Charakter Sprüche – nachdenklich

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Es bildet ein Talent sich in der Stille, Sich ein Charakter in dem Strom der Welt.

Goethe, Torquato Tasso, 1807. 1. Akt, 2. Szene, Leonore zu Alfons

Alles was uns imponieren soll, muß Charakter haben.

Goethe, J. W., Gespräche. Mit Friedrich Wilhelm Riemer, 28. August 1808

Unsre Eigenschaften müssen wir kultivieren, nicht unsre Eigenheiten.

Goethe, Maximen und Reflexionen. Aphorismen und Aufzeichnungen. Nach den Handschriften des Goethe- und Schiller-Archivs hg. von Max Hecker, 1907. Aus dem Nachlass. Über Literatur und Leben

Wahrer Adel ist es, den nichtigen Adel zu verachten.

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Am besten aber wirst du den Charakter eines Menschen kennenlernen, wenn du beobachtest, wie er jemanden lobt und wie er sich verhält, wenn er selbst gelobt wird.

Seneca, Mächtiger als das Schicksal. Ein Brevier, übersetzt von Wolfgang Schumacher 1942. Moralische Briefe an Lucilius

Es ist schimpflich, nicht auf eigenen Füßen zu gehen, sondern sich forttragen zu lassen und mitten im Wirbel der Dinge staunend zu fragen: "Wie bin ich hierher gekommen?"

Seneca, Briefe an Lucilius (Epistulae morales ad Lucilium), 62 n. Chr. 37. Brief. Übersetzt von Otto Apelt (1924) Originaltext: Turpe est non ire sed ferri, et subito in medio turbine rerum stupentem quaerere, 'huc ego quemadmodum veni?'

Zuerst die innere Haltung, dann die äußere Form! Es ist wie beim Malen, wo man Glanzlichter zuletzt aufsetzt.

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Man zerstört seinen eigenen Charakter aus Furcht, die Blicke und Aufmerksamkeit der Menschen auf sich zu ziehen, und man stürzt sich in das Nichts der Belanglosigkeit, um der Gefahr zu entgehen, besondere Kennzeichen zu haben.

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Man darf keinen Charakter haben und muß sich das Denken abgewöhnen.

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Das was du bist, ruft mir so laut zu, daß ich kein Wort von dem verstehe, was du sagst.

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Die meisten Menschen sind Münzen, nur wenige sind Prägestöcke.

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An den Scherben erkennt man den Topf.

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Das Unglück ist, daß jeder denkt, der andere ist wie er, und dabei übersieht, daß es auch anständige Menschen gibt.

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Die Menschen aber, die ihren eigenen Weg zu gehen fähig sind, sind selten. Die große Zahl will nur in der Herde gehen, und sie weigert die Anerkennung denen, die ihre eigenen Wege gehen wollen.

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Wer im Steinhaus sitzt, sollte nicht mit Gläsern werfen.

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Einer der sich selbst krümmt, kann andere nicht gerade machen.

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Auch die, welche nur langsam gehen, können doch weit vorwärts kommen, wenn sie den geraden Weg einhalten und nicht, wie andere, zwar laufen, aber sich davon entfernen.

Descartes, Abhandlung über die Methode, richtig zu denken und Wahrheit in den Wissenschaften zu suchen (Discours de la méthode pour bien conduire sa raison et chercher la vérité dans les sciences), 1637. Erster Abschnitt. Übersetzt von Julius Heinrich von Kirchmann, 1870

Wer sich selbst bessert, hat mehr für die Besserung der Allgemeinheit getan als ein Haufen lärmender, ohnmächtiger Patrioten.

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Der Charakter offenbart sich nicht an großen Taten; an Kleinigkeiten zeigt sich die Natur des Menschen.

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Beharren Der Ofen wärmt die Stube, thut solches unbereut, Ob gleich ein alte Mutter die Hinter-Stirn ihm beut. Wer recht geht, gehe weiter und frage nichts darnach, Ob Hasser oder Spötter braucht List, Verleumdung, Schmach.

Logau, Sämmtliche Sinngedichte, 1872 (EA: 1654). Originaltext

Nur wer bereit ist, seinem Freund auch dann für einen Rat zu danken, wenn sich dieser als falsch erwies, hat einen guten Charakter.

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