Charakter Sprüche – zitat

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Einen festen Charakter haben heißt soviel, wie sich unter dem Einfluß anderer Charaktere bewähren; diese anderen sind also notwendig.

Stendhal, Über die Liebe (De l'Amour), 1822

Nichts gibt es auf den Blättern der Geschichte, das mich so ergriffe wie die nicht seltne Wahrnehmung, daß bedeutende Menschen oft gerade da, wo sie fehlgreifen, ihren eigentlichen Charakter in das schönste Licht stellen.

Fontane, Autobiographisches. Von Zwanzig bis Dreißig. Der Tunnel über der Spree. Aus dem Berliner literarischen Leben der vierziger und fünfziger Jahre. 9. Kapitel, 1908

Manche Menschen sind nie schäbiger, als wenn sie eine Anwandlung von Noblesse haben.

Fliegende Blätter, humoristische deutsche Wochenschrift, 1845-1944

Ein Mensch, der kein beständiges Principium seiner Handlungen, mithin keine Einförmigkeit hat, hat keinen Charakter.

Erdmann (Hg.), Reflexionen Kants zur Anthropologie. Aus Kants handschriftlichen Aufzeichnungen (= Reflexionen Kants zur kritischen Philosophie, Band 1), hg. von Benno Erdmann, 1882

Niemand vergißt leichter eine Beleidigung als ich. Ferner bin ich sehr an das Befehlen gewohnt; doch wo ich nichts zu sagen habe, da kann ich es bleiben lassen.

Goethe, J. W., Briefe. An Ludwig Ysenburg von Buri, 23. Mai 1764

Der allgemeine Glaube, dass Testamente ein Spiegel des menschlichen Charakters sind, ist natürlich falsch.

Plinius der Jüngere, Briefe (Epistulae). Buch VIII, Brief 18: C. Plinius Rufino Suo S. Übers. Internet Originaltext: Falsum est nimirum, quod creditur vulgo, testamenta hominum speculum esse morum

Wer aber von der Wankelmütigkeit der unkundigen Menge abhängt, darf nicht zu den bedeutenden Männern gezählt werden.

Cicero, Von den Pflichten (De officiis), 44 v. Chr. Übers. Internet Originaltext: Etenim qui ex errore imperitae multitudinis pendet, hic in magnis viris non est habendus

Es ist wahrlich eine hassenwerte Sorte von Menschen, die einem seine Dienste vorwirft!

Cicero, Laelius über die Freundschaft (Laelius de amicitia), 45/44 v. Chr. XX, 71. Übers. Internet Originaltext: Odiosum sane genus hominum officia exprobrantium!

Weißt du mir nichts von einer Einstellung zu berichten, die sich deutlich von der Dummheit der Masse unterscheidet, die frei ist von dem niedrigen Verlangen nach wertlosen Dingen und frei von den irrigen Annahmen der Menge, höre ich von keinem Verdienst, der eines Herrschers würdig ist.

Erasmus von Rotterdam, Adagia, 1510-35. Übers. Internet

Schöne Äpfel sind auch wohl sauer.

Simrock (Hg.), Die deutschen Sprichwörter (= Die deutschen Volksbücher, Bd. 5), 1846

Der Charakter ist eine Erfindung für solche, die sonst nichts haben.

Cossmann, Aphorismen, 2. Auflage 1902 (EA: 1898). Philosophie des Pöbels

Es gibt Leute, die überall die erste Geige spielen wollen, doch ist sie leider meistens verstimmt.

Peters, Aphorismen, 1931

Man findet unter den reichen Leuten Originale, ein armer Teufel ist nur ein − Sonderling.

Engel, Herr Adam und Frau Eva. Neue Folge, 1924

In der Öffentlichkeit wirken die Männer weniger durch ihr Wissen und ihren Intellekt als durch ihren Charakter.

Bosshart, Bausteine zu Leben und Zeit, posthum hg. von Elsa Bosshart-Forrer, 1929

An dem Gegenstande seiner Achtung erkennt man den Charakter eines Menschen.

Weis, Schlaglichter. Aphorismen und Epigramme, 1893