Charakter Sprüche – zukunft
42 Sprüche gefunden
Gedrungen Schnell wachsende Keime Welken geschwinde; Zu lange Bäume Brechen im Winde. Schätz nach der Länge Nicht das Entsprungne! Fest im Gedränge Steht das Gedrungne.
Betrachte nie einen Tag als verloren, an dem du gewartet hast, bis du an die Reihe kommst, dir nur deinen Anteil genommen und niemand zu übervorteilen versucht hast.
Was hinter und vor uns liegt, ist beides nichts verglichen mit dem, was in uns liegt.
Bergauf sachte, Bergab, achte, Gradaus trachte.
Menschenaugen, die auf solchen Bergen glänzen, können nie ganz kurzsichtig sein. Herzen, die auf solchen Höhen wachsen, können nie ganz engherzig werden.
Bote der Hoffnung Ich will ein Bote der Hoffnung sein, Licht bringen in meinen Augen, leidenschaftliche Unruhe in meinen schwachen Händen und die belebende Kraft Gottes in meinen Worten. Ich will einer sein, der Freiheit sät unter den Menschen, meinen Schwestern und Brüdern, das Reich zu bauen auf dieser Erde, dieser guten. Ich will den Frieden ansagen mit Füßen, die nicht entweiht sind vom Gold. Ich werde nicht gehen auf den Wegen der Ungerechtigkeit. Ich werde mich nicht abfinden mit der Unterdrückung der Ärmsten. Mein Schweigen wird das geheimnisvolle Schweigen sein, mit dem sich die Niedrigen dieser Erde ernähren. Ich werde mein Herz nicht verkaufen durch die Lüge, niemals werde ich die Wahrheit stumm machen. Glücklich der Mensch, der so ein Leben erbaut, denn er wird geschmäht und verfolgt werden von vielen. Aber er wird fest bleiben in seinem Herrn, denn der Herr, sein Gott, hat ihn gerufen von jeher.
Die Leute sagen immer: die Zeiten werden schlimmer; die Zeiten bleiben immer, die Leute werden schlimmer.
Mir war, als ob uns eine helle Wolke, die dicht und fest und lauter war, umhüllte, klar wie ein sonnbestrahlter Diamant. Und diese ewige Perle nahm in sich uns auf, so wie das Wasser einen Lichtstrahl hineinläßt, aber ungeteilt verweilt. War ich als Körper dort, und ist es hier nicht denkbar, daß zwei Körper sich vertragen im selben Raum, und wäre dort doch nötig - oh, wieviel heißer müßten wir dann wünschen, die Wesenheit zu schaun, in der sich's zeigt wie unsere Natur mit Gott sich eint. Dort schauen wir, was wir im Glauben haben, das Unbewiesne wird sich offenbaren, so wie der Urgrund, der uns wirklich gilt.
Einst sahest du ein Land von namenloser Schönheit. Hast du das vergessen? Einst kam dein Tun aus der Quelle der Unschuld. Hast du das vergessen? Einst war in deinem Fühlen die ganze Welt. Hast du sie weggeschmissen? Es ist alles noch in dir.
Wenn auch die menschlichen Anlagen im ganzen eine entschiedene Richtung haben, so wird es doch dem größten und erfahrensten Kenner schwer sein, sie mit Zuverlässigkeit voraus zu verkünden; doch kann man hinterdrein wohl bemerken, was auf ein Künftiges hingedeutet hat.
Ich kann die Bewegungen der Himmelskörper berechnen, aber nicht die Verrücktheit der Menschen.
Bleibt hart und erhaltet euch für günstige Zeiten!
Alle Menschen sollen thronfähig werden.
Am Jüngsten Tag wird offenbar, wer hier ein guter Pilgrim war.
Und wenn mich am Tag die Ferne Blauer Berge sehnlich zieht Nachts das Übermaß der Sterne Prächtig mir zu Häupten glüht: Alle Tag' und alle Nächte Rühm ich so des Menschen Los; Denkt er ewig sich ins Rechte, Ist er ewig schön und groß.
Wie einer ist, so wünscht er und hofft er.
Eine Besserung der deutschen Zustände ist nur möglich, wenn alles auf Charakterbildung gegründet [...] wird [...]. Das ist die Pointe des weltgeschichtlichen Berufes der Deutschen.
Über Nacht, über Nacht kommt still das Leid, Und du bist erwacht, O traurige Zeit! Du grüßest den dämmernden Morgen Mit Weinen und Sorgen. Über Nacht, über Nacht Kommt das stille Glück, Und du bist erwacht, O selig Geschick! Der düstere Traum ist zerronnen Und Freude gewonnen. Über Nacht, über Nacht Kommt Freud und Leid, Und eh du's gedacht, Verlassen dich beid' Und gehen, dem Herren zu sagen, Wie du sie getragen.
Die Seele warm, das Auge klar, die Lippe wahr, von Stahl der Arm; für's andre sorgen dein Heut' dein Morgen.
Ich weiß, daß die Hoffnung grün is, weil sie dem Menschen grüne Zweige vorspiegeln muß, auf die er nie kommt.
Habe immer etwas Gutes im Sinn.