Charakter Sprüche – modern

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Charakterlosigkeit ist ein Mythos, den biedere Individuen geschaffen haben, um damit die Faszination anderer Leute erklären zu können.

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Das steht jedem am besten, was ihm am natürlichsten ist.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. 1,31

Könnte man den Menschen mit der Katze kreuzen, würde man damit den Menschen verbessern, aber die Katze verschlechtern.

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Leute, die sich gegenseitig verachten, machen gerade einander Komplimente, und die sich untereinander hervortun wollen, bücken sich gerade voreinander.

Marc Aurel, Selbstbetrachtungen (Τὰ εἰς ἑαυτόν), entstanden vermutlich 170-180 n. Chr. 11,14. Übersetzt von Albert Wittstock, 1879

Man habe Energie ohne Fanatismus, Grundsätze ohne Demagogie und Strenge ohne Grausamkeit.

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Einwandfrei muß der Mensch sein und die Sache tadellos. Einwandfrei aber ist nur die klare, runde, tadellose Null.

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Wenn man jemanden, der einen gebissen hat, wieder beißt, handelt man wie ein wildes Tier, nicht wie ein Mensch.

Capelle (Hg.), Epiktet, Teles und Musonius. Wege zu glückseligem Leben, 1948. Ob der Philosoph jemanden wegen Beleidigung verklagen soll

Erzähle nicht, wie du warst, sondern zeige, wie du jetzt bist.

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Wir sind längst nicht mehr aus Lehm, aber noch immer formbar.

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Man braucht nicht alle Stühle mit einem Arsch zu besetzen.

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Geradezu gibt guten Renner.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Wahr im Wort, frei im Rat, rasch in der Tat.

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Die Gespenster hausen nicht in alten Schlössern, sie stecken in uns selbst.

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Unverschämtheit stellt […] eine Mißachtung des eigenen guten Rufes um schmählichen Vorteils willen dar.

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Fremde Tracht Alamode-Kleider, Alamode-Sinnen; Wie sichs wandelt aussen, wandelt sichs auch innen.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Wer einen Charakter hat, braucht keine Prinzipien.

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Euer Lügenköder fängt den Wahrheitskarpfen.

Shakespeare, Hamlet, Erstdruck 1603

Kleinlichkeit ist das Zeichen unserer Tage. Nicht auf den Geist, nicht auf das Innere, Große, Ideale wird geschaut, sondern auf den Buchstaben, auf Wissensanhäufung.

Bülow (Hg.), Friedrich Lienhard. Der Mensch und das Werk. Mit vielen ungedruckten und seltenen Proben seiner Dichtung, 1923

Schlechte Menschen ohne Geist, ohne Geschmack, Wenn sie noch so reich sind, bleiben nur Pack.

Ringelnatz, J., Gedichte. Flugzeuggedanken, 1929. Aus: Geld allein

Anwendbar Ein weich verpackter, Ein fein befrackter, Nicht sehr intakter Charakter. Den Vers, den hab ich im Voraus gemacht, Ganz ohne Objekt; ich hab halt gedacht: Ich mach ihn einmal, er wird schon passen, Man kann ihn brauchen in allen Gassen.

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Ich glaube, daß die Menschen zu allen Zeiten so gewesen sind wie heute, egoistisch, gewalttätig, geizig und mitleidlos.

France, Die rote Lilie (Le lys rouge), 1894