – nie und nimmer – ebensowenig wie der köstliche rotwangige Apfel die Leistung eines einzigen schönen Sommertages ist.

Fischer, Ich will! Ein Buch über Selbsterziehung des Willens und Veredelung des Herzens, 1920

Kinder haben sehr kenntliche Individualitäten, ohne noch Charakter zu besitzen.

Herbart, Allgemeine Pädagogik aus dem Zweck der Erziehung abgeleitet, 1806

Schmutzigkeit ist alles Niedrigen Wiege.

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Reinheit ist dem Menschen nach der Geburt das Beste.

Spiegel (Übers.), Avesta. Die heiligen Schriften der Parsen, übersetzt von Friedrich Spiegel, 3 Bde., 1852-63

In unserer Jugend war Charakter das, wofür man Prügel bekommt, obwohl man es nicht hat.

Musil, Kleine Prosa, Aphorismen, Autobiographisches, in: Gesammelte Werke in neun Bänden, 7. Band, hg. von Adolf Frisé, Reinbek 1978. Geschichten, die keine sind. Ein Mensch ohne Charakter

Belohnungen für gute oder schlechte Taten aber schaffen gute oder schlechte Menschen.

Plinius der Jüngere, Lobrede auf den Kaiser Traian (Panegyricus). Übers. Internet Originaltext: Nam praemia bonorum malorumque bonos et malo faciunt

Auch wenn ein Hund tausendmal pro Tag zur Kirche ginge, er bleibt doch immer ein Hund.

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Was tief eingeprägt und angeboren ist, wird durch Kunst und Wissenschaft zwar abgemildert, aber nicht besiegt.

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 11. Brief. Übers. Internet Originaltext: Quidquid infixum et ingenitum est lenitur arte, non vincitur